Tigges trifft Marina Hoermanseder in ihrem Garten
Shownotes
Die kompletten Videofolgen gibt es werbefrei schon eine Woche früher bei Podimo. Dort findest du außerdem zu jeder Folge noch eine exklusive Bonusfolge, in der sich die Gäste Sebastians spicy Schnellfragen stellen: https://podimo.de/tiggestrifft_open
Sebastian Tigges trifft Modedesignerin Marina Hoermanseder in ihrem Garten. Sie sprechen über Marinas extremen Schaffensdrang und warum sie paradoxerweise nur beim Arbeiten mit den Händen in der Erde echte Ruhe vor ihrem Handy findet . Marina gewährt ehrliche Einblicke in ihren Werdegang zwischen Schauspielschule, Wirtschaftsstudium und dem Moment, als ihr Berliner Wohnzimmer über Nacht zum Atelier wurde . Zudem teilt sie Anekdoten aus ihrer Zeit bei Alexander McQueen und spricht offen über die Herausforderung, gleichzeitig hingebungsvolle Mutter und toughe Geschäftsfrau zu sein.
„tigges trifft“ ist ein Podcast produziert von Podimo mit Host Sebastian Tigges (@tigges).
Jeden Dienstag gibt es eine neue Folge, in der Sebastian Tigges Persönlichkeiten an ihre ganz persönlichen Schicksalsorte begleitet. Abonniere den Podcast jetzt bei Podimo, um keine neue Folge zu verpassen!
Mehr Insights auf Instagram: @tiggestrifft_podcast
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Transkript anzeigen
00:00:00: Man tritt aus dem Haus und steht sofort in einer Welt, die sich wie eine grüne Umarmung anfühlt.
00:00:05: Es riecht nach frisch gemähtem Gras, nach dem süßen schweren Duft von Pfingstrosen und nach feuchter Erde.
00:00:11: Während die Stadt draußen polisiert scheint hier die Zeit in den dichten Blättern der alten Bäume hängen zu bleiben.
00:00:17: Es ist kein klinisch perfekter Park sondern ein lebendiger Ort!
00:00:21: Man sieht die Spuren von zwei Kindern – ein vergessenes Spielzeug im hohen Gras unter zwischen akkuraten Linien, die Mariners Liebe zum Design verraten.
00:00:29: Das Licht fällt in weichen Flecken durch das Blätterdach auf den Boden.
00:00:32: Und das einzige Geräusch ist das Summen der Bienen und das gelegentliche Rascheln der Hecken.
00:00:41: So, herzlich willkommen zurück bei Teges Trift!
00:00:44: Heute ist Dienstag.
00:00:45: heute geht euer Podcast oder Lieblingspodcast eine neue Runde und ich freue mich sehr Auf den heutigen Gas und zwar sitzt mir gegenüber Marina Herrmanns-Eder.
00:00:55: Hallo
00:00:55: Ich freu mich dazu sein.
00:00:56: Danke
00:00:57: Schön dass du gekommen bist.
00:01:00: Für die wenigen die dich nicht kennen Du bist wahrscheinlich die berühmte, ja erfolgreichste...
00:01:07: Ich glaube es ist ganz rot.
00:01:08: Das sieht man gar nicht!
00:01:09: ...schöneste schlauste Fashion-Design in
00:01:11: Deutschland.
00:01:12: Boah herr, auf!
00:01:12: Sieh wirklich ganz Rot.
00:01:13: Aber es ist schön, dass ein Gespräch so begonnen wird.
00:01:15: Danke.
00:01:15: Ja oder?
00:01:16: Ja und da geht das Ego gleich nach oben.
00:01:19: Wie geht's?
00:01:19: Gut, danke!
00:01:21: Du bist ein bisschen zu spät gekommen aber du bist mit so einer Freundlichkeit zu späht gekommen, also ich kann dir gar nicht sauer sein.
00:01:27: Vielen, vielen Dank.
00:01:29: Ich bin leider immer zu spät und ich hab das jetzt auch grad meiner Freundin am Telefon.
00:01:32: Ich hab gesagt, mein Gott, irgendwann müssen's alle verstehen!
00:01:34: Ich komm einfach immer zu Spät.
00:01:35: Das muss man irgendwann so ein bisschen mit einrechnen... Ja?
00:01:38: Du hast übrigens meinen Namen in Doppelengeschrieben geschrieben mit allem einen.
00:01:40: Aber das verzeih ich dir was.
00:01:42: Ich war zu späht, du hast meinen Namen falsch geschrieben also sind wir quitt.
00:01:45: Warum kriegst du es nicht hinpünktlich zu
00:01:47: sein?!
00:01:49: Die Frage hat man mir noch nie gestellt.
00:01:52: Weil ... Es ist ganz witzig der Zwitser drüber sprechen weil ich habe am Wochenende, er hat mich ein Freund im Berlin besucht Der wohnt auf Mallorca mittlerweile.
00:02:00: Und wir hatten nur so zwei Stunden, meine Eltern waren da und die haben auf meine Kinder aufgepasst... ...und ich habe dem gesagt oder er hat... Ich hab ihn gefragt, welche Uhrzeit passt der?
00:02:11: Dann habe ich meine Eltern auf siebzehn Uhr zu mir nach Hause bestellt oder auf kurz vor war dann am Treffpunkt um siebzen Uhr und dann kamen den nicht und dann bin ich schon ein bisschen sauer wieder Weggegangen tatsächlich, weil
00:02:23: ich
00:02:25: schon gewartet habe.
00:02:26: Und dann hat er angerufen und gesagt, sorry, ich hab mich verquatscht in Kreuzberg!
00:02:29: Ich bin in zwanzig Minuten da.
00:02:31: Noch mal zwanziger Minuten?
00:02:32: Da kam der vierzig Minuten zu spät einer meiner engsten Freunde und ich war wirklich richtig sauer und ich kann das dann auch nicht...ich finde so Umpünktlichkeit ist für...ne, aber lasst uns gerne darüber reden wie du damit umgehst auf dem anderen Seite des Umpünktlichkeit empfindet.
00:02:48: Wie findest du das selbst, wenn jemand umpünftig ist?
00:02:50: Genau!
00:02:51: Also ich bin halt auch sehr, sehr... Ich bin unglaublich genädig und deswegen erwarte ich die Gnade glaube ich auch zurück weil ich bin auch so Du kannst mir fünf Minuten bevor wir uns treffen kannst du mir auch noch absagen und es ist für mich tatsächlich okay.
00:03:02: Dann bist du
00:03:03: froh wahrscheinlich.
00:03:04: Manchmal, ja tatsächlich.
00:03:05: Ich bin dann wirklich so, wo ich mir denke, okay da mache ich jetzt was anderes und aber dieses Verständnis erwarte ich dann im Gegenzug und das ist glaube ich das Schwierige.
00:03:12: also weil ich bekomme oft nicht das Verständnis was ich jemandem anderen eigentlich entgegenbringen würde.
00:03:17: Aber Umpünktlichkeit!
00:03:19: Ich fahr zu spät los, ich vergesse etwas, ich komme drauf Da noch schnell hier, renne nochmal runter.
00:03:26: Also definitiv, weil ich einfach auch zu spät bin.
00:03:28: Ich fahre zu späht los und dann ist aber auch Verkehr und ich kann mich noch nicht immer daran gewöhnen dass irgendwie Berlin so groß ist.
00:03:35: Und es einfach so lange dauert.
00:03:36: wie kann ich eine Stunde durch eine Stadt fahren?
00:03:38: Ja
00:03:39: das ist ne große Stadt!
00:03:40: Ja ich komme aus einem kleinen behüteten Wien da brauchst du eine Viertelstunde von A nach B... Aber so, dauert einfach alles zu lang und hat's auch noch geregnet.
