Tigges trifft Svenja Fuchs in ihrer Wohnung
Shownotes
Die kompletten Videofolgen gibt es werbefrei schon eine Woche früher bei Podimo. Dort findest du außerdem zu jeder Folge noch eine exklusive Bonusfolge, in der sich die Gäste Sebastians spicy Schnellfragen stellen: https://podimo.de/tiggestrifft_open
Sebastian Tigges besucht die Autorin und Impulsgeberin Svenja Fuchs in ihrer Berliner Wohnung – einem Ort, der weit mehr ist als nur ein Zuhause. Inmitten von frischen Blumen und Kinderlachen hat Svenja das Konzept Familie für sich völlig neu definiert. Radikal ehrlich sprechen die beiden über Svenjas Entscheidung, den Kontakt zu ihrer biologischen Familie aus Selbstschutz abzubrechen und warum dies der Startschuss für ihre Heilung war. Ein Gespräch über den Mut, sich von der eigenen Herkunft zu lösen, den Kampf gegen Hass im Netz und die Erkenntnis, warum Mutter zu werden ihre bisher größte Mutprobe war.
tigges trifft“ ist ein Podcast produziert von Podimo. Host: Sebastian Tigges (@tigges)
Jeden Dienstag gibt es eine neue Episode. Folge dem Podcast jetzt bei Podimo, um diese nicht zu verpassen!
Der Podcast auf Instagram: https://www.instagram.com/tiggestrifft_podcast/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir betreten heute einen Raum, der sich anfühlt wie eine Umarmung die man sich selbst gegeben hat.
00:00:05: In dieser Berliner Wohnung mischt sich der Duft von frischen Blumen mit der kühlen Morgenluft, die durch die weit geöffneten Fenster strömt.
00:00:12: und dann ist da dieses Geräusch Kinder lachen das durch die Flur rollt.
00:00:16: Man spürt sofort dass hier kein Zufallsprodukt.
00:00:18: jedes Möbelstück jede Vase scheint hier eine Aufgabe zu haben nämlich Schutz zu bieten.
00:00:24: Es ist ein Ort an dem Sven ja ihre eigene Definition vom Familie Stein für Steinen aufgebaut hat.
00:00:33: Hallo Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Teges Trift.
00:00:38: Es ist wieder Dienstag und es ist Zeit für das beste Interviewformat im deutschsprachigen Raum, heute zu Gast.
00:00:44: Svenja Fuchs heißt Svenja.
00:00:46: Hallo!
00:00:47: Svenja du bist Autorien-Content Creatorin und manche sagen die wichtigste Stimme für mentale Gesundheit Kinderschutz und den Umgang mit Hass im Netz.
00:00:55: Oh!
00:00:55: Ist krass oder?
00:00:56: Wer sagt das?
00:00:57: Viele.
00:00:58: Wer ist viele?
00:00:59: ich brauche nach.
00:00:59: mich möchte alles wissen.
00:01:00: Das kann ich dir nicht sagen, das sind geschützte Quellen.
00:01:03: Kannst du damit nichts anfangen?
00:01:05: Doch, kann ich komplett was mit anfangen!
00:01:07: Ich finde es immer sehr spannend wie die Außenwirkung ist, was Leute denken und sagen.
00:01:11: Ich finde das super spannend weil sich selber sofort zu stellen ist.
00:01:14: manchmal ja dann bin ich das und dann ist das so.
00:01:16: aber...ich kann da sehr gut mitteleben.
00:01:19: Hast du eine Neigung dazu dich eher kleinzureden?
00:01:21: Wahrscheinlich schon, ja.
00:01:23: Ja hab' ich auch, aber woher kommt es?
00:01:25: Ah Familie noch ganz alte Glaubenssätze Kindheit Mutterthema.
00:01:29: Wir gehen direkt rein!
00:01:32: Also hier, bin schon drin... Ja ganz alte Glaubenssätze, ganz?
00:01:36: Wie sind sie?
00:01:36: Sag mal einen.
00:01:37: Ich bin nicht genug.
00:01:39: Sowas ich bin nicht liebenswert.
