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Tigges trifft Katia Saalfrank in ihrer Praxis

Shownotes

Zusatz vor die Episodenbeschreibung: Die kompletten Videofolgen gibt es werbefrei schon eine Woche früher bei Podimo. Dort findest du außerdem zu jeder Folge noch eine exklusive Bonusfolge, in der sich die Gäste Sebastians spicy Schnellfragen stellen: https://podimo.de/tiggestrifft_open

In dieser Folge sitzt Sebastian Tigges mit Diplom-Pädagogin Katia Saalfrank im Studio. Die Beiden sprechen offen über den täglichen Spagat als Eltern und Tigges nutzt das Gespräch für eine kleine, private Therapiestunde.

Katia erklärt, warum Kinder bei Wutanfällen einen emotionalen „Bergführer“ brauchen, wieso veraltete Methoden wie die „stille Ecke“ schädlich sein können und wie Eltern sich von ständigen elterlichen Schuldgefühlen befreien können. Katia zeigt klar: Es geht nicht darum, alles richtig zu machen, sondern ansprechbar zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen.

Für alle, die noch tiefer ins Thema einsteigen wollen: Hört direkt im Anschluss in die Zusatzfolge rein! Mehr von Katia findet ihr hier: https://www.instagram.com/katiasaalfrank/?hl=en

Diskutiert gerne mit und schreibt mir eure Gedanken zur Folge in der Podimo App oder bei Instagram unter @tiggestrifft_podcast. Viel Spaß beim Zuhören!

Transkript anzeigen

00:00:03: Das ist schon selten.

00:00:05: So eine echte achtsame Verbundenheit mit meinen

00:00:08: Kindern.

00:00:09: Und was meinst du, woran liegt das?

00:00:12: Na an meinem Alltag!

00:00:13: Der so dicht

00:00:15: ist... ...der gar nicht auf Kinder zugeschnitten ist.

00:00:17: Wenn ich die Kinder aus der Gitarre holen um drei oder vier dann fällt es mir wahnsinnig schwer in diesen Modus sofort zu kommen.

00:00:22: und wenn ich mit ihnen zu Hause bin und irgendwie das Schneckenspiel spiele, dann denke ich parallel an tausend andere Sachen.

00:00:29: Manchmal gelingt mir, das nicht zu tun.

00:00:30: Dann ist es schön ...

00:00:32: Und hast du mal ein bisschen mit dem Vergrößerungsglas drauf gefühlt?

00:00:36: An welchen Stellen gelingt dir das besser?

00:00:38: Ich glaube,

00:00:38: es hat ganz viel mit Tagesformen zu tun, ob's mir mental gelingt, die Kraft aufzubringen so stabil zu sein.

00:00:49: Herzlich willkommen zurück!

00:00:49: Es ist Dienstag, aber es ist wie der Teges Trift-Zeit und heute sitzen wir gegenüber Katja Seifrang.

00:00:57: Hallo, Katja.

00:00:58: Ich glaube, je nach Altersgruppe und Zielgruppe muss ich dich überhaupt nicht vorstellen.

00:01:04: Für die wenigen, die dich nicht kennen, stelle ich dich trotzdem vor.

00:01:06: Ich kenne dich natürlich ... Ich bin ein vierzier Jahre alt.

00:01:10: Da bin ich ja mal gespannt, was du von mir kennst.

00:01:13: Alle glauben immer mich zu kennen, weil jetzt bin ich mal gespannt also.

00:01:15: Also ich kille

00:01:16: deine öffentlichen Personen in den Zweitausend an, sag ich mal so!

00:01:18: Okay, präzisieren wir gleich mal.

00:01:21: Die Supernennie warste nämlich mal?

00:01:23: Die Sendung hieß so, ja.

00:01:25: Du wurdest du nie so panendig genannt.

00:01:27: Doch, aber du hast mich ja jetzt gefragt.

00:01:29: Ja ich weiß!

00:01:29: Du bist, wie sage ich das?

00:01:35: Diplom-Pädagogin Musiktherapeutin und Expertin für Bindungs- und Beziehungsorientierte Pädagogik.

00:01:40: erst mal.

00:01:40: Genau.

00:01:41: Das ist das was du gelernt hast.

00:01:44: Genau, das ist das, was ich... Ja, Bindungs- und beziehungs orientierte Päthagogen oder Therapeuten kann man ja nicht lernen sondern sozusagen wird man dann.

00:01:53: Nun

00:01:53: kommst du aber gerade, hast Du mir gesagt im Vorgespräch aus Deiner

00:01:56: Praxis.

00:01:57: Ja, das stimmt!

00:01:58: Und was machst Du da?

00:02:00: Da berate ich tatsächlich Familieneltern in der Hauptsache und es geht immer um Beziehung zu den Kindern oder um Umbeziehungen zu sich selbst weil – wer weiß ist besser als du Kinder sind Entwicklungsbooster und wenn wir Eltern werden dann kommen wir also dann kommen nicht drum herum uns auch selbst anzugucken wenn wir's gut machen wollen.

00:02:23: Gibt es so Themen, die immer wieder vorkommen mit den Eltern zu dir kommen oder ist das sehr individuell?

00:02:30: Also es ist individuell natürlich.

00:02:32: Es gibt individuelle Abbiegungen aber es sind schon ähnliche Themen.

00:02:35: also was immer wieder vorkommt sind starke Gefühle bei Kindern.

00:02:41: wir sind ja eine sehr verkopfte Gesellschaft Und dieses Verkopfte heißt ja, wir erklären uns die Welt und wir erklären dann eben auch gerne den Kindern die Welt.

00:02:49: Wir erklären ihnen auch gerne wie sie sich zu verhalten haben was wir wollen und was wir nicht wollen.

00:02:55: Das schon oft in einem sehr frühen Alter.

00:02:59: Gibt es einen zu frühes Alter für?

00:03:01: Ja auf jeden Fall!

00:03:03: Ab wann kann man Kinder sagen, was man will?

00:03:05: Ich habe ja nicht gesagt dass du nicht sagen kannst was du willst sondern das man es nicht ausschließlich über den Kopf tun sollte.

00:03:12: Also wenn du deinem Zweijährigen erklärst, dass man nicht in die Steckdose fasst.

00:03:15: Weil sonst das Kind einen Stromschlag bekommt oder es nicht auf die Straße rennen soll im Dreijährig, dann kannst du das tun und es kommt aber nicht an!

00:03:26: Also das Kind wird trotzdem auf die Straße laufen unter Umständen und das Kind werden trotzdem auch aufgrund seiner Neugier und aufgrund seinem Bedürfnis nach Erforschung und Autonomie in die Steckdose fassen.

00:03:39: Und das ist aber so dieser Gap, dass wir dann eben denken, wir haben es den Kindern doch erklärt?

00:03:43: Warum verstehen Sie's denn nicht?

00:03:46: Weil sie noch nicht so viele kognitive Strukturen haben wie du und ich.

00:03:52: Hoffentlich!

00:03:53: Also der große Unterschied zwischen Eltern oder zwischen Erwachsenen und Kindern ist, dass die Erwachsenden eine Möglichkeit haben auf ihre kognitiven ausgereiften Strukturen im Gehirn zurückzugreifen.

00:04:09: Was zum Beispiel heißt das wir antizipieren, assoziieren und abstrahieren können wenn es gut läuft?

00:04:19: Nur deshalb können wir unser Leben planen und Dinge durchdenken, ohne dass wir sie jemals experimentiert haben.

00:04:25: Was nicht heißt, dass wir es nicht auch mal experimentieren?

00:04:28: Aber wenn wir experimentiert sind, können wir dann eben wieder gucken was hat sich bewährt oder was nicht.

00:04:35: Wir können Strategien für unser Leben, unsere Planung irgendwie überprüfen, experimentieren und anpassen.