00:03:48: Aber
00:03:48: du bist ja jetzt schon ein Wein in Berlin
00:03:49: oder?!
00:03:50: Ja, schon dreizehn Jahre.
00:03:51: Aber es gibt Dinge an die will man sich auch einfach nicht gewöhnen und ich sage auch im Supermarkt nicht das T-Wort!
00:03:55: Es ist ein Sackal.
00:03:58: Die Tasche sagst du nicht oder was?
00:04:00: Die... ...Tüte.
00:04:02: Das kommt dir nicht
00:04:03: relem.
00:04:03: Nein, das sage ich nicht.
00:04:05: Das ist ja das Süße an Wienern, dass sie so ganz eigene Worte für Sachen haben, die man auch nicht zum Nachvollziehen kann.
00:04:11: Okay aber ich habe mal einen Video gesehen, fand ich eigentlich einen guten Take von einem Instagramer.
00:04:18: der hat gesagt Der beschäftigt sich so mit Stil im weiteren Sinne und der hat gesagt, es gibt ja kaum etwas was respektloser sein gegenüber ist als zu spät zu kommen.
00:04:31: Weil man den anderen warten lässt und der könnte in der Zeit auch was anderes machen.
00:04:35: Ja, auf der anderen Seite in Wien gibt es akademische Viertelstunde.
00:04:38: Ich war heute elf Minuten zu spät und
00:04:39: zwar genau
00:04:40: in der akademischen Viertellstunde!
00:04:42: Ich bin Akademikerin ja?
00:04:44: Und dementsprechend ist das völlig eine Ordnung dass ich...
00:04:47: Nein, so bin ich auch groß geworden.
00:04:48: In viertel stunden, ich rede jetzt nicht über die Unpünktlichkeit, die du heute einen Tag legt hast, sondern eher mich interessiert wie du.
00:04:52: Sondern ein Blick drauf ist so grundsätzlich.
00:04:54: Ja also vierzig Minuten finde ich schon... Das
00:04:56: ist krass oder?
00:04:56: Ja, das ist krasser.
00:04:57: Also vierzig
00:04:58: minuten da würde ich gar nicht mehr erwarten, dass die Person kommt.
00:05:01: Das perfide war ja, der hat nach zehn, fünfzehn Minuten gesagt.
00:05:03: Ich komm dann jetzt gleich in zwanzig Minuten.
00:05:06: Wenn er sich einfach gar nicht mehr gemeldet hätte, wäre ich natürlich auch gegangen.
00:05:10: Na reden wir über was anderes!
00:05:11: Du hast ein Ort mitgebracht, so wie das alle Gäste hier tun und wir haben uns mal die Mühe gemacht, da haben den Ort, den du mitgebracht hast, immer so ein bisschen versucht zu umschreiben... ...in einer schönen Prosa.
00:05:21: und dir les' ich das jetzt vor und du sagst dann ob es den Kern trifft?
00:05:25: Ich hab mich gefragt, ob das unkreativ war mein Ort, ob des so... naja weil irgendwie beschreibst du ja dann auch so diesen Ort, so ein bisschen wo alles begann.
00:05:35: Habe ich mir gedacht so?
00:05:36: Ich weiß nicht ob da alles begannen aber vielleicht irgendwie auch doch.
00:05:40: Vielleicht schon... Aber beschreib mal meinen Ort!
00:05:42: Ja das interessiert mich dann auch.
00:05:44: Man tritt aus dem Haus und steht sofort in einer Welt die sich wie eine Grünumarmung anfühlt.
00:05:49: Es riecht nach frisch gemähtem Gras Nach dem süßen schweren Duft von Pfingstrosen Und nach feuchter Erde.
00:05:55: Während die Stadt draußen pulsiert scheint hier Zeit in den dichten Blättern der alten Bäume hängen zu bleiben.
00:06:01: Es ist kein klinisch perfekter Park, sondern ein lebendiger Ort!
00:06:04: Man sieht die Spuren von zwei Kindern – ein vergessenes Spielzeug im hohen Gras und dazwischen die akkuraten Linien, die Mariners Liebe zum Design verraten.
00:06:13: Das Licht fällt in weichen Flecken durch das Betterdach auf dem Boden und das einzige Geräusch ist das Summen der Bienen und das gelegentliche Rascheln der Hecken.
00:06:21: Paar...
00:06:24: Was?
00:06:25: Was sagst du?
00:06:27: Ja schön, er zieht sich eher rührend.
00:06:30: Wir rühren jetzt fast die Tränen jetzt in die Augen, weil es ist so... Es ist zu rührend und viele Dinge haben mich auch so abgeholt.
00:06:38: Das macht mich wahnsinnig, dass ich keine Pfingstrosen habe!
00:06:41: Ich habe unfassbar viele Hortensien, aber Pfingstrosen fehlen mir und das macht mich... Die sind auch schwierig.
00:06:47: Also die brauchen wirklich eine ganz besondere pH-Wert im Boden.
00:06:51: Und Pfingstrosen sind echt so ein bisschen Königsdisziplin und irgendwann möchte ich soweit kommen dass ich mehr auf Pfingsterosenschneiden kann weil ich dann so viele hab' dass man es auch gar nicht merkt wenn welche abgeschnitten wurden.
00:07:00: also die Pfingstrußen waren der erste Stich ins Herz.
00:07:03: und dann zu den Spuren der Kinder.
00:07:06: Das ist so das Emotionale gerade im Garten und auch in einem Haus Weil ein Garten wär nicht das ohne das Leben, ohne den Hund, der irgendwie das kaputt macht.
00:07:14: Wo man sich ärgert, dass er da irgendwie gebuddelt hat und die Kinder, denen irgendwie das zertreten und da das Spielzeug und da spielen... Das ist so sehr auch die Identität meiner Kinder und der Familie und des Hundes.
00:07:27: ich bin selber in einem Garten groß geworden Und diese grüne Umarmung, das is wirklich so.
00:07:33: Ich freu mich über Dinge, die ich manchmal auf Freunden zu erklären muss, sie das dann nicht verstehen Blatt, was noch eingerollt ist und was irgendwie so kommen wird.
00:07:43: Das ist eine Gratifikation die man bekommt selber weil man sich auch um diesen Garten kümmert und weil er weitergeht und weil der lebt und weil es sich verändert.
00:07:53: Und ich glaube das wichtigste im Garten für mich ist wenn ich am Garten arbeite kann ich kein Handy in der Hand haben.
00:08:02: Ich habe immer mein Handy in den Hand und ich mache immer und für mich gibt's nichts Schlimmeres als... Also ich war zum Beispiel noch nie in Berlin in diesem Wabali Weil da Handy verboten ist.
00:08:10: Ich gehe nirgendwo hin, wo ich kein Hand in der Hand haben darf.
00:08:12: Also warum gehe ich wohin?
00:08:14: Wo ich nervös werde, weil ich nicht weiß was um mein Handy los ist und weil ich auch keine Beschäftigung bin.
00:08:18: Ich kann keine Ruhe finden, weil... ...ich dann nicht produktiv bin Und Produktivität ist bei mir natürlich oft mit meiner Arbeit verbunden.
00:08:28: oder halt etwas machen, etwas schaffen, etwas gestalten und im Garten bin ich produktiv Kann aber das andere nicht machen und bin so mit in einer anderen Welt als in der, in der ich normalerweise sein muss.
00:08:41: Und Hände in der Erde, Ergo produktiv aber unproduktiv und deswegen ist mein Garten meinen Ort.
00:08:49: Warum musst du immer produktiv sein?
00:08:50: Ich weiß es nicht!
00:08:51: Ich habe das irgendwie so... In mir, ich muss immer irgendwas machen.
00:08:57: Wann schon immer so?
00:08:58: Immer so, immer so.