00:01:41: Ich kann so viel tun machen wie ich möchte es reicht nicht
00:01:44: und das hast du von meiner Mutter.
00:01:47: Liebe Grüße.
00:01:47: Ganz liebe Grüße.
00:01:48: zu der hast du ein bisschen
00:01:50: gar keinen Kontakt.
00:01:51: Nein minus
00:01:52: seit wann?
00:01:55: Ach du Mann, wir gehen ja wirklich direkt rein.
00:01:57: Seit wie lange jetzt?
00:01:58: das zweite Mal schon?
00:01:59: Ich glaub seit vier Jahren jetzt.
00:02:01: Wie
00:02:02: der zweite mal?
00:02:04: Ich hab den Kontakt abgebrochen für viele Jahre und dann hat's auf einer Familienfeier wo ich war und sie auch noch einen Anklopfen gegeben.
00:02:13: Von dir oder
00:02:14: von ihr?
00:02:16: Und ich musste sehr lange drüber nachdenken ob ich das möchte ... und hab gedacht komm machen wir versuchen es und was soll ich sagen?
00:02:24: nein Wie lange hat's gehalten?
00:02:25: Zwei Jahre.
00:02:27: Wie darf ich mir das vorstellen, wenn man den Kontakt zu seiner Mutter abbricht ... Was sagt man denn dann?
00:02:33: Machen wir es wie so Schluss machen oder ...
00:02:35: Ja, aber man schreibt erst im Essen.
00:02:36: Klassisch einfach!
00:02:38: Und dann ghosten.
00:02:39: Komplett!
00:02:40: Genau so.
00:02:41: Ja, wie macht man das?
00:02:43: Es ist ja immer wieder auch das, was ich auf Instagram sage.
00:02:46: Es ist kein von heute auf morgen ... Ich hab jetzt mal überlegt heute Nacht, dass es irgendwie komisch mit dir, ich mach mal Schluss!
00:02:54: Sondern es ist ein Bewusstwerden von ... Ah ja, da hab ich mich nicht sicher gefühlt, hab mich noch nie gesehen gefühelt.
00:03:02: und dann gibt's manchmal Situationen wo man zusammenkommt als erwachsene Menschen.
00:03:07: Es hat ja nie aufgehört, es zieht sich immer noch durch.
00:03:12: Ich hab Therapie gemacht auch ohne Ende und dann irgendwann habe ich mich nach so einer Familienfeier hingesetzt weil man eine Therapeutin hat gesagt, jedes Mal wenn es diese Begegnung gibt geht das mir schlecht!
00:03:26: Jedes Mal hab ich schlechte ... Nicht nur schlechte Laune, schlechte Träume.
00:03:30: Ich bin müde und kaputt, energetisch ausgelaugt.
00:03:33: Und dann sagt sie, Sie müssen das nicht mehr machen!
00:03:35: Das war erst mal als Stimme von außen gesagt hat, Sie müssten doch gar keinen Kontakt haben?
00:03:40: Ich dachte mir so okay, das
00:03:41: geht?!
00:03:43: Wieso darf wirklich kein Kontakt mit dieser Familie haben?
00:03:47: Und zwar so die Bezahlen halt in diesem Kontakt sehr stark mit ihrer mentalen Gesundheit.
00:03:55: Ich hab das gar nicht so gemerkt, weil es immer so unterschwellig war.
00:03:58: Ich muss einfach noch mich mehr anpassen und nur noch mehr geben oder darüber hinwegsehen.
00:04:05: Aber ich bin erwachsen und am Ende des Tages brauch ich sie nicht
00:04:08: mehr.".
00:04:09: Das war ein Befreiungsschlag auch.
00:04:11: Und dann habe ich tatsächlich eine SMS geschrieben.
00:04:14: Hab gesagt, du, ich brauche erst mal Zeit für mich.
00:04:17: Ich musste über viele Sachen nachdenken.
00:04:20: Ich fühl mich nicht wohl ... Ich brauch Zeit!
00:04:24: Und dann gab's einen Daumenhoch-Emoji.
00:04:27: Ja, und vor allen Dingen viele Nachrichten aus dem Umfeld.