00:04:44: Und das können Kinder nicht?

00:04:45: Das können Kinder Genau.

00:04:48: Das, was bei Kindern passiert ist, dass sie auf die Welt kommen und das eben gerade so.

00:04:53: in dem ersten Lebensjahr sind Sie ja sehr auf eine sehr fein eingestimmte Kommunikation angewiesen.

00:05:01: D.h.,

00:05:01: sie sind säuglinge, sie brauchen ganz viel Körperkontaktschaukeln wiegen und haben auch körperliche und aber auch emotionale Grundbedürfnisse nach Nähe, Nachverbindung, nach Sicherheit.

00:05:15: Und dann passiert es ja oft, ich weiß nicht ob du das auch kennst.

00:05:18: Wenn die Kinder älter werden und anfangen sozusagen aus der Wahlrechten in die Senkrechte zu kommen und anfingen zu laufen und dann dieses Wort sagen nein oder ich will nicht.

00:05:33: Furchtbar?

00:05:33: Ja genau!

00:05:34: Das ist für Eltern eine große Herausforderung oder kann eine große.

00:05:42: Was wir eben oft vergessen, ist dass da sich ganz stark Gefühle ausbilden.

00:05:46: Also Kinder lernen da Gefühlen kennen Wut Trauer Angst Schmerz Freude und so weiter.

00:05:54: Es gibt gar nicht so viele gefühle aber der Mix macht es Ja Und was eben auch noch mit dazu kommt.

00:06:00: in dieser Entwicklung Ist das ein weiteres Grundbedürfnis Ganz stark ist nämlich dass der autonomie ja die wollen ganz autonom sein Die wollen Auch schon Säuglinge haben sozusagen die Möglichkeit, wenn wir sie ihnen geben.

00:06:17: Die Autonomie auszuleben.

00:06:19: also wenn ein Kind gestillt wird und es dreht irgendwann den Kopf weg dann ist das ja auch, ich entscheide.

00:06:24: Ich bin satt oder möchte gerade nicht

00:06:26: mehr.".

00:06:28: Das meine ich mit feinen fühle ich.

00:06:30: natürlich sind wir da sehr machtvoll und können da noch den Schnuller oder was auch immer in den Mund stecken dass es eben dann mit drei vier fünf sechs nicht mehr so wirklich möglich sondern da müssen wir dann anders agieren.

00:06:43: Und diese Autonomiefase ist eine sehr wichtige Phase weil sie von drei verschiedenen Entwicklung gekennzeichnet ist.

00:06:51: Das eine ist die starke emotionale Entwicklung, das zweite ist, dass sie diesen starken Autonomie drang haben.

00:06:59: Ich sage, es ist immer wie ein Zwang im Grunde.

00:07:03: Wie so ein innerer Zwang Dinge zu tun oder selbst zu entscheiden.

00:07:09: und das Dritte ist eben diese kognitive Entwicklung, die noch nicht soweit fortgeschritten ist sodass eben Assoziationen noch nicht möglich sind.

00:07:17: also Kinder können doch nicht so gut Kompromisse machen Die sehen ein Eis oder die haben im Kopf das Bild von einem Eis und dann wollen sie das Eis, und zwar jetzt.

00:07:26: Und dann können Sie eben aufgrund dieser Kognitionen, die Sie noch nicht haben, nicht umplanen und sind sehr star in Ihrem Denken.

00:07:34: Und diese Kombination sozusagen aus sehr starken Gefühlen ... Weil wenn ich nicht umplanen kann, kennst du vielleicht auch?

00:07:42: Wenn ich in Stress gerate, dann kommen starke Gefühle.

00:07:45: Und die kommen eben nicht ein bisschen sondern die kommen einfach sehr, sehr stark Und dazu dann eben auch noch dieses Gefühl, ich kann nicht entscheiden.

00:07:53: Also es ist eigentlich eine ziemlich fiese Phase für die Kinder und das wäre eben gut wenn wir Eltern nicht auch in diesen unregulierten Zustand geraten Hirnorganischen Zustand wie die Kinder – nämlich die Kinder haben ja ganz viele Gefühle und ganz wenig Kognition.

00:08:11: Ich sag immer, das ist wie eine liegende Acht.

00:08:14: Hier ganz wenig Kognition und ganz viel Emotion.

00:08:17: Wenn ich als Mutter oder Vater mich von dieser Wut anstecken lasse und in der eigene Wut komme, kann ich auf die Struktur nicht haben, aber auch nicht zurückgreifen.

00:08:28: Hirnorganisch ist es das gleiche Bild.

00:08:30: Große Emotionen, kleine Kognitions.

00:08:33: Das ist nicht konstruktiv.

00:08:35: In diesem Spannungsfeld bewegt sich das oft, wenn Eltern kommen und Fragen haben?

00:08:39: Also sollten Eltern das Spiegelverkehr vorleben, dass sie mehr Kognitionen zeigen und weniger Emotionen?

00:08:48: Ist das die Lösung oder...?

00:08:51: Was heißt?

00:08:51: diese Lösung gibt es ja nicht.

00:08:53: Und wir sind hier keine Kropoter oder so.

00:08:57: Es geht nicht darum, keine Emotion zu haben sondern es geht darum eine sichere Atmosphäre zur Verfügung zu stellen weil das Kind stürzt emotional ab Und wenn ich mit abstürze, dann hängen wir beide am Steilhang.

00:09:11: Jeder der schon mal eine Bergwanderung gemacht hat weiß es ist gut, wenn man ein Bergführer oder einen Bergwanderer hat, der einem Sicherheit gibt und nicht das Gefühl gibt, wenn du abstürzt stürzst dich mit dir.

00:09:22: Das heißt, es ist schon gut wenn wir nochmal so überlegen was führt denn eigentlich dazu dass wir abstürzen?

00:09:28: Was führt denn dazu, dass ich mit wütend werde?

00:09:33: Und da geht dann die Abbiegung sozusagen ins Individuelle, weil da gibt es zwar auch Dinge, die bei allen Eltern gleich sind wie zum Beispiel ein stressiger Tagesablauf.

00:09:44: Ein hohes Mental-Load, einfach auch einen Anspruch an sich selbst.

00:09:50: aber wo und wie das gestaltet ist?

00:09:53: Da ist dann auch die eigene Biografie eben interessant.

00:09:55: Was habe ich eigentlich erlebt?

00:09:57: Wie hat sich mein Stresssystem aufgestellt?

00:10:00: Welche Strategien habe um mich auch aus Stress wieder rauszubringen.

00:10:05: Und da gucken wir dann hin und dafür ist natürlich auch die Kognition wichtig, also zu verstehen wie geht's meinem Kind gerade?

00:10:13: Um darauf zu reagieren, es aber auch wichtig zu fühlen!

00:10:17: Also nicht nur sozusagen zu wissen was passiert da grade sondern auch mitzufühlen weil das Kind braucht auch etwas Empathisches.

00:10:26: Wenn ich dann nur spiegel und sage ja du ärgernst dich Das habe ich schon öfter in den Kursen gehabt, wenn ich das dann so erzähle.

00:10:36: Dann gibt es eben drei Sätze die ich immer wieder sage.

00:10:40: Ich sehe dass du dich ärgerst und versteh das total.

00:10:44: Und dann kommen Eltern zu mir und sagen ich hab genau das gesagt was du gesagt hast.

00:10:48: Aber

00:10:49: hat nicht geholfen?

00:10:50: Also Arm kann man darüber reden.

00:10:51: was heißt denn geholpen?

00:10:52: Weil die Kinder sagen ja nicht, vielen Dank dass du mich erkannt hast und gespiegelt hast.

00:10:56: jetzt ist besser.