00:08:59: also ich glaube Es ist sicher auch so eine Prägung, so eine Erziehungssache.
00:09:03: Man steht nicht still, man macht irgendwas, man schafft was.
00:09:06: Man ruht sich nicht auf dem Aus, was man davor gemacht hat weil es eben etwas Neues zu tun gibt und das ist halt auch so... Ich weiß im letzten Sommer oder sowas mein Vater da hat gekehrt im Garten gekehrd gefegt im Gaten und ich weiß noch irgendwie dass der Pauline gefragt hat ja kann ich dir helfen?
00:09:24: Und mein Vater war so.
00:09:26: nein wie du weißt Arbeit belastet mich nicht.
00:09:29: Und damit bin ich aufgewachsen, es gibt immer was zu tun.
00:09:35: Hast du das immer als positiv erlebt oder auch mal irgendwie als Druck?
00:09:39: Ich erlebe das als total positiv.
00:09:41: und was tun ist ja nicht immer nur jetzt irgendwie Ex-Literbellen machen sondern was tun is eben auch etwas Neues einsetzen die Küche neu streichen den Kleiderschrank ausmisten und wieder neu ordnen immer irgendwas verändern irgendwas tun Das ist für mich Produktivitätarbeit.
00:09:58: Ich kann nicht sitzen, ich kann nicht sitzen und irgendwie schauen und nichts tun.
00:10:06: Und wenn du mal Olaf machst?
00:10:09: Marjola mach ja auch was.
00:10:10: aber da mache ich irgendwas dann nehme mich mir irgendwie Freundschaftsbeänderung zum Knüpfen oder Perlen oder dann nehme ich mir irgendwas mit etwas zu tun ist und ich lieg zwar auch gerne in der Sonne Aber es ist dann trotzdem mit den Kindern irgendwie was machen nämlich Krebs gefangen und irgendwie irgendwas bauen und so.
00:10:24: also irgendwas gibt's halt immer zu tun Obwohl ich auch für ein grundgechilder Mensch bin.
00:10:30: Also ich mach die Dinge da nicht und das muss auch keiner mitmachen.
00:10:33: Ich mache Dinge nicht irgendwie um zu performen, sondern weil ich mich so am Ergebnis von Dingen erfreue... ...und weil auch so das Machen selber mir so viel
00:10:45: gibt.".
00:10:45: Und wann hast du gemerkt dass dieser Schaffensdrang bei dir vielleicht besser einen kreativen Output nimmt als Du hast glaube ich Wirtschaft studiert oder?
00:10:54: Ja Was hast du denn dabei gedacht?
00:10:57: Ich wusste das ja schon vorher.
00:10:59: Allein in meinem Kinderzimmer, meine Schwester hat das perfekt aufgeräumte Kinderzimmel und bei mir so alles was ich am Boden gefunden habe wurde an die Wand genagelt und es sah ganz schlimm aus weil ich wollte nicht aufräumen, dann hab ich wirklich alles an die Wande gemacht damit es weg vom Boden ist und damit aufgeräuscht war War richtig schier.
00:11:26: Mit
00:11:27: der Maschine?
00:11:27: Meine Mutter hatte eine alte Pfaff-Nähmaschine gehabt, die gar nichts konnte, wie ich nur nähen.
00:11:32: Meine Mutter hat immer unsere Faschingskostüme gemacht.
00:11:34: Wir durften uns jedes Jahr aussuchen, was wir im Fasching gehen wollten und meine Mutter hat es dann selber für uns gemacht.
00:11:38: Was hast du da so ausgesucht?
00:11:40: Also alles von einer... Alge vom Regenbogenfisch, völlig random.
00:11:46: Ich war damals schon ganz zurückhaltend und wollte nicht der Regenbornfisch einfach mal die Alge sein.
00:11:55: Früher waren die Kostüme politisch auch gar nicht so korrekt.
00:11:59: Also ich habe einen kinesen Kostüm zu Hause.
00:12:03: Wahnsinn!
00:12:03: Wurde mir dann gemacht oder eine Fee und eine Blattfee.
00:12:07: Ich kann mich erinnern.
00:12:08: Bezaubernde Genie.
00:12:09: Das ist mein Lieblingskostüm.
00:12:13: Das ist so eine Serie, die kennen wahrscheinlich die jungen Hörer.
00:12:15: Beste Serie, das gibt mit ihrem Marschel und dann... Also das... Und so habe ich halt das Nähen begonnen und es war zwar schier.
00:12:24: Du hast dir denn die Maschine genommen von deiner Mutter an?
00:12:26: Hast du gesagt, jetzt mache ich das mal?
00:12:27: Genau!
00:12:27: Dann habe ich das gemacht und es waren mir auch egal dass nicht schön war.
00:12:30: Es war einfach irgendwie dann was Fertiges und da hab' ich für mich..
00:12:35: Was hast du denn genäht zum Beispiel?
00:12:36: So Puppentaschen Ja, da bin ich immer in so einem.
00:12:41: Hast du dir selbst beigebracht oder hat dein Mutter dir das beigebracht?
00:12:43: Sie hat mir schon beigebracht, wie es geht.
00:12:45: Aber alles andere habe ich dann selber gemacht und ich fand's ganz geil!
00:12:48: Ich hab mich auch damals schon diese Burdamagazine gekauft mit den Schnitten und so... Und ich kannte mich halt null aus.
00:12:53: aber ich hab's halt irgendwie zusammengeschursert und habe das echt genossen einfach aus einem Stück Stoff oder nur mit deinen Händen etwas zu machen.
00:13:04: Und dann bin ich aber kurz abgedriftet, weil in der Schule immer Theater-Schauspiel gemacht.
00:13:10: Ich habe es geliebt und wollte dann tatsächlich Theater-Schauspielerin werden.
00:13:14: Auch das war nicht so ganz sanktionsfrei wie für meinen Eltern, da wurde ich halt ein bisschen an einer kürzeren Leine gehalten.
00:13:20: So bitte jetzt machst du Schauspiel, kannst du schauen, wie du da klarkommst auch ohne Job oder Schauspielen machen.
00:13:28: Also
00:13:28: da wurde Geld gestrichen?
00:13:29: Genau!
00:13:33: nach der Matura und hab dann auch auf der Straße mit meiner Schauspielgruppe von damals, von der Uni auch kleine Sketches aufgeführt um dann irgendwie auch so Geld zu sammeln und dann irgendwie so Pizza gemeinsam essen zu gehen.
00:13:45: Warte mal du hast Abi gemacht und hast gesagt so jetzt werde ich
00:13:46: Matura!
00:13:47: Ja
00:13:48: Matura, Entschuldigung.
00:13:50: Und dann...
00:13:50: Habe ich gesagt ihr wird Schauspielerin?
00:13:53: Dann
00:13:53: hast du mit deinen Schauspieckkolleginnen ein bisschen über die Straße und hast da was aufgefühlt.
00:13:58: Aber
00:13:58: hattest du auch im Theater also irgendwelche Jobs an Theater?
00:14:05: Nein,
00:14:05: ich hab schon ein Jahr gemacht.
00:14:07: Ich war ein Jahr in der Schauspiel-Ausbildung in Wien und ...
00:14:12: Und deine Eltern haben das Geld gekürzt.
00:14:14: Genau.
00:14:14: Wir haben gesagt, wenn du das machen willst, dann gerne aber ohne unsere finanziellen Unterstützung.
00:14:18: Ja genau!
00:14:19: Das war der über
00:14:20: egal.
00:14:21: Genau, es war mir egal.
00:14:22: Ich wollte immer sagen, egal.
00:14:23: Das Ding ist am Ende habe ich trotzdem auch gut gelebt.
00:14:26: Es war jetzt nicht gar keine Unterstützung.
00:14:29: Trotzdem, es war halt nicht so dass ich das was ich gewöhnt war zu Hause.