00:04:32: Also sogar der Sohn von der Freundin meiner Mutter hat mir geschrieben wie kannst du das nur tun?
00:04:38: Ich dachte ja wow krass also wie ihr da alle so drin seid und gar keine Ahnung habt.
00:04:43: Dann hatte es bei der Kontakt zu vier Jahren weg
00:04:46: ...
00:04:48: Gar keinen Kontakt.
00:04:49: Auch diese SMSen.
00:04:51: Auch mit niemandem.
00:04:52: Aber
00:04:53: sie ist da noch mal probiert bei dir?
00:04:57: Nee, ich glaube ... Ich erinnere mich jetzt nicht mehr so gut.
00:05:00: Nein, ich hab viel gehört.
00:05:02: Also man kommt dann ja über Cousinen oder irgendwie und kommt dann die wildesten Geschichten, warum man denn gegangen ist.
00:05:08: Es sind manchmal Oscarreife-Auftritte, die man in Zeitlupe hingelegt hat wie das Haar zurück.
00:05:13: Man dreht sich nochmal um und sagt so du nicht!
00:05:16: Und man denkt so
00:05:17: hä?!
00:05:17: So war's gar nicht.
00:05:18: aber gut.
00:05:19: Ist deine Geschichte vielleicht auch deine Wahrheit?
00:05:21: Sie hat's nicht versucht und man gab es aber einen Zusammentreffen durch ein Familienmitglied, das getauft wär.
00:05:27: Ich bin Patentante geworden und dann bin ich dahin gefahren.
00:05:30: Es hat unzählige Therapiesitzungen gekostet, mich auf diesen Tag vorzubereiten.
00:05:35: Dann war ich da und es war okay ... Und dann zog sie nämlich so ran.
00:05:41: Am Ende der Veranstaltung sagte ich, die liebe dich!
00:05:43: Ich dachte mal so, oh!
00:05:45: Ohne sich jetzt auch nicht!
00:05:47: Was ist das denn?
00:05:47: Also, es war so ... Weil es das noch nie gesagt hat.
00:05:51: Und ich dachte mir so, ja bisschen spät ne?
00:05:53: Also ich bin jetzt irgendwie Anfang Dreißig weiß nicht ein bisschen späht und dann habe ich mich immer nochmal wieder in Therapiesetzungen.
00:06:00: Ich probiere es einfach nochmal und ich hatte ja viel auch schon aufgearbeitet und für mich verarbeitet.
00:06:05: Und dachte Ja man kann ja mal gucken.
00:06:09: Ja wir haben wenn man's runterbricht Wir haben ja gar keine Beziehung gehabt sie hat mir nie ein beziehungsangebot gemacht.
00:06:16: Es brauch ja auch irgendwie ein Gegenüber, dass emotional verfügbar ist.
00:06:19: Das gab es nicht und ich wollte mein ganzes Leben lang etwas reparieren was nie da war.
00:06:24: Und das war eine schmerzliche Erkenntnis aber auch eine sehr befreiende.
00:06:29: Was war denn das Problem?
00:06:31: Was das Problem
00:06:31: war?!
00:06:32: Wie viel Zeit hast du?
00:06:35: Noch vierzig Minuten!
00:06:36: Das wird nicht reichen.
00:06:38: Das Problem war... wow Ja, du hast ja selber Kinder.
00:06:43: Du wirst wissen, Kinder haben Emotionen und alleine diese zu begleiten.
00:06:48: Das hat bei mir nicht stattgefunden.
00:06:50: Wenn Kinder weinen, wenn sie Babys sind, geht man hin und korriguliert sich, gibt ihnen das Gefühl von Sicherheit.
00:06:57: Ich hab nie Sicherheit erfahren!
00:06:58: Ich war auch nie gut genug, ich war immer zu groß ... Ich wurde in der eigenen Familie gebody-shamed.
00:07:05: Von deiner Mutter?
00:07:06: Von
00:07:06: meiner Mutter und ihren Schwestern.
00:07:08: Also es ist... viel passiert.