00:10:57: Sondern es geht ja darum wirklich in Kontakt zu kommen und das zu regulieren.

00:11:01: Co-Regulation nennt man das.

00:11:03: Und das zweite ist eben dass wenn sie emotionalen nicht beteiligt sind also wenn Sie nicht verstehen also nicht nicht emotional mit fühlen können dass der Keks der zerbrochen ist die gesamte Welt des Kindes gerade zum Zerbrechen bringt.

00:11:17: Natürlich kann ich jetzt mit meiner Kognition sagen, hier ist eine Schachtel.

00:11:20: Mit drei tausend siebenhundert achten siebzig ähnlichen Keksen.

00:11:24: Die riechen genauso die sind alle noch ganz aber es geht nicht um die es geht um diesen einen Keks.

00:11:30: ja also Ich sehe schon.

00:11:34: Ist das nachvollziehbar für dich?

00:11:37: Ja komplett!

00:11:38: Also in der Theorie.

00:11:39: Ich glaube da habe ich und da haben wahrscheinlich viele Eltern immer dann so Probleme mit.

00:11:44: und wenn Sie dann bei Instagram Oder im Podcast, deinem Podcast zum Beispiel.

00:11:49: Familien-Sprechstunde hören wie es gut laufen kann macht das das Leben ja manchmal auch schwerer weil ich zumindest mache mir da manchmal vorwürfen denke so warum kriege ich das nicht hin?

00:11:59: Warum werde ich laut?

00:12:00: Ich weiß dass mein Kind das gar nichts bringt Aber es passiert halt trotzdem.

00:12:05: Ja das ist aber also ich weiß nicht ob du mal in den Podcast reingehört hast aber Es geht ja nicht darum es sozusagen eine Lösung vorzugeben sondern es geht ja eigentlich darum, Wirkungsmechanismen sozusagen aufzubereiten und zu sagen wie entsteht denn eine Dynamik?

00:12:24: Und dann zu verstehen nur ich kann mich auf den Weg machen eine Dynamika zu verändern.

00:12:30: Es geht nicht um Leistung, es geht auch nicht richtig oder falsch.

00:12:33: Und es geht nicht darum, perfekt zu reagieren, sondern sich selbst besser kennenzulernen und Lust zu haben hinzuschauen.

00:12:42: Das sind auch die Feedbacks, die ich im Grunde bekomme, dass Menschen sagen, es gibt in jedem Podcast hier und da Dinge, Sätze, Zusammenhänge, die man mitnehmen kann und mich dann begleiten im Alltag.

00:12:55: Das ist das, was ich erlebe in der Praxis ... Dass schon ein Gespräch tatsächlich so viel verändern kann, ohne dass Menschen im Außen was verändert haben.

00:13:04: Passiert im Innen.

00:13:05: etwas hat auch ganz viel mit Haltung zu tun.

00:13:08: Wie meinst

00:13:10: du?

00:13:11: Ja also wir haben jetzt noch nicht lange gesprochen.

00:13:13: Wir kennen uns aus anderen Zusammenhängen aber nicht gut.

00:13:17: und das was ich jetzt schon so ein bisschen assoziere sage ich jetzt mal ganz vorsichtig ja bei dir in der Resonanz ist, dass du sehr hart mit dir bist.

00:13:28: Du hast offensichtlich einen sehr hohen Anspruch an dich und du sagst, es passiert trotzdem.

00:13:35: Dann ärgere ich mich so!

00:13:37: Und das heißt, du bist da sehr ... Du hast auch eben so verschränkt gesessen.

00:13:42: und dieses Weichsein mit sich selbst.

00:13:46: Ich weiß es klingt komisch aber kann ich auch nicht immer liebevoll mit sich sein weil es gibt Gründe dafür dass du genau in der Situation so agiert hast passieren darf.

00:14:00: Sondern die Frage ist, möchtest du gucken wo kommt es her und gibt es Handlungsalternativen?

00:14:06: Also weil das ja das was dich frustriert dass du immer wieder an die gleiche Stelle kommst.

00:14:11: Ja und wie kann man liebevoll mit sich selbst sein?

00:14:18: Jetzt

00:14:18: machen wir mal eine Zauberformel.

00:14:20: Und schneiden

00:14:20: wir das raus und verkaufen das komplett?

00:14:22: Ja, genau!

00:14:24: Wie kann man... Das ist ne gute Frage.

00:14:26: Könnte man wahrscheinlich eine ganze eigene Podcast-Folge zumachen habe ich auch schon Mal gemacht.

00:14:31: wie kann man liebevoll mit sich selbst sein.

00:14:35: Im Grunde ist es so dass Es ja vorher bevor du nicht liebevoll Mit dir sein kannst also wenn wir da in die Tiefe gehen in die Dimensionen Gab es jemanden, mindestens einen der für dich wichtig war in deiner frühen Kindheit, der nicht liebevoll mit dir war?

00:14:56: Das ist Gesetz.

00:14:57: Also das muss daherkommen.

00:14:59: Na ja also die Frage ist ja wie denken wir woher kommt das Denken?

00:15:03: und es fühlen über uns selbst her und sind in der Regel Stimmen aus der Vergangenheit, die eigentlich gar nicht umso sind.

00:15:14: Es gibt auch diesen Perspektivwechsel, so wie unsere Eltern uns angeguckt haben.

00:15:19: So schauen wir später auf uns selbst und deswegen ist das ein Link der immer mal hilfreich sein kann.

00:15:27: und dann könnte es hilfreich sein dass du auf dich guckst auf diesen Anteil.

00:15:33: was hat er damals gefühlt?

00:15:34: Wie ist es dem gegangen?

00:15:36: Und darüber könntest du theoretisch in etwas Weicheres kommen, wenn du also auch in etwas Schmerzhaftes.

00:15:45: Das ist eben auch auf der Punkt weshalb es dann nicht weitergeht oder weshalb man sich schützt weil es eben auch schmerzhaft sein kann über diesen Schmerzen.

00:15:55: Darüber etwas nicht bekommen zu haben was man eigentlich gebraucht hätte und dann ja auch ein Stück hart geworden zu sein.

00:16:06: Sind ja doch die Eltern wieder schuld?

00:16:10: Jetzt machst du einen Riesenthema auf, also Schuld ... Ich sag mal so, Schuld bleibt über wenn man Verantwortung nicht übernimmt.

00:16:21: Heute bist Du verantwortlich dafür Dass Du weich zu Dir selbst bist.

00:16:25: Damals waren es Deine Eltern So ist das.

00:16:28: Das ist ganz sachlich.

00:16:30: Die hatten die Erziehungsberechtigung und da trägt man Verantwortung.

00:16:33: Schuld ist oft ein Gefühl, was liegen bleibt und entsteht.

00:16:38: Bei dir ja auch im Übrigen.

00:16:40: Du hast einen Schuldgefühl, weil Dinge so sind wie sie sind.

00:16:44: Und meine Erfahrung ist das es gut ist zu spüren.

00:16:48: Ich trage da Schuld oder ich habe einen Schuld-Gefühl.

00:16:50: und dann zu gucken, wie kann ich denn jetzt Verantwortung dafür übernehmen, was entstanden ist?

00:16:56: Dann wird es leichter!

00:16:59: Kannst ja mal gucken, wenn man Verantwortung übernimmt.

00:17:03: Mir geht es oft bei Entschuldigungen so.

00:17:05: Wenn man sich entschuldigt für etwas ... Und vorher diese Schuldgefühle hatte, also ein Schuldgefühl ist ja auch irgendwie so was wie ein Korrektiv.

00:17:14: Dass man die Grenze übertreten hat oder so.

00:17:17: Es gibt natürlich viele verschiedene Facetten bei einem Schuldgefügel.

00:17:20: Es gibts Menschen, die einem Schuldfühle machen.