00:14:32: Dass der Kuscheln voll war und so, dass es einfach so weiter geht irgendwie in dem Ausmaß Und leider hat mir aber dann meine Schauspiel-Ausbildung in dem einen Jahr diesen Traumschauspiel ein bisschen kaputt gemacht, weil ich dachte, ich komme hin und ich habe auch im Improvisationstheater geliebt.
00:14:47: Also am liebsten so Standup Comedy hätte ich gemacht.
00:14:50: Aber es war dann anders!
00:14:51: Ich hab dann irgendwie Bewegungslehre und ich bin also ein bisschen grobmotoriker... also die Bewegung ist nicht so ganz meins.
00:15:02: Scheinwerfer am Bauch zu haben und Sachen an die Wand irgendwie zum Reihen.
00:15:06: Und da wurde mir dann halt gesagt, ich bin nicht talentiert in der Bewegungslehre und in diesen Dingen.
00:15:12: Das war leider zu theoretisch die ganze Ausbildung.
00:15:15: Die ganzen Zungen-Übungen das Ganze.
00:15:17: Das waren nicht marinerstellig hin und mach einfach.
00:15:20: Das hat mich irgendwie... das hat mir dann die Freude dringend genommen.
00:15:22: Dann habe ich nach einem Jahr gesagt, so liebe Eltern es ist jetzt nicht tauschspielig, will jetzt Mode machen!
00:15:27: Also das Korsett Schauspielerischen Einengung hatte ich dann zur Mode gebraucht.
00:15:33: Genau, der Scheinwerfer am Bauch habe ich mir gedacht!
00:15:37: Und da haben deine Eltern gesagt ah cool?
00:15:39: Nein, da haben sie auch nicht gesagt cool, sie haben gesagt neb hier sicherlich du machst es nicht so.
00:15:45: das zweite Brotlose Du studierst jetzt Wirtschaft und da war der Deal eben mit meinem Papa dass ich den ersten Hauptschnitt von der WU mache also von der Wirtschaftsunihe Meine Magister sozusagen, sondern nicht Magister.
00:15:58: Nur ersten Abschnitt hat er gesagt und das habe ich dann auch gemacht.
00:16:01: und da das aber ein bisschen so nix fertiges war weil es damals gab noch kein Bachelor Studium hab ich gesagt okay ich mache jetzt auch noch den Magister fertig.
00:16:11: Dafür darf ich aber quasi mein Traum erfüllen, weil ich wollte eigentlich immer Meeresbiologie auf Hawaii studieren.
00:16:17: Und dann bin ich mal draufgekommen, das ist ja wahrscheinlich irgendwann im Neusseedlersee in Österreich.
00:16:19: Sieht's unsere Wasserproben mit neben von dem Schlauchboot, der kommt scheiß auf die Meeres-Biologie und habe dann gesagt dafür mache ich aber meinen Auslandssemester und schreibe meine Diplomarbeit auf der HPU auf Hawaii.
00:16:30: Das hab' ich auch gemacht!
00:16:30: Das war der Deal Nummer zwei.
00:16:31: Ich hab' dann eben meinen Auslandsemester auf Hawaii für den zweiten Abschnitt von der Wirtschaftsunni gemacht.
00:16:38: Wir nennen wir das Wirtschaftssissenschaften.
00:16:43: Und dann?
00:16:43: Und dann wurde ich beim Bäcker in Österreich angesprochen mit Guten Morgen Frau Magister!
00:16:48: Und hattest du denn irgendwie vor, dass auch als Karriere zu vertiefen?
00:16:51: Auf gar keinen Fall!
00:16:53: Das war wirklich... Ich habe das gemacht um mir den Grundstein zu legen, Mode zu studieren weil auch die Eltern gesagt haben wenn Du das machst unterstützen wir Dich dann was immer Du machen möchtest und Ich war auch nicht gut.
00:17:06: Also ich habe so Buchhaltungen, weil sie viermal angetreten, kommissioneller Antritt irgendwie erste Reihe und mit Kommissionen die zugeschaut hat, damit ich ja nicht irgendwie schummelt oder so... also ich war auch echt nicht gut dafür dass meine Schwester in die Forschung gegangen ist, auch in Accounting und Revision und Buchhaltung selber quasi die Vorlesungen gehalten hat, in denen ich dann irgendwie drinsitzen musste.
00:17:26: Echt?
00:17:26: Ja und richtig schlecht war... Ich glaube die war vielleicht auch Teil der Kommission damals bei der Prüfung keine Ahnung auf jeden Fall!
00:17:31: Ich war nicht so das Brain in diesen Sachen und hab dann auch also da muss man so spezielle machen und da muss einen guten Durchschnitt haben habe ich auch nicht gehabt.
00:17:42: dann habe ich irgendwie Einfach war, glaube ich, Wirtschaftsgeschichte.
00:17:45: Das andere ist Wirtschaftsinformatik.
00:17:46: Ich habe dann irgendwie zwei Jahre in einem Wirtschaftsininformatik gemacht nur um diese Uni durchzumachen.
00:17:50: Aber es wäre ekonomisch, die Computerspiele programmiert und so.
00:17:52: Das war eigentlich ganz lustig!
00:17:53: Und ja... Dann hab' ich gesagt... So!
00:17:55: Uni fertig!
00:17:57: Hab' dann eine Praktikum gemacht in Wien bei der Designerin und dann hab' mich meine Aufungsprüfung im Berlin auf der S-Mod gemacht und wurde da auch gleich genommen.
00:18:05: Und dann ging's nach Berlin zum Modedesign studieren.
00:18:09: Auf Umwegen!
00:18:13: deinen Säul erfüllt hast mit Bedschaftsstudium?
00:18:17: Also ich glaube es hat keiner daran geglaubt auch, dass ich's dann mache.
00:18:20: Ich war dann schon irgendwie fertig mit der WU und ich glaub so insgeheim haben sich alle gedacht okay die geht dann auch zu Lorealo macht irgendwie im Marketing irgendwas und ich so nein!
00:18:31: Ich bin dann echt nach Berlin und ich habe dann tagelang auch meine Mappe irgendwie gezeichnet für diese Aufmerksprüfung.
00:18:37: Und ich weiß noch, dass eine Freundin damals gesagt hat ja du sagst immer das ist dein Traum aber du machst nichts dafür.
00:18:41: Ich muss noch immer hier die Uni fertig machen und bin dann nach Berlin gekommen, gar nicht so weit weg von hier.
00:18:50: Ich habe in einer WG auf der Waschaostraße gewohnt, weil sie kommen nach Berlin zuerst und das macht kleine Mädchen aus wie ein Waschao-Straße-Bass!
00:18:57: Da war ich erstmal so ein bisschen so okay... Aber es gab nichts Schöneres für mich als Motor Design Studentin zu sein.
00:19:06: Woher
00:19:06: wusstest du, dass du das machen willst?
00:19:09: Das ist ja auch ...
00:19:10: Das war die hässlichen Puppen, die ich genäht habe.
00:19:12: Es war so etwas schaffen, etwas machen und ich glaube hätte ich das nicht gemacht, hätte ich wahrscheinlich eine Tischlerlehre gemacht.
00:19:19: Und vielleicht mache ich irgendwann auch noch in meinem Leben eine Tischlerlehren.
00:19:23: Der Prozess aus einem Nichts etwas zu machen, nichts gibt mir das so wie des Designers.
00:19:30: Ist es immer noch so oder hat das dann sauber verloren?
00:19:32: Weil das Business so groß ist jetzt?
00:19:33: Nein, das ist immer nochso!
00:19:35: Ich kann mich zwar nicht mehr ganz... zeitlich und energetisch darauf einlassen, aber es ist noch immer so dass ich mit denke Ich habe es geschafft Emotionen in Menschen zu erwecken Seien das positive oder negative Mit etwas was ich selber kreiert hab.