00:07:11: Viel passiert, was ich auch nicht alles preisgeben kann und möchte zum Schutz.
00:07:18: Ich weiß ... Sie wusste ja nicht, wie ist man als Mutter?
00:07:24: Was ist Mutter sein oder wächst man rein?
00:07:26: Vor allem wenn man es selber nicht gelernt hat mit einer schwierigen eigenen Geschichte.
00:07:31: Aber... Ja, ich bin auch nicht mehr böse.
00:07:35: Es tut hier und da auch weh!
00:07:37: Wenn so Familienfeiern sind oder Weihnachten, Oster und so, dann denk ich mir ja Schade.
00:07:41: Oder wenn man hört wie die eigene Mutter über einen spricht?
00:07:44: Wie schade weil du da nicht dran teilnehmen
00:07:45: kannst!
00:07:47: Weil es eine Gefühl von Einsamkeit vermittelt.
00:07:49: Weil gerade an Familienfeieren oder Situationen wie Weihnachten ... Dann alle sitzen irgendwo Und fahren zu ihren Familien nach Hause.
00:07:57: Du machst das
00:07:58: nicht
00:07:59: Ich mach das mit meinem Vater.
00:08:00: Ja Doch, ich mache das nicht Aber ich hab auch schon dieses Bild von.
00:08:05: Ich möchte einmal zu meiner Mutter fahren und mal von meiner Mutter gedrückt werden.
00:08:10: Das
00:08:10: wünscht du dir schon noch?
00:08:12: Ich glaube, das ist ein Wunsch, der wird nie weggehen.
00:08:14: Ich wünsche mir eine Mutter!
00:08:16: Ich habe ne ganz große Sehnsucht nach einer Mutter aber nicht nach
00:08:19: meiner eigenen.
00:08:19: Du bist selbst ja auch Mutter.
00:08:20: ich bin Vater von zwei Kindern.
00:08:23: Und wenn ich das so höre Wenn ich mir das vorstelle dass meine Kinder irgendwann den Kontakt zu mir abbrechen und dann auch noch darüber sprechen in der Öffentlichkeit also Gutes, was machst du?
00:08:35: Weil ich glaube, dass ganz viele zuhören und an dem Punkt sind das vielleicht auch ... Zu überlegen oder darüber nachzudenken.
00:08:44: Aber auch das Sagen, was Du grade gesagt hast, was du am Anfang immer gedacht hast, es geht ja gar nicht!
00:08:48: Wie kann ich den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen?
00:08:51: Deswegen find' ich das gut.
00:08:53: Aber wie also ... Setzt Du Dich manchmal deinen Mutter hinein und denkst, wie fühlt sie sich jetzt?
00:08:58: Und dann bist Du da manchmal auch Mitleid?
00:09:01: Ja.
00:09:01: Oder gar nicht?
00:09:02: Doch, also das ist ja das ... Auch dieses zweischneidige Schwert.
00:09:06: Wir Kinder wollen den Kontakt mit unseren Eltern nicht abbrechen, das liegt ja gar nicht in unserer Natur.
00:09:12: Deswegen ist auch dieser Weg dahin so langjährig und das heißt immer die Kinder sind heute alle unlangbar und brechen den Kontakt einfach ab.
00:09:21: Das ist eben nicht ein langjähriger Prozess.
00:09:24: Und wir Kinder sind immer, das wirst du wahrscheinlich auch von deinen eigenen Kindern kennen, die wollen in Verbindung sein, gehen, brauchen ihre Eltern ... Und wir übernehmen ja auch oft den Schutz und sagen, das ist meine Mutter.
00:09:40: Sie konnte halt nicht anders und die wusste es nicht besser.
00:09:43: Na ja, man konnte mich vielleicht auch nicht lieben.
00:09:46: Man wird als Kind nie seinen Eltern die Schuld für etwas geben weil wir existenziell von ihnen abhängig sind.
00:09:54: wenn wir unsere Eltern ankreiden Der hat reingeschissen, auf Deutsch.
00:09:58: Da konnte das gar nicht ... Dann sind wir ja nicht sicher, weil wir merken, krass, da ist jemand, der leitet uns durch die Welt und keine Sicherheit für mich.