00:17:22: Da muss man mal gucken.

00:17:24: Aber es gibt dieses Gefühl, hab ich was nicht gut gemacht?

00:17:27: Da fühle ich mich schuldig.

00:17:29: und dann Verantwortung zu übernehmen ist der erwachsene Anteil wieder.

00:17:35: Was heißt das Konkretverantwortung übernehmen?

00:17:38: Also ja, ich bin verantwortlich für das was ich denke und was ich tue.

00:17:45: Die Ursache machen wir anders liegen.

00:17:46: aber ich bin heute Erwachsenen dafür verantwortliche.

00:17:48: Aber

00:17:49: wie

00:17:50: äußert sich das wenn ich jetzt sage okay über eine Verantwortung für meine mir gegenüber selbst gerichteten negativen Gefühle?

00:17:57: Ja, das könnte unterschiedliches heißen.

00:17:59: Es könnte zum Beispiel heißen ... Wir haben jetzt drei Rollen rückwärts gemacht über die Frage wie machst du's mit deinen Kindern?

00:18:05: Wie geht das so?

00:18:06: und wenn du immer wieder sehr hart bist mit dir selbst und das Gefühl hast Du kommst aber immer wieder an die gleiche Stelle könnte es heißen ich übernehme heute Verantwortung dafür.

00:18:14: also ich gucke auf mich selbst und schaue wie kann ich unter Umständen noch mal in etwas?

00:18:20: Also wie kann Ich da vielleicht einen Link hin machen?

00:18:22: Das passiert auch manchmal In meinem Beratungsraum.

00:18:25: Ich arbeite nicht, also ich bin keine Therapeutin im herkömmlichen Sinne.

00:18:30: Keine Psychotherapeutin.

00:18:31: aber natürlich gibt es sowas wie eine therapeutische Tiefe.

00:18:35: Ja, nicht mit dem Ziel des Aufzuarbeiten.

00:18:37: Das müsstest du dann gucken.

00:18:39: also vielleicht gibt es ja auch ansonsten noch Dinge im Leben von Eltern die dann schwierig sind.

00:18:43: das überlappt sich auch manchmal.

00:18:45: aber wenn es so gezielt jetzt auf die Beziehung auf die nahen Beziehungen ist Dann machte schon Sinn da mal sowas wie ein Link rein zu legen und Mal zu gucken nicht mit den ziel des aufzuarbeiten sondern mit dem ziel zu gucken was will ich denn heute Und wie will ich's heute anders machen?

00:19:01: Und zu gucken, warum bist du so streng?

00:19:03: Warum musst du so strenn sein mit dir.

00:19:08: Gibt's darauf eine Antwort oder finde ich die nur in mir selbst?

00:19:12: Die hat man ja schon.

00:19:13: Die Antwort ist, weil jemand mit dir nicht gut umgegangen ist und jetzt müsstest du dich danach beeltern sozusagen ein Stück.

00:19:20: Echt!

00:19:21: Ja, also das zu gucken dass du dir selber heute nicht mehr böse bist, zu verstehen was du dir heute sagst ist eine alte Stimme und du kannst entscheiden ob du die fortführen möchtest.

00:19:34: Das klingt so wahnsinnig einfach.

00:19:35: Nee,

00:19:35: überhaupt nicht!

00:19:36: Das sind nur die Mechanismen.

00:19:37: wir sind ja sehr in der Kognition.

00:19:39: das ist eine emotionale Arbeit.

00:19:42: Eine emotionale Arbeit also zum Beispiel welche Situation fallen dir ein wo vielleicht die Stimmen die du heute hast auf dich gewirkt haben könnten?

00:19:53: Mit Kindheit.

00:19:54: Zum Beispiel.

00:19:56: Aber natürlich kannst du auch Dinge selbst machen.

00:19:59: Ich habe ein Programm, das heißt die Sommerakademie.

00:20:02: Da gibt es eben eine Arbeit zu der eigenen Wut und da sind wir an solchen Stellen.

00:20:07: Da kann man zum Beispiel dem inneren Kind noch mal begegnet oder so einem kindlichen Anteil.

00:20:14: Ein Anteil, der nicht versorgt wurde aber als Teil dessen.

00:20:21: Das kann man auch selbst machen bis zu einem gewissen Punkt.

00:20:25: und manchmal hilft es eben jemanden, so haben der einen gegenüber sitzt.

00:20:29: Und der sozusagen nochmal eine... das klingt jetzt auch wieder sehr vielleicht für dich zu einfach oder zu klar aber sowas wie eine korrigierende Erfahrung zumachen ist du noch mal erfahren kannst dass du was liebenswertes hast, dass das verzeihlich ist ja?

00:20:47: Und dass das damals eben auch eine Lüge war.

00:20:54: Der sitzt fest, ich merk schon.

00:20:55: Wenn meine Eltern jetzt zuhören die müssen ja denken ach du meine Güte?

00:20:59: Ja das ist nicht meine Verantwortung.

00:21:01: Aber dieses Spannungsfeld von Eltern also wenn ich jetzt bin der Vater meiner kleinen Kinder Ich bin der Sohn meiner Eltern Geht sowas überhaupt ohne Verletzungen.

00:21:12: Das ist auch eine gute Frage.

00:21:14: ich glaube nicht.

00:21:15: Ich glaube nicht!

00:21:16: Ich glaube auch dass es also gute Eltern oder Was sind gute Mütter, was sind gute Väter?

00:21:24: Es sind nicht die, die alles perfekt machen.

00:21:26: Sondern es sind sie, die Strategien haben um Verantwortung zu übernehmen und zu reparieren, die ansprechbar sind, die auf sich schauen können.

00:21:34: Das wäre eine gute Voraussetzung irgendwie.

00:21:37: Und das ist etwas, womit wir glaube ich wenn wir in der Elternschaft haben auch alle beschäftigt sind ja auch ich in meiner Mutterschaft zu gucken Wenn meine Kinder auf mich zukommen oder alte Konflikte da sind, ansprechbar zu sein.

00:21:53: Das ist mein Anspruch!

00:21:56: Ich habe einen hohen Anspruch an Konfliktlösungen, also Konfliktslöseenergie.

00:22:04: Also ich möchte gerne reparieren und darüber sprechen.

00:22:08: Ich möchte wissen was der andere denkt und fühlt, ich möchte wissen wie es bei ihm angekommen ist und ich möchte besser werden.

00:22:14: dann in der Kommunikation.

00:22:15: Und ich möchte dass du verstehst was ich sage das du fühlst was ich fühle oder was ich rüberbringen möchte.

00:22:23: Und das ist erst mal ein lösungsoffener Dialog, da geht es nicht um Recht haben oder um Unrecht haben oder richtig und falsch oder gut oder schlecht.

00:22:35: Wir gehen mal kurz in den Ort rein, den du mitgebracht hast.

00:22:37: Jeder Gast, jede Gäste bringt hier einen Ort mit.

00:22:39: Ich lese jetzt eine kleine Umschreibung vor und dann kann man sehen ob das so etwas zutrifft.

00:22:45: Wir gehen in eine Praxis im Berlin-Mitte.

00:22:47: Dieser Ort ist weit mehr als nur ein Raum mit vier Wänden, er ist ein Katalysator für Veränderung und ein emotionaler Anker für Familien in der Krise.

00:22:56: Sobald die schwere Tür ins Schloss fällt verstummt das laute Rauschen der Großstadt von einer Sekunde auf die andere.

00:23:01: man tritt in ein weiches warmes Licht dass das strappazierte Nervensystem sofort herunterfahren lässt.

00:23:06: wir sind im Beratungsraum der Praxis von Katja Sahefrank.

00:23:10: Ein raumvoller Ruhe klarer Strukturen indem Tränen fließen dürfen Familien geholfen wird

00:23:17: Dafür, dass du noch nie da warst.