00:19:50: Was ich geschaffen hat mit meinem Geist, mit meinen Händen Und wer kann das von sich behaupten?
00:19:55: Dass er Emotionenschaft mit schaffen Von etwas.
00:20:00: und deswegen das vergeht für mich nicht Jeder jeder Kommentar so positiv also auch negativ wenn ich was im menschen triggere Das könnte ich mit Axel Dateien nicht.
00:20:09: Ich würde mich nur kaputt machen, wenn ich das machen
00:20:12: würde.".
00:20:13: Was kommt da für negative Kommentare?
00:20:17: Also alles!
00:20:19: Also was für ein Müll meine Mode und wie hässlich und überhaupt wer das tragen soll... Und also hate ist ja sowieso etwas.
00:20:27: Mein Gott es kommt nicht mit dem Beruf, den ich mache aber es kommt sicher mit dem Weg den ich eingeschlagen habe auch mit der Öffentlichkeit und mit German Sextop-Model.
00:20:35: Aber...
00:20:36: Hast du das geplant?
00:20:37: Den Held, oder?
00:20:40: Nein.
00:20:40: So wie du sagst den Weg, den du gegangen bist.
00:20:45: Nein!
00:20:46: Also geplant.
00:20:46: ich muss ehrlich sagen es war ja so... Mein Modeststudium war zu Ende mit meinen Eltern in Griechenland auf Urlaub und dann war so ein bisschen diese Geschichte.
00:20:55: Wie war denn das?
00:20:56: Ich war mit meinen Eltern auf Urlaub und dann ruft mich Mercedes-Benz an.
00:20:59: Und die haben damals noch die Fashion Week in Berlin gemacht, und die rufen an... ich weiß gar nicht, meine Nummer hat irgendwie jemanden angerufen.
00:21:05: Ja also wir haben jetzt irgendwie so Diplomkollektion und Dinge, na wir würden ihnen gerne eine Show auf der Mercedes-Benz Fashion Week sponsorn.
00:21:13: Ich ruf zurück, ich muss meine Eltern fragen.
00:21:16: Und dann habe ich am Abend meine Eltern gefragt und ich hab dann wirklich so gesagt okay also ich habe jetzt die Möglichkeit Fashion Show aber ich habe so meine Studentenwohnung in Mitte-Siebzig Grad Abmeter und dann war es so... Na komm, das probieren wir jetzt.
00:21:29: Und dann wurde meine Wohnung halt zum Atelier.
00:21:31: Also das Wohnzimmer wurde atelier.
00:21:34: ich habe eine Haushaltsnähmaschine.
00:21:36: Ich hab damals eine Praktikantin aus Australien.
00:21:38: Ich weiß nicht wie aber die hat sich dann immer mit mir beworben und dann waren wir zu zweit.
00:21:41: und dann war so meine drei vier besten Freunde Die die also eine davon offen mein Praktikum noch von der Uni und die haben mir dann die haben tagsüber normale Jobs gehabt und sie haben mir denn in der Nacht geholfen meine Kollektion zusammenzuschustern.
00:21:54: Wie
00:21:54: viel Zeit hattest du dafür?
00:21:56: Zwei Monate Also wirklich zwei Monate, Tag und Nacht.
00:21:59: Hast du daran
00:22:00: gezweifelt, dass du schaffst oder?
00:22:01: Jeden Tag, jeden Tag, jeder Nacht.
00:22:04: Es war irgendwie gar nicht realistisch, dass ich das schaffe aber das ist es heute immer noch nicht.
00:22:08: eine Woche vor der Fashion Week bin ich so.
00:22:09: Das wird nächstes vorbei.
00:22:11: also Ich weiß auch meistens ein, zwei Wochen vor der fashion week Weiß ich welchen Berufszeug ich machen würde wenn's vorbei ist.
00:22:18: Was denn?
00:22:19: Also meistens ist es so, ich möchte beim DM anfangen zu arbeiten.
00:22:23: Warum?
00:22:23: Weil du da Ruhe hast oder?
00:22:24: Weil ich dann alle neue Produkte als erstes sehe und kenne und testen und kaufen kann.
00:22:29: Das weiß ich wirklich Bescheid über all diese kleinen Produkte die ich so liebe also so stuff.
00:22:38: Ich liebe Sachen, kleine Climbim-Sachen Und das dm.
00:22:44: jetzt dein go to Shop Da bist Du Viel und gerne.
00:22:49: Ja, viel und gerne!
00:22:50: Ich habe nicht mehr so das Problem.
00:22:51: jetzt, wie ich in Wannsee wohne, hab' ich jetzt nicht so fußläufig den DM, dass ich muss es auch planen.
00:22:56: Aber so grundsätzlich Kleinigkeiten... ich liebe Kleinigkeiten.
00:23:03: Kommt es dann wirklich zu der Situation?
00:23:04: Wenn du das so beschreibst mit zeitlichen Druck vor der Fashion Week, dass du daran zweifelst,
00:23:11: dass er
00:23:11: Erfolg bleibt?
00:23:12: Nein, ich zweifle nicht.
00:23:13: Ich weiß, es ist vorbei.
00:23:14: Was ist
00:23:14: vorbei?!
00:23:15: Der Erfolg, die Karriere ... Hast
00:23:18: du jahrelang gelernt?
00:23:18: Das ist nicht so.
00:23:19: Es wurscht!
00:23:20: Also es ist wirklich davor, sag ich... Die Koalition wird... Die ist jetzt quasi mein Ende.
00:23:25: Die ist mein Totschlag.
00:23:26: Diesmal wirklich.
00:23:27: Dies mal wirklich.
00:23:28: Es wird keiner zur Show kommen.
00:23:30: Es will sowieso was passieren und ich treu mach dann immer was alles passiert bei dieser Show oder das passieren alle schlimmsten Sachen.
00:23:36: Und die Karrière ist da vorbei und kein Hahn krebt mehr nach Marina Hörmannseder.
00:23:41: Echt?!
00:23:42: Dann komme ich von der Show runter vom Laufstück und denke mir Geil, es war unglaublich.
00:23:47: Es war wieder unglaublich geil aber ich habe keine Ideen mehr für nächstes Mal.
00:23:51: Das
00:23:55: klingt ja auch nach ganz viel Druck den du wieder selbst machst.
00:24:00: oder meinst du das brauchst?
00:24:02: Also unter Druck entstehen da Diamanten?
00:24:04: Sagt man so, aber...
00:24:07: Das Ding ist für mich fühlt sich nicht wie Druck an in dem Moment weil für mich es ist gar nicht zu der Druck weil es is' gar nicht mehr diese Fragestellung dass ich performe muss Weil ich irgendwie weiß, es hat eh nicht gereicht.
00:24:21: Das klingt vielleicht komisch aber das ist für mich gar nichts zu einem Druck.
00:24:24: so Ich muss jetzt mehr machen oder so.
00:24:26: Nein!
00:24:27: Ich bin dann einfach so... kommen wir ziehen uns einfach durch Wir machen's einfach.
00:24:31: Also es ist gar nicht so.
00:24:32: dieses Oh Gott oh Gott Ich bin niemand der sagt oh Gott Es ist so schlecht und wir müssen jetzt noch besser.
00:24:38: Und ich war auch nie die die nach der Matrische wird gesagt dazu war voll schlecht.
00:24:41: Dann hat zwei Punkte mehr als voll quasi So zusatzpunkte auch noch gekriegt.
00:24:46: Nein Aber das ist, glaube ich, dieses künstlerische.
00:24:52: mit den Kollektionen ziehe ich mich halt aus.
00:24:55: Und
00:24:56: wie meinst du das?