00:23:20: Ganz gut beschrieben!

00:23:22: Also wenn Eltern... also A liegt ja nicht in Berlin-Mitte sondern in Berlin Wilmersdorf Charlottenburg oder Schalotenburg-Wilmersdorff ist aber überhaupt nicht schlimm.

00:23:31: ich habe es auch eher so symbolisch als Mitte, weißt du?

00:23:34: So Herzmitte gesehen und dann ist das tatsächlich ein heller Raum.

00:23:42: Der liegt im Seitenflügel, im Gartenhaus und Eltern beschreiben das häufig als eine Oase.

00:23:49: Also wirklich so etwas wo man sich sammeln kann, wo man erst mal wohlfühlen kann oder erstmal ankommen kann.

00:23:59: Es kommen auch Menschen die in akuten Krisen sind und gleichzeitig kommen aber auch Eltern, die tatsächlich einfach Alltag besprechen Die Struktur besprechen, die sagen wie können wir Stress reduzieren?

00:24:16: Wie können wir justieren.

00:24:18: Weil Familienberatung ja eben nichts ist wo man sozusagen erst hingehen muss wenn ich sage jetzt mal so ganz symbolisch das Kind in Brunnen gefallen ist sondern es gibt prozessbegleitende Beratungen und Familie auch da kennen wir uns beide gut aus bewegt sich ja in Wellen Bewegungen Das ist ja nie immer linear und gut alles, also gut im Sinne von ruhig.

00:24:45: Und da eben... Auch bei Übergängen, wenn Kinder in die Schule kommen.

00:24:51: Wenn Kinder in eine Kita kommen und ein neues Geschwisterkind kommt oder so.

00:24:54: Da kommen so viele Bewegungsstränge zusammen, dass manche Eltern auch nicht jetzt in der akuten Krise sind sondern eben ihr Leben, ihren Weg, ja?

00:25:03: Ihren Waldweg den habe ich in der Reise beschrieben.

00:25:05: Die Reise im Buch ganz symbolisch einfach diese Übergänge immer mal mit besprechen lassen Und dann wieder sowas wie innerlich ausgerichtet, wieder mehr auf Bindung und Verbindung und Beziehung ausgerichtet sind.

00:25:22: Wolltest du als Kind auch schon immer die Welt von Familien retten oder woher kommt das?

00:25:29: Also ich habe ja vier Geschwister, die jünger sind davon sind drei sehr viel junger als ich.

00:25:36: da war ich also schon im Grundschulalter als sie auf die welt kamen Ich sage das aus Versehen oft meiner ersten Kinder.

00:25:47: Das hat mein Leben, meine Kindheit sehr bunt gemacht und ich mochte es sehr.

00:25:52: Es war von Anfang an klar, dass ich gerne Kinder haben möchte.

00:25:55: Und natürlich bin in den Siebzigerjahren aufgewachsen.

00:25:58: Nicht, dass man heute die Mechanismen nicht mehr kennt aber mit Kindern ist noch anders umgegangen.

00:26:05: Ich habe immer mal wieder als Kind selbst Ungerechtigkeiten wahrgenommen Immer wieder mal gedacht, in der Rückschau.

00:26:14: Das ist mir damals nicht so bewusst gewesen.

00:26:15: Aber warum machen die das?

00:26:18: Die Erwachsenen.

00:26:19: Also musst du verstehen ...

00:26:21: Musstest du in die stille Ecke?

00:26:24: Nee, ich hab gleich die Urfeige gekriegt.

00:26:26: Echter!

00:26:28: Bist du sagen, dass die Stilleegge es harmloser als aufweige?

00:26:32: Na ja, die stelle Ecke ist etwas was aus Verhaltenstherapie kommt und leider heute auch noch gelehrt wird...

00:26:39: Ist nicht überholt.

00:26:40: Es ist überholt, aber es wird trotzdem noch gelehrt.

00:26:43: Ja?

00:26:43: Es kommt aus dem angelsächsischen Raum.

00:26:46: Anette Castan hat das in ihrem Buch jedes Kind kann Regeln lernen geschrieben.

00:26:51: Das hat's mir sehr schwer gemacht dass sie das geschrieben hatte und auch schon sehr lange geschrieben hatten Auch nicht vom Markt genommen wurde das zu verändern In der Sendung.

00:27:00: Die Sendung kam ja... Du spielst ja an auf diese Maßnahme die in der ersten Sendung gezeigt wurde Und es war für mich sehr schwierig zu verändern und zu argumentieren, weil natürlich ich ganz anderer Kunde hatte dafür das zu ver ändern als jetzt diejenigen, die für das Format verantwortlich sind.

00:27:20: Und also ich sage mal so beides ist ... Also Kinder zu hauen is' natürlich eine körperliche Grenzüberschreitung und ne Demütigung.

00:27:31: Wir haben ja schon bei Strafen ein Podcast zum Strafen gemacht da haben wir auch schon mal drüber gesprochen, da gibt's ganz viele Mechanismen.

00:27:39: das andere eben ist ähnlich, vor allen Dingen aber psychisch und macht ja auch was mit dem Nervensystem.

00:27:46: Wenn das Kind das immer wieder erfährt dass wenn es sich nicht so verhält wie es sich verhalten soll oder starke Gefühle hat es weggeschickt wird dann passiert es eben Dieser Schmerz, der dann da ist.

00:28:02: Das ist ja auch eine Demütigung nicht sozusagen gesehen zu sein mit dem was einem gerade wichtig ist und wir haben ja grade darüber gesprochen dass Kinder eben noch sehr in ihren Gefühlen verschmolzen sind.

00:28:14: Ja Und das die jetzt das Ergebnis ist dass Kinder nicht jemanden haben der sie korriguliert und Der sie auffängt sondern jemand der sie sozusagen noch weg stößt und ihnen unter Umständenaussag du bist selbst schuld Und ein Kind und ein Nervensystem mit sehr starken Gefühlen, die es im Grunde noch nicht alleine halten kann.

00:28:38: Alleine bleibt!

00:28:41: Das macht eine Überflutung des Nervensystems.

00:28:44: Das macht Stress.

00:28:46: Auf Dauer sage ich jetzt mal ... Wenn das so ne Atmosphäre ist, verlieren wir dann den Zugang zu unseren Gefühle.

00:28:54: Weil wir das gar nicht halten können.

00:28:57: Kann man das überhaupt reparieren?

00:28:59: Ja, siehst du ja.

00:29:02: Man kann das reparieren aber es sind natürlich trotzdem Dinge die man immer wieder dann... Also ich sag mal so, man kann nicht irgendwo einen Schlüssel ansetzen und dann zieht man einmal nach.

00:29:15: Sondern es wird sich an vielen großen und kleinen Stellen immer wieder zeigen.

00:29:18: Und das sind ja auch Narben auf der Seele die zwar vielleicht nicht mehr ganz so heiß sind aber ist ja auch dieses große Modeword Trigger irgendwie in aller Munde.

00:29:31: Da werden immer mal wieder Dinge in uns angestoßen wo's sich lohnt nochmal hin zu gucken weil eben vielleicht die Wunde... Wir haben das gar nicht mit dieser Wunde in Verbindung aber es ist doch irgendwie eine Nebenkreuzung.

00:29:43: Es ist eben ein Gewebes, das ist eine Verstrickung.

00:29:45: Wir sind schon verstrickt in was wir erlebt haben und wenn ich sage reparieren meine ich nicht wieder ganz machen sondern ich meine eigentlich integrieren also dass wir das was wir erlebt haben integriern und uns nicht identifizieren damit sondern dass wir sozusagen sagen ja das ist uns passiert und heute ist es aber vorbei Oder wir können andere Erfahrungen machen.

00:30:13: Haben die Eltern, die zu dir kommen, schlecht gewissen?

00:30:16: Ja viele.

00:30:18: Was sagst du denen dann?

00:30:20: Also keiner macht alles schlecht oder nicht gut.

00:30:25: Es gibt immer etwas was Eltern gutmachen und es ist vor allen Dingen auch ... Ich glaube, was für Eltern in meinem Raum erleichtern das ist, dass es nicht um Bewertung geht.

00:30:40: Also ich hab auch Eltern da sitzen, die eben sagen mir ist die Hand ausgerutscht.

00:30:44: Und wir sprechen dann darüber was ist da passiert?

00:30:47: Ja und wir sprechen nicht darüber.

00:30:49: also A sitzen sie ja schon im Raum und B krieg ich das ja mit dass da ein Schuldgefühl ist und es geht mir eher darum einen bewertungsfreien Raum zu schaffen um wirklich auch offen und unvoreingenommen auf das schauen zu können was da eher passiert ist.

00:31:06: und dem Vater geht's ja auch nicht gut damit oder der Mutter?

00:31:13: kann man überhaupt Elternschaft ohne schlechtes Gewissen leben.

00:31:18: Was ist ein schlechtes Gewissen?

00:31:21: Nein, man kann ja nicht... Ich weiß nicht wahrscheinlich den anderen auch so gehen in den anderen Eltern aber ich habe immer das Gefühl es reicht nicht meinen Kindern gegenüber.

00:31:31: Ich könnte alles noch besser machen

00:31:34: und daraus resultiert dann schlechtes gewissen.

00:31:37: Ich würde sagen dass es also auf jeden Fall auch verstrickt mit deinem sehr hohen Anspruch an dich selbst.

00:31:43: Aber haben das nicht alle

00:31:45: Weiß ich nicht.

00:31:50: Wir haben bestimmt immer das Gefühl, dass es nicht reicht ist aber auch damit zu tun, dass wir ja die Kinder ganz viel abgeben.

00:31:56: Also hat ja auch was mit der Konstellation zu tun und nicht nur was mit dir sozusagen.

00:32:02: Und jetzt seid ihr getrennte Eltern schafft das noch mal anders?

00:32:05: Aber wie geben die Kinder lange in Einrichtung?

00:32:08: Das ist zum Beispiel auch etwas, was sich mit Eltern viel bespreche.

00:32:11: und wo's mir auch nicht darum geht ... dass Eltern sofort was verändern oder ein schlechtes Gewissen bekommen, weil die müssen ja arbeiten und auch meine Kinder waren in Einrichtungen.

00:32:21: Aber trotzdem hinzuspüren und zu fühlen ... Wenn mein Kind von halb neun bis halb fünf oder nur bis halbtrei in der Einrichtung ist, dann ist das ein richtiger Arbeitstag für so'n kleines Kerlchen!

00:32:33: Und sozusagen das Anzuerkennen, was Kinder da leisten nicht, weil sie's wollen oder weil es jetzt naturgemäß so isst sondern weil wir unser Leben so eingerichtet haben.

00:32:42: Und dann geht es nicht darum, eine Schuld zu vergrößern.

00:32:45: Sondern zu gucken wie kann ich die Zeit mit den Kindern habe?

00:32:50: Es gibt auch Eltern, die es verändern.

00:32:52: Corona hat da viel bewirkt.

00:32:54: Eltern sind sehr kreativ geworden in Corona und haben umjustiert und teilweise Homeoffice, Arbeitgeber usw.

00:33:04: Da ist ne ganze Menge passiert.

00:33:08: Aber mir geht's nicht darum, dass sie sofort was verändern.

00:33:11: Sondern die Zeit, die Sie mit den Kindern haben, genießen können und da auch spüren ... Ich nenne das Beziehungsinseln oder Verbindungsmomente.

00:33:22: Da bekommst du, wenn es gut läuft ein sattes Gefühl?

00:33:26: Dann können wir darüber sprechen, woran würdest du es merken, dass es gerade eine Verbindungsinsel ist oder eine Beziehungsinsell.

00:33:32: Woran?

00:33:34: Sag du mal!

00:33:36: Es gibt so seltene Momente von Frieden Wo ich nicht mehr im Kopf woanders bin, wo ich nicht schon bei den nächsten Stunden bin was alles gemacht werden muss oder ganz woanders gar nicht im Raum.

00:33:49: Das ist schon selten so eine echte achtsame Verbundenheit mit meinen

00:33:54: Kindern.

00:33:55: und was meinst du?

00:33:56: woran liegt das?

00:33:58: Na an meinem Alltag.

00:34:00: An deinem Alltag der so dicht

00:34:03: ist?

00:34:03: Der so gar nicht auf Kinder zugeschnitten ist.

00:34:05: also ich kann ja schlecht.

00:34:10: Ich bin frei beruflich, aber Menschen die fest angestellt sind, sind ja physisch faktisch daran gehindert anwesend zu sein.

00:34:19: Aber wenn ich die Kinder aus der Kita abholen um drei oder vier dann fällt es mir wahnsinnig schwer in diesen Modus sofort zu kommen und da bin ich mit ihnen zu Hause und irgendwie das Schneckenspiel spiele, denke ich parallel an tausend andere Sachen.

00:34:32: Manchmal gelingt mir, das nicht zu tun.

00:34:33: Dann ist es schön aber ...

00:34:35: Und kannst du mal so ein bisschen mit dem Vergrößerungsglas draufgefühlt?

00:34:38: An welchen Stellen gelingt dir das denn besser?

00:34:41: Also wann gelingt's dir besser?

00:34:43: Das ist schwer zu sagen.

00:34:45: Ich glaube, es hat ganz viel mit Tagesformen zu tun, ob es mir mental gelingt die Kraft aufzubringen, so stabil zu sein weil ich glaub, es bedarf viel Stabilität, die ganzen Sorgenplanungen Ängste nicht an sich ranzulassen.

00:35:02: Hast du so viele Sorgen und Ängste?

00:35:06: Ja, ich weiß jetzt nicht ob es überdurchschnittlich viele sind aber schon ein paar.

00:35:11: Ja also ich sag mal so Mein Raum steht dir offen Und wir könnten tatsächlich mal... Also Ich glaube dass es sich lohnen würde zu gucken weil das tatsächlich was ist was du jetzt gerade ansprichst So dieses parallel im Kopf woanders sein und Eltern sind oft dann Nicht in so einem Schuldgefühl oder einem schlechten Gewissen sondern eigentlich eher so betroffen davon, dass sie das gar nicht so ... Du kannst es ja jetzt schon sagen.

00:35:37: Aber dass die's gar nicht richtig merken und du sagst, es kommt keine Verbindung zustande.

00:35:44: Die Eltern mit denen ich arbeite, die sagen dann häufig, die Verbindung geht verloren.

00:35:49: Dann werden Sie ungeduldig.

00:35:51: Das ist fast wie eine Dissoziation.

00:35:55: Also du bist anwesend aber eigentlich nicht da.

00:35:58: Und das sind natürlich auch für deine Kinder schade.

00:36:01: Ich

00:36:02: habe ja nur vier Stunden am Tag mit denen.

00:36:03: Ja, und die Frage ist dann so... Und da müsste man eben oder da könnte man hinschauen und mal gucken ob es da Möglichkeiten gibt.

00:36:12: also ah wie willst du's gerne verändern?

00:36:14: B was führt dazu dass das jetzt so isst?

00:36:17: und dann auch zu gucken an welchen Stellen ist es denn anders?

00:36:20: was also?

00:36:21: wo könntest Du die Sorgen und die Ängste parken für diese Zeit?

00:36:24: weil die zeit wird ja trotzdem da?