00:24:57: Naja in dem ich... Das was ich empfunden habe, mein Geist Ich mache mich nackt am Laufsteg und dann ist es die Bewertung quasi oder es ist so dieses... Und ich hab da zwei Seiten.
00:25:08: Einerseits bin ich so ja okay, ich mach mal was ich will.
00:25:10: Es ist mein Laufesteg.
00:25:11: Ich höre mich alle irgendwie so.
00:25:13: Und auf der anderen Seite ist es aber auch so... Ja fuck!
00:25:17: Hat nicht gereicht.
00:25:18: so Das ist ganz schwer zu erklären.
00:25:21: Aber hat das schon mal jemand gesagt, dass es nicht gereicht hat?
00:25:26: Wahrscheinlich ich selber so.
00:25:28: Aber hast du dir schonmal gesagt, das ist gereichtert?
00:25:31: Hat auch noch nicht gereicht.
00:25:32: Wann reicht's denn?
00:25:34: Das sage ich dir dann wenn sie immer einmal gereicht hatte.
00:25:36: aber ich glaube... Ich glaube es wird nie gereicht haben!
00:25:43: Was machen wir ins Reicht?
00:25:46: Mir ein höheres Zähl stecken damit es wieder nicht reicht?
00:25:51: Ja Es hat nie gerecht.
00:25:54: Es soll auch nicht reichen.
00:25:56: Also wer sagt, wann es reicht?
00:25:59: Wann reicht's?
00:25:59: Du.
00:26:02: Weiß ich nicht was so die Heidi hat.
00:26:03: jetzt bei der OMR von paar Tagen hat sie gesagt zu ja ich können mir doch in den Garten setzen eigentlich und mich in die Sonne setzen aber ich liebe meinen Job!
00:26:11: Ich mach weiter und das ist jetzt liebekritiker.
00:26:14: wir machen genauso weiter wie bisher.
00:26:18: Es hat noch nicht gereicht.
00:26:20: vielleicht reicht's irgendwann Aber bis jetzt noch nicht.
00:26:25: Okay, aber ich meine nicht mit reichen ist reicht es zu Ende sondern Es reicht irgendwie.
00:26:30: Ich bin zufrieden sehr fühlt mich.
00:26:33: Ich glaube wann ist ein künstler wirklich zufriedens?
00:26:36: das ist dann glaube ich bin nicht zu viel Künstler ich
00:26:40: Dann ist vorbei.
00:26:40: man
00:26:42: ich glaube was künstl ist es vorbei wenn du sagst Du bist zufriedend und mein.
00:26:49: also mein team weiß auch ich bin nie zufriedenaßes.
00:26:52: auch so zum beispiel alexander mcqueen für den ich ja gearbeitet habe.
00:26:57: Man stellt sich vor, fashion-Show gibt.
00:26:59: das letzte Kleid weiße Federn oder tausende weißen Federn war das Abschlusskleid von McQueen war ein Hochzeitskleid und die Show geht los, unsere Mulle schauen da in ca.
00:27:09: so zwölf dreizehn Minuten.
00:27:10: Die Show geht Los.
00:27:11: Alexander McQueen sagt dieses Kleid muss schwarz werden Zwölfen Minuten Zeit Eddings Maskara Spray Farbe.
00:27:21: Dieses Kleid wurde während dem Runway in zwölf Minuten mit allen Leuten die Dame, mit allem was zur Verfügung gestellt wurde.
00:27:29: Wurde schwarz gemacht und dieses Kleid ging schwarz über den Runway.
00:27:33: Und das kann man nicht kontrollieren.
00:27:35: und mein Team weiß auch es kann leider passieren dass ich so einen Tag... Ich komme da nicht wenn die Show beginnt aber Da wird auch ein Tag vorher so Boah aber das eine könnten wir nicht irgendwie doch noch.
00:27:44: und dann könnte man noch so weil Du hast halt bis zu diesem Anschluss, du kannst alles noch verändern und der Geist hört nicht auf.
00:27:52: Und das ist kein Druck, das ist für mich funktionierend.
00:27:57: Das ist auch ausleben dürfen kreativ weil mir keiner sagt mir es vorbei.
00:28:03: Keiner sagt mir die Kollektion ist fertig.
00:28:06: Sagt mir keiner!
00:28:07: Ich bin die, die sagen kann neine Kollektionen sind nicht fertig und wenn sie auch während dem Runway noch hinten noch können wir da noch die eine Blume?
00:28:13: Wir haben doch irgendwo eine Blune, jetzt können wir die noch dran machen.
00:28:17: Die einen nennen es Druck und die anderen oder ich sage, es gibt eigentlich nichts Geileres als selber entscheiden zu können.
00:28:25: Dass es noch besser geht weil ich's in der Hand hab.
00:28:31: Empfiehltest du das manchmal hinterlich dass da so was Großes drumherum entstanden ist um deine Kreativität?
00:28:36: Oder fühlt sich das vor allen Dingen
00:28:39: gut an?
00:28:40: Das fühlte sich vor allem dengut an!
00:28:41: Weil... Ich möchte mir gar nicht ausmalen wie sichs anfühlt So viel Arbeit und Schweiß und Tränen und Herzblut in etwas reinzustecken, was viele, viele Künstler und Designer machen.
00:28:55: Und dann die Wertschätzung nicht dafür zu bekommen.
00:28:58: Dass das Ganze für mich auch so groß geworden ist, ist in Wahrheit für mich Wertschätzungen für das, was ich gemacht habe und was ich geschaffen hab und irgendwo auch meiner Person.
00:29:11: Deswegen ist es nur gut.
00:29:15: Was war die Frage nochmal?
00:29:20: Konstrukt, was ja vor allen Dingen wirtschaftlich funktionieren muss.
00:29:24: Was ja wirtschaftliche gut funktioniert wahrscheinlich.
00:29:26: Ob das so die Kreativität manchmal hindert oder mindert?
00:29:34: Ich habe Schönheit darin gefunden auch weil einerseits also ich bin... Ich sag zwar immer so, ich muss den Wichterstudium, es ist alles nur meine Eltern und meine Eltern sind böse und so aber gleichzeitig weiß nicht ob's am Wirtschaftsstudium liegt oder einfach an meiner Prägung.
00:29:49: Ich bin so voll und ganz Designerin, aber ich habe kein Ego.
00:29:52: Ich hab keinen Ego im Design.
00:29:54: Ich mach dir das was die meiste Aufruhe sorgt in dem du nicht gehen kannst, in dem ich sitzen kannst ein Piece was nur der Kunst dient und die Daumen nach oben sind das einzige was man braucht für dieses Piece damit es piece lebt.
00:30:07: Aber gleichzeitig habe ich auch Freude daran Sachen zu designen die sich verkaufen die Menschen tragen können.
00:30:13: Und das haben viele Designer nicht, viele Designer sind sich selber zu gut, zu kreativ, zu ... wie soll ich sagen?
00:30:21: Zu künstlerisch um dann etwas zu machen was auch dem Massenmarkt bedient und das habe ich halt nicht.
00:30:26: für mich ist es genauso kreatif meine Kundin zu analysieren und anzuschauen und ihr etwas designen was sie dann im Büro trägt.
00:30:33: mir fällt da kein Stein aus der Krone wenn ich einen schwarzen Blazer mache wo der einfach normal ist, wo nur eine Schnalle dran ist und er wird dann gekauft.
00:30:40: Und der ist wirtschaftlich erfolgreich!
00:30:42: Das ist für mich genauso Kreativität wie es kreativ ist etwas zu machen was irgendwie in ein Musikvideo getragen wird.
00:30:50: Deswegen nein ich konnte meine Kreativity erweitern auf eine Business-Kreativitet und jede Kooperation die ich mache.
00:30:57: alles ist eine andere Form der Kreatividad und erweitert meinen Horizont.