00:36:28: Und wie könntest du schon morgens zum Beispiel, weil die Zeit mit den Kindern ist ja noch mal begrenzt da bei dir.

00:36:33: Also wie könntest du sozusagen die Kindertage oder die Kinderwochen?

00:36:36: Ich weiß nicht, wie ihr es aufgeteilt habt ... Morgenweise!

00:36:38: Ja so gestalten dass du da mehr mit den Beinen auf dem Boden bist und mit dem Herzen verankert bist in dem was du gerade tust.

00:36:48: Okay jetzt kannst Du Werbung machen für Deine Praxis und mir in drei Minuten erklären was es dafür Tricks gibt.

00:36:56: Das wäre eine ganz schlechte Werbung, wenn ich jetzt in drei Minuten Tipps geben würde.

00:37:01: Also Tipps finde ich eh ein bisschen schwierig.

00:37:03: Wie gesagt es sind Wirkungszusammenhänge und ich glaube es geht darum dass du.

00:37:11: Ich erinnere mich, dass wir da auch bei den Strafen schon mal darüber gesprochen haben.

00:37:14: Da hast du mir das auch schon erzählt, da ging es um den Stress am Morgen – ich weiß nicht ob du dich noch erinnerst!

00:37:19: Da hast Du gesagt, der Morgen ist immer so stressig und alle wollen was und Du stehst irgendwie in der Mitte und raufst Dir die Haare und weißt gar nicht, was Du zuerst machen sollst.

00:37:26: Und glaub mir mal bitte mit vier kleinen Kindern kenne ich diese Situation auch.

00:37:34: Es klingt banal.

00:37:35: Wir können über die Umsetzung sprechen.

00:37:38: Meine Eltern geben mir auch einen Tagesablauf, den gehen wir wirklich detailliert durch nicht im Kopf sondern auch von der Emotion her und von der Haltung her.

00:37:49: Es ist etwas was ja hinter

00:37:51: einander stattfindet Wie meinst du?

00:37:54: Unser Leben findet hintereinander statt.

00:37:56: Wir tun aber so als ob es gleichzeitig ist.

00:38:01: Also wir stehen erst auf oder wir wachen erst auf stehen dann auf Wir machen dann die ersten Schritte.

00:38:09: Es gibt eins nach dem anderen und wir leben aber in einer Welt, die sehr effizient ist oder sein soll.

00:38:18: Und wir sind auf Effizienz ausgerichtet.

00:38:21: Das heißt, wir trinken unseren Kaffee, schmieren dabei irgendwelche Brote für die Brotbox reden noch mit unserem Partner über den Tag und ziehen vielleicht noch nebenbei, rufen wir den Kinder noch zu.

00:38:33: Sie sollen sich anziehen.

00:38:34: Uns

00:38:34: ploppen schon die ersten Nachrichten am Handy auf?

00:38:36: Genau!

00:38:37: Und wenn ich nicht möchte dass so viel Gleichzeitigkeit passiert dann kann das ja kein anderer sortieren außer mir selbst.

00:38:45: Das heißt, es geht schon auch ein Stück um die Frage möchtest du was verändern?

00:38:49: Es spreche ich nicht jetzt persönlich.

00:38:51: Aber ja, möchtes du etwas verändern?

00:38:53: und was hilft dir auch?

00:38:54: also Du kannst auch nur experimentieren und glaub mir Es wird ruhiger in dir.

00:39:01: Also wenn du das alles erzählst merke ich richtig so wie wie in mir schon sozusagen Die unruhe die du in deinem System zu haben, scheinst irgendwie ankommt.

00:39:12: Und ich glaube es geht ja nicht darum dass du in Buddha bist und runter gefahren bist.

00:39:16: uns geht auch oft nicht so viel um Zeit sondern es geht darum wie wir die zeit nutzen und wie wird es schaffen eben wirklich In einer bewusstheit zu sein das wir jetzt mit den Kindern zusammen sind und da gibt's ganz viele abstufungen.

00:39:33: also es gibt wirklich Situation wahrscheinlich, die du auch kennst.

00:39:37: Wo man einen stressigen Tag hat und wo man irgendwie völlig unangebunden mit sich selbst ist, wo man gar nicht merkt dass man überhaupt atmet.

00:39:46: Und dann gibt es wieder Tage da gelingt das ganz gut.

00:39:48: Da ist man vielleicht so in so eine Mitteldinge, dass man immer wieder Möglichkeiten hat sich reinzuholen.

00:39:53: und dann gibt's aber auch Tage die einem richtig gut gelingen, wo Man irgendwie sagt Mensch ich war heute ein Stück konsequent mit mir selbst.

00:40:01: Wie meinst du das?

00:40:02: Naja, dass ich eben wenn ich mir sage... also ich bleibe jetzt mal bei mir.

00:40:08: Es gab eine Zeit da hatten wir einen sehr frühen Tagesablauf.

00:40:13: Dieser Tagesablauf hieß um viertel nach fünf aufzustehen mich selbst fertig zu machen dann die Kinder anzuziehen das Frühstück zum Machen Dann mit den Kindern zu frühstücken und um sieben das Haus zu verlassen.

00:40:26: Um vierte nach sieben kamen die da Dann an in der Kita, da muss man ja auch noch mal ein bisschen Zeit einrechnen.

00:40:33: Man kann ja nicht nur abgeben.

00:40:35: und dann bin ich zu meiner eigenen Arbeit gefahren.

00:40:38: Und diese Zeit habe ich gedacht könnte ich ein bisschen effizienter gestalten indem die Zeit des Frühstücks in die Kita lege.

00:40:46: Also ich dachte, wenn wir nach fünf aufstehen ist jetzt also...

00:40:51: Unsexy!

00:40:53: Genau, schlafe gerne lange und viel wie auch immer.

00:40:56: Man ist ja eher erschöpft als Elternteil.

00:40:59: Und dann hab ich das ... haben wir das so besprochen?

00:41:02: Das hatte aber dann, es war noch Winter, hatte dann zur Folge die Kinder haben das alles mitgemacht.

00:41:09: Wir haben die um, weiß ich nicht halb sieben oder sowas geweckt, haben die gefühlt noch im Bett angezogen, haben in die Stiefel hingestellt, in die Jacke rein mit Reißverschluss zu ... kaput zu über ins Auto gepackt und haben die quasi, also ich hab sie in die Kita gekart.

00:41:26: Und habe sie gefühlt wenn ich jetzt so drüber nachdenke.

00:41:28: Ich erzähle es jetzt ein bisschen poientiert aber so habe ich's dann auch wahrgenommen in die Kita gekart noch halbschlafend ja?

00:41:36: Und dann Nachmittags um vierzehn Uhr wieder abgeholt und das haben irgendwie... Also was ich gemerkt habe ist dass die Kinder total unzufrieden waren und ich selbst auch weiß ich gar nicht, so nörgelig geworden.

00:41:50: Ich bin mit mir selbst nörgelig

00:41:52: geworden.".

00:41:52: Ich dachte ja es ist effizient!

00:41:54: Ich kann länger schlafen.

00:41:55: das Ziel hatte ich erreicht aber ich habe morgens überhaupt nicht gewusst was die Kinder beschäftigt.

00:42:00: Ich hab nicht gewusst wie haben sie geschlafen?

00:42:02: Ich habe die kaum mit offenen Augen gesehen.

00:42:04: Ich war überhaupt nicht ansprechbar.

00:42:06: Es ist alles zack-zak-zack gegangen.

00:42:08: Ja ich bin auf meiner Arbeit angekommen und war dann selbst auch erstmal irgendwie da So und dann am Nachmittag haben wir angedockt, aber ich war irgendwie uns zufrieden.

00:42:18: Es war nicht näherend und die Kinder wurden eben auch mäkelig und ich bin irgendwie froh dass wir das bemerkt haben weil wir haben dann sozusagen nochmal das uns angeguckt haben geguckt warum ist es so?

00:42:30: Und haben festgestellt es gibt keine Beziehungsinseln morgens.

00:42:34: Und das ist was, was ich heute aus meiner Erfahrung auch Eltern immer mal wieder mitgebe.

00:42:38: Dass wir über den Morgen sprechen und gucken wie starten wir zusammen in den Tag?

00:42:41: Und unter Umständen eben auch... Das was ich gerade gesagt habe, also diese Gleichzeitigkeit morgens, wann stehe ich auf, wann zieh' ich mich an, wann bin ich dann für die Kinder da, dass ich das eben selbst durchlebt habe diesen Prozess zu verstehen.

00:42:56: Das ist vielleicht früh, aber wenn man dann mal wach ist es auch gut.

00:42:59: Ich muss halt für mich gucken wie werde ich wach?

00:43:01: Aber viertel nach fünf war für eine gewisse Zeit eine wichtige Zeit um aufzustehen zu mir zu kommen.

00:43:08: Auch vielleicht schonmal das habe ich damals noch nicht gemacht weil ich da angestellt war noch Mails zu checken und so weiter.

00:43:14: Da war ich noch nicht selbstständig.

00:43:16: Das ist ja dann eben auch immer nochmal was selbst unständig, aber da war ich angestellter ging dass.

00:43:22: Aber das war wirklich eine so wichtige Erfahrung.

00:43:25: dann morgens mit mehr Zeit, aber auch mit der Frage wie nutzen wir diese Zeit?

00:43:31: Mit mehr Ruhe an den Frühstückstisch zu treten und uns zusammenzusetzen eine Kerze anzuzünden.

00:43:37: Und zumindest für ne Viertelstunde da zu sitzen und zu hören, wie habt ihr geschlafen?

00:43:42: Wie ist es euch ergangen?

00:43:43: Wann sehen wir uns heute wieder?

00:43:44: was steht heute an?

00:43:46: Das ist wie so ein Plateau sozusagen wo man gemeinsam emotional startet und das ist heute noch in unserer Familie ein ganz wichtiges Eine ganz wichtige Zeit, ob man Samstag zusammen ist und man entbruncht.

00:43:59: Aber dieses Gemeinsam in den Tag zu starten, sich mal gesehen zu haben, das ist ein wichtiger Anker um gut in den tag zu kommen Kann dir jetzt nur von meinen Erfahrungen erzählen.

00:44:12: Aber das war eben etwas, mich selbst und auch die Umgebung, die Konstellationen, die Kinder immer wieder aufmerksam und bewusst zu beobachten und auch reinzuspüren.

00:44:21: wie fühlt sich es an?

00:44:23: Und dann eine Entscheidung zu treffen oder auch zu merken.

00:44:25: ich möchte das so nicht mehr.

00:44:27: Wie möchte ich's denn dann und was könnte da helfen?

00:44:29: Dann haben wir es experimentiert.

00:44:31: Ja also deswegen gibt es keine Tipps und keine Lösung.

00:44:33: Ich kann dir nur sagen Du kannst es für dich sortieren oder wir sortieren sondern kannst du ausprobieren.

00:44:38: Das hätte auch ein bisschen was mit Selbstdisziplin zu tun.

00:44:42: Wenn die Lösung ist, ja ich stehe halt eine Stunde vor meinen Kids auf...

00:44:45: Es hat auch etwas mit Selbst Disziplinen beziehungsweise... Ich habe ja gesagt konsequent mit sich selbst zu sein aber eben auch einer Form von Verantwortung, wenn ich es anders machen möchte.

00:44:57: Und du glaubst nicht wie oft ich mich geärgert habe dass ich dann eben doch wieder in Situationen gekommen bin zum Beispiel abends das schlafen gehen wir sind die ersten mit vier Kindern gewesen die vom Spielplatz weggegangen sind weil wir eben noch ein bisschen längere Abendrunde hatten und wenn ich mich dann doch habe hinreißen lassen zu sagen wir bleiben länger dann immer wieder die Erfahrung zu machen.

00:45:18: Also ich habe sie nicht so oft gemacht, aber doch immer mal wieder dass ich dann auf den Zahnfleisch laufe und das ich dann nicht mehr die Mutter bin, die ich gerne sein möchte.

00:45:26: also das was du auch beschreibst ne?

00:45:28: Dass ich in eine Überforderung komme, die eben aus einer fehlenden Batterie, aus einer fehlenen Energie einfach da ist auch daraus Schlüsse zu ziehen und eben Verbindungen auf dem Spielplatz zu kappen.

00:45:40: Und so sagen, ich möchte jetzt gehen ja und sich dem nicht hinzugeben was auch nicht wie gesagt nicht immer gelungen ist es ja auch nicht immer die Vollkatastrophe gewesen.

00:45:49: aber in diesem Spannungsraum bewegen wir

00:45:51: uns.

00:45:53: Ich habe das Gefühl ich hab vergessen dass die Mikros laufen.

00:45:56: Ich nehme da, glaube ich sehr viel mit.

00:45:58: Ich könnte jetzt auch noch eine Stunde weiter, wenn das der Standardsatz ist von Podcast Hosts zum Ende einer Folge und meine ich das aber ernst.

00:46:05: Wir haben zum Glück noch die Zusatzfolge.

00:46:08: Da können wir gleich noch ein paar offene Fragen von mir klären.

00:46:11: Da geht es dann richtig tief

00:46:12: rein Für alle Hörerinnen und Hörern da draußen, dass ich jetzt das hier genutzt habe für meinen ganz privaten Interessen.

00:46:17: Aber ich hoffe, dass alle ein bisschen was mitgenommen haben.

00:46:21: Davon bin ich überzeugt weil ich hab sehr viel Mitgenommen.

00:46:23: Danke Katja!

00:46:24: Für deine Zeit erstmal

00:46:25: Wir sprechen

00:46:26: gleich nochmal in der Zusatzfolge.

00:46:28: Sehr gerne und ich will noch eine Sache ergänzen, du darfst nicht vergessen dass der Unterschied jetzt auch zwischen unserem Setting und dem Setting was die Eltern ja wählen wenn sie zu mir kommen tatsächlich diese Wahlfreiheit ist.

00:46:37: also Eltern haben sich ja schon entschieden sie wollen etwas verändern.

00:46:40: Das heißt nicht das du dich nicht entschieden hast aber du hast ja jetzt sozusagen aus einem Interview raus gefragt und nicht aus einem Interesse.

00:46:47: Ich habe ein Problem Also, ein

00:46:50: bisschen schon.

00:46:51: Ich hab versucht das zu verstehen...

00:46:52: Deswegen hast du mich eingeladen!

00:46:53: Okay, verstehe.

00:46:55: Unter anderem über dein Podcast, deinen Bücher, deine Praxis können alle Interessierten gerne in den Show-Notes mehr lesen.

00:47:05: Die könnt ihr bei Instagram folgen.

00:47:07: Wie immer bei Anregungen, Fragen, Kritik könnt ihr auch in der Polymoo App unter der Folge alles kommentieren und fragen was ihr möchtet oder bei Instagram bei Tegestriftunterstrich Podcast.

00:47:18: Ich hoffe, euch hat die Folge so gefallen wie mir.

00:47:20: Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr gleich noch in die Zusatzfolge reinhört.

00:47:24: und kaltee wir hören uns gleich.

00:47:26: Vielen Dank, dass du gekommen bist.

00:47:27: Vielen dank für deine Zeit!

00:47:28: Sehr gerne, danke dir!

00:47:29: Bis später und alle da draußen.

00:47:31: Danke schön fürs Zuhören.

00:47:32: Ciao ciao!

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