00:31:02: vielleicht wäre ich irgendwann auch müde gewesen Lederkorsettes zu machen.
00:31:06: Das wäre zwar kreativ in der einen Schiene, aber ich mag es abends im Bett zu liegen und kreatif zu denken was sich unternehmerisch weiteres leisten kann.
00:31:16: Und was ist das Ziel?
00:31:22: Das Ziel!
00:31:24: Das Ziel ist es weiter in dem Tempo erfolgreich zu sein immer für meine Kinder da zu sein.
00:31:33: Es immer zu schaffen den Spagat dass ich zu hundert Prozent Mama bin.
00:31:40: also mein Ziel ist so zu arbeiten, als ob ich keine Kinder hätte und so Mama zu sein.
00:31:45: Als ob ich nicht arbeiten würde.
00:31:46: Wow!
00:31:47: Ja das ist das Ziel dass sich... Das ist aber auch das was ich aktuell schaffe.
00:31:50: Echt?
00:31:52: Ich glaube meine Kinder checken eigentlich, dass ich arbeite und meine Mitarbeiter checken, dass sie Kinder haben.
00:31:56: Wie geht es?
00:31:58: Keine Ahnung weil's kein genug gibt.
00:32:00: Weil es... Was macht es
00:32:02: mit dir?
00:32:03: Es erfüllt mich.
00:32:04: Es erfült mich diese Doppelbelastung.
00:32:07: Erfüllt mich mehr als eine einzelne Belastung mir Kraft geben würde.
00:32:13: Für mich gibt es nichts Besseres, also aus der Arbeit rauszugehen um nach Hause zu kommen.
00:32:18: aber es gibt auch irgendwie nix besseres als von Zuhause wegzugehen und mit der Arbeit zu gehen.
00:32:22: Und das klingt komisch.
00:32:24: Aber ich könnte nicht nur zu hause sein.
00:32:26: Ich könnte nicht nun zu Hause sein und meine Familie, meine Kinder, mein Haus halt alles so.
00:32:32: Ich könnte aber auch nicht nur arbeiten und auf diese Liebe verzichten Und das eine bedingt für mich so sehr, dass andere, weil es mir Kraft gibt.
00:32:41: Für den Ausgleich.
00:32:43: also die Doppelbelastung gibt mir den ausgleich eigentlich.
00:32:46: Und hast du auch Zeit für dich?
00:32:49: Außer im Garten?
00:32:50: Im Garten!
00:32:50: Nein aber ich glaube... Ich definiere mich selber so sehr über meine Kinder und Familie und mein Hund und meinen Beruf.
00:32:59: Das ist irgendwie auch die Zeit für mich.
00:33:03: Was ist schon klar, diese Zeit für mich?
00:33:05: Ja ich schlafe mal im Hotel.
00:33:07: Ich muss beruflich sowieso um ein Hotel schlafen und dann gehen wir so Kalt Trash TV schauen einfach so einen ganzen Abend was zum Essen bestellen und wirklich das Zeichneste vom Zeichtesten anschauen.
00:33:15: Das ist Zeit für mir.
00:33:17: Ich kann das halt und viele Mamas sag ich mal die zu Hause sind und die nicht arbeiten haben die Business Trips nicht!
00:33:25: Die haben die Zeit für sich gar nicht.
00:33:26: so wenn man fragt mich wann habe ich Zeit für sie mich?
00:33:29: ja genau dann wenn ich irgendwie Von dem einen Abschalte, weil ich es andere irgendwie auch habe.
00:33:35: Und das ist auch so eine Möglichkeit die viele dann nicht haben, die quasi nur eines bedienen.
00:33:42: und derzeit für mich... Ich glaube wenn ich im Garten bin, wenn ich backe, wenn sich irgendwie am Handy rumdattel und mir anschauen wie man die untersten Blätter von den Tomaten wegknipsen muss damit die größer werden und die Ernte reichhaltiger ist irgendwann werde ich selbst versäuerin.
00:33:59: Weißt du wann?
00:34:00: Du weißt dass es gereicht hat Wenn ich selbst versorgerend bin.
00:34:04: Wenn ich wirklich alles Gemüse anbauen, was ich haben will... ...wenn ich endlich meine Laufenden habe und die Legionnecken fressen.
00:34:10: Und nur noch Pinterest-Kuchen backe und...
00:34:17: Das ist das Ziel!
00:34:18: Ja dann hat es gereicht.
00:34:20: Crazy Lady dann?
00:34:22: Wie organisierst du dich wenn du sagst... Ich mein' das ist ja krass was du für eine Karriere hingelegt hast.
00:34:29: Du sagst aber du bist auch hundertprozent Mutter Danke Und die allermeisten Eltern, die ich kenne erleben diesen Spagat als große Herausforderung.
00:34:37: Du machst ein bisschen auf mich den Eindruck, als würde ich das noch befeuern und du würdest es brauchen?
00:34:43: Es ist die größte Herausforderung, die man machen kann.
00:34:48: Ja aber es befeiert mich!
00:34:50: Klar ja also... Ich will auch meinen Kindern etwas ermöglichen, den Start ins Leben ermögliche.
00:34:59: und wer kann das wenn nicht irgendwie die Eltern?
00:35:03: Und ich weiß so, mein Vater hat auch immer gesagt, er kauft kein tolles Auto.
00:35:09: Weil das ist am nächsten Tag die Hälfte wert.
00:35:12: Er sagt alles was ich verdiene oder das Geld, das ist die Zukunft für euch und damit konnte ich halt dann in Hawaii studieren.
00:35:20: Damit konnte ich meinen Modelabel irgendwie beginnen und das Gleiche sehe ich auch so dass... Alles was ich mach mache jetzt nicht für mich, sondern ich mache es auch irgendwie für die Zukunft und ich mach's auch für meine Kinder.
00:35:31: Ich lebe davon!
00:35:32: Ich liebe mein Ego-Zert davon.
00:35:34: also ich find's geil was ich mach.
00:35:38: Aber ich machs auch um auch für meinen Kindern einerseits irgendwo finanziell etwas zu ermöglichen aber aber auch Vorbild zu sein.
00:35:46: Vorbild eines als für meine kinder aber auch irgendwie viele andere Frauen.
00:35:50: und ja ich kann da jetzt auch sitzen und jammern wie das ist anstrengend Ich gehe an meine Grenzen.
00:35:58: Und ich bin auch jemand, ich fliege irgendwie vom Heidi-Fest um sechs in der Früh aus München wieder zurück einfach mit meinen Kindern den Kindergarten zu bringen weil was soll ich dann lang irgendwie ausschlafen?
00:36:10: und so fühlt sich das scheiße an?
00:36:11: Ja!
00:36:12: Aber... ...ich hab's dann halt geschafft beides zu machen.
00:36:17: Was wenn du es nicht schaffst?
00:36:20: Die Frage stellt sich nicht und ich bin einerseits wahrscheinlich so streng Dass ich es alles schaffe, aber ich bin noch der genetigste Mensch mit mir selber.
00:36:29: Wenn was nicht ... wenn ich's nicht schafft dann ist auch okay.
00:36:32: Also da bin ich so... Ich bin nicht verbissen!
00:36:34: Das ist das... Ich glaub' ich schaffs nur deshalb, weil ich nicht verbissend bin.
00:36:36: Ich schaff's irgendwie, dass so diesen Clown zu jonglieren ohne mich selber die Vorwürfe zu machen, wenn was nicht ist und ich hab gelernt mein eigener Richter zu sein.
00:36:52: Niemand anderer.
00:36:55: Wie?
00:36:55: Na ja, so die ganze Außenwelt.
00:36:57: und wer sagt was du irgendwie richtig machst?
00:37:00: Weil ich krieg die Nachrichten.
00:37:03: Wo sind deine Kinder wenn ich auf dem Business Trip irgendwie sonst was bin aber wenn ich dann zu Hause bin.
00:37:08: ist es dann so?
00:37:09: ja machst du euch irgendwas nur in der Mode selber.
00:37:13: Ich bin selber.
00:37:14: Wer
00:37:14: schickt solche Nachrichten?
00:37:17: Die die selber keine Profilfotos haben oder Profil Fotos wo ich mir denke deinste die will ich auch nicht irgendwie abkupfern.
00:37:23: Also so die Ich weiß, es ist dann am Ende immer so die Nachrichten.
00:37:27: Aber ich habe mich auch selber davon abschiedet – auch Eltern!
00:37:30: Ich hab ganz lange diese Checken-Eltern, was man macht beruflich.
00:37:37: Ich weiß es nicht so.
00:37:39: und das ist so... Ich glaube, ich habe schon lange gesucht nach Wertschätzung von außen.
00:37:43: Immer noch irgendwie vom Partner, von Eltern.
00:37:47: Und ich bin selber so am Lernen für mich selbst immer noch.
00:37:51: Das ist sicher ein lebenslangerer Lernprozess die Wertschätzung wirklich von dir selber zu bekommen und das in den Augen deiner Kinder oder in den in den augener Menschen, die meine Mode sehen zu bekommen um zu sehen.
00:38:04: Und nicht dass jemand der sagt hast du toll gemacht?
00:38:08: Weil am Ende des Tages sagt es keiner Außer du jetzt, was Freude macht.
00:38:14: Aber das ist so... Verstehst du wie ich meine?
00:38:17: Du gehst an einem Arbeitstag nach Hause und du weißt, du bist halt irgendwie der Kopf der Bande und es ist wichtig jedem einmal am Tag zu sagen, was er toll gemacht hat in der Firma im Unternehmen.
00:38:26: Wenn du's irgendwie gut machst und Menschen gut führst musst du viel Wertschätzung geben, musst du viele Lob geben Und du gehst da am Ende des Tages nachhause und boah wenn mir dann mal letztens auch eine Mitarbeiterin von mir hat gesagt Boah Marina der Call das hast du so geil gemacht.
00:38:41: Irgendwann würde ich es auch gerne so cool machen, wie du ging runter die Öl, weil als Chef hörst du's halt nicht oft und da fängst du an zu lernen dir selber auf die Schulter zu klopfen dass du es irgendwie cool machst und dass du schaffst und dass Du geil bist.
00:38:58: und deswegen bin ich nicht so bös mit mir selber wenn ich mal ein Kita fest verpasse Dort und da weg muss, was dann völlig okay ist.
00:39:09: Weil die Kinder kommen nach Hause, waren mit der Babysitterin dort und fanden es viel geiler aus mir.
00:39:13: Also bitte!
00:39:14: War das schon immer so, dass du so nachsichtig mit dir selbst sein kannst?
00:39:20: Ich weiß es gar nicht... ich habe mich selber so wenig in Frage gestellt.
00:39:31: Ich kann dir gar nicht sagen wie ich zu mir gestanden bin vor zehn Jahren weil ich hab einfach nur gemacht und weiter.
00:39:43: Aber am Ende sagt es ja, weil wenn ich sage dass meine eigene Mode scheiße ist.
00:39:47: Ich schaue mir Fernsehsendungen von mir an und merke mir halt jahrelang zwei Sätze die cringe waren nicht gesagt habe.
00:39:53: Anstatt irgendwie das coole Ja?
00:39:55: Und ähm... Ich sag' ich bin gnädig mit mir selber und dann bin ich's aber eigentlich in Wahrheit eh auch nicht.
00:40:03: Aber ich mein so bei diesem Spagat-Familieberuf und so Da bin ich so.. Es okay!
00:40:09: Ich kaufe auch mal den Kruchen kommen Ja, ihr könnt fernschauen kommen.
00:40:13: Also so ich bin keine perfekte Mutter und das ist okay.
00:40:18: Wie alt sind deine Kinder?
00:40:19: Zwei eineinhalb
00:40:21: und fünf.
00:40:23: Da geht es ja noch krass ab oder?
00:40:26: Aber die sind cool!
00:40:28: Ich muss auch sagen, ich habe coole Kinder.
00:40:29: Die kommen mit ins Atelier, die Lotti kommt auch zum German Music Stop Model Dreh nach LA, sie sitzt dann im Trailer irgendwie... bringt ihren Eremon Jews.
00:40:40: Das Leben könnte schlimmer sein für sie und das haben sie auch irgendwie gecheckt, die machen alles mit.
00:40:46: Also wirklich rund...
00:40:51: Ja.
00:40:51: Gibt's irgendwas was du anders machen wollen würdest als deine Eltern?
00:40:56: Ich bin halt.
00:40:56: meine Eltern sind halt Boomer Generationen
00:41:00: d.h.,
00:41:00: es gibt schon viele Dinge, die man heute anders macht, die meine Eltern nicht verstehen.
00:41:03: Meine Eltern verstehen nicht Einschaftbegleitung.
00:41:06: Sie verstehen es nicht!
00:41:07: Wir checken es nicht.
00:41:08: Also, das sind so Dinge ... Ja ich mach Dinge... Ich versuch Dinge anders zu machen und ich glaub's sind auch so wir Millennials wahnsinnig gefangen dass wir so viel anders machen wollen als es irgendwie bei uns gemacht wurde.
00:41:21: Und dann sehen wir uns aber selber wieder in manchen ... Nein du brauchst jetzt nicht weinen deswegen so Und irgendwie will ich Dinge anders machen so froh über das Wertekonstrukt, was ich von zu Hause habe und es wurde auch mit einer gewissen Stränge erzeugt oder gemacht.
00:41:41: Klar will ich ein bisschen etwas anders machen aber ich glaube wenn meine Kinder so das Leben sehen oder die Welt so sehen eingebettet irgendwie in diesen christlichen Werten dann bin ich froh wenn ich sie auch genauso schaffe wie meine Eltern dass wir mein Schweiß um mich geschafft haben weil wir sind anständige Leute geworden Und das zählt am Ende des Tages.
00:42:07: Ich sage nicht, dass wir fleißig... Ja!
00:42:08: Wir sind fleißzig und aber wir sind anständig und darum geht es für mich, dass meine Kinder anständige sind.
00:42:18: Lieb!
00:42:18: Das
00:42:19: ist ein gutes Schlusswort.
00:42:21: Das war's nämlich schon mit der Hauptfolge.
00:42:23: Du gar
00:42:23: keine Frage sehen könntest.
00:42:24: Entschuldigung weil ich nur am Labern bin.
00:42:27: Das sind für mich die besten Folgen ehrlich gesagt.
00:42:31: Vielen Dank liebe Leute.
00:42:34: Das wars schon mit den Hauptfolgen.
00:42:35: Wir hören uns gleich nochmal ganz kurz in der Zusatzfolge.
00:42:38: Da spielen wir mein Spiel entweder oder.
00:42:41: Das sehen wir dann.
00:42:43: Vielen Dank, dass ihr die Zeit genommen hast
00:42:45: und
00:42:45: euch allen da draußen vielen Dank fürs Zuhören.
00:42:48: Feedback, Kritik... Sonst was könnt ihr loswerden?
00:42:52: wie immer in der Polymoh App unter der Folge.
00:42:54: Schauen wir das alles an!
00:42:55: Oder ihr folgt und interagiert bei Instagram, bei Tickets trifft Unterstrich Podcast Und wir hören uns gleich wieder in der Zusatzfolge.
00:43:04: Marina Ich freue mich drauf.
00:43:07: Alle anderen bis nächste Woche.
00:43:08: Ciao, ciao!
00:43:17: Bis gleich!
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