00:10:06: Also was machen wir Kinder?
00:10:08: Wir sagen, meine Mutter konnte mich einfach halt nicht genug lieben!
00:10:11: Weil ich hab halt für dich nicht genug gegeben oder ich war halt einfach nicht lieb genug oder nicht schön genug.
00:10:16: Das war bei uns in einer Familie ein großes Thema immer dieses, wie sieht jemand aus?
00:10:20: Bodyshaming habe ich schon gesagt usw.
00:10:23: Und ja, ich hab viel
00:10:24: ... Wieso war das so ein großes Thema?
00:10:26: Weil in dieser Familie viel nach außen so getan wird.
00:10:31: Also haben die Geld, wie sehen die aus sind die schlank.
00:10:35: also es waren immer schlanke schöne Menschen.
00:10:38: dann wird halt immer geguckt okay dass ist das was wir haben Das ist unsere Wertigkeit.
00:10:43: Wir sind halt schöne Frauen enorm schöne Frauen.
00:10:47: und Aber wenn man richtig reinguckt, merkt man, wie viel Katastrophe da herrscht.
00:10:52: Das muss aufrechterhalten werden und was die Leute denken.
00:10:56: Jetzt bin ich jemand und komme.
00:10:58: Ich sehe die Wahrheit und spreche Probleme an.
00:11:00: Somit mache ich natürlich die Probleme auch sichtbar.
00:11:03: Was wird im Umkehrschluss gemacht?
00:11:05: Ich werde zum Problem gemacht.
00:11:07: Ich werde dadurch ausgeschlossen, um deine Frage zu beantworten.
00:11:10: Natürlich denke ich ganz oft dann an meine Mutter und denke ... Wie war das?
00:11:15: Und es tut mir so leid.
00:11:17: Die hat ja auch nicht besser gewusst, aber es macht es ja nicht besser was ich erlebt habe.
00:11:22: Wenn mir jemand sagt von außen du hattest doch eine tolle Kind, da denk' ich mir ahja hast du meine Kindheit gelebt?
00:11:27: also Ich bin die Experte in meiner Kindheit.
00:11:28: Du kannst mir erzählen wie deine Mutterschaft Deine Vaterschaft ist Aber du kannst mir nicht erzähln wie ich mich als kind gefühlt hab.
00:11:35: Wir werden uns wahrscheinlich wenn wir Glück haben mit unseren Kindern immer wachsenden Alter an den Tisch setzen und die werden uns Wenn wir Glück haben, dass Vertrauen zu uns haben und die Sicherheit sagen.
00:11:45: Boah Papa was war das denn?
00:11:47: Als du Mama euch getrennt habt?
00:11:49: ey?
00:11:49: also erzähl mal oder hat sich für mich so angefühlt war echt scheiß sondern kann man vielleicht wieder in die Verbindung kann in die verbindung gehen und sagen Ey, das tut mir leid.
00:11:58: Ich hab's nicht besser gewusst.
00:12:00: Das war in der Zeit so und so ... Dann spricht man drüber, aber es war nie deine Schuld!
00:12:03: Und das habe ich ja auch in Gesprächen mit meinem Vater, den natürlich auch nicht alles richtig gemacht hat, aber der bedauert und sagt, ey, das war damals so?
00:12:11: Ich hab das nicht gewusst, hätte ich das heute und dann hätt ich das anders gemacht, aber ...
00:12:16: Worum gehts?
00:12:17: darum, dass er dich nicht beschützt hat oder was?
00:12:19: Dass er mich nicht beschützen hat, weil er vieles nicht wusste.
00:12:22: Weil er zu weit weg war.
00:12:23: Warum?
00:12:24: Weil wir es weit weggezogen
00:12:25: haben.
00:12:25: Ach, die waren getrennt.
00:12:27: Du bist
00:12:27: bei der Mutter aufgewachsen?
00:12:28: Genau
00:12:29: und hat auch nicht gewusst, dass er mich quasi aufnehmen kann ab einem gewissen Alter, dass ich da entscheiden kann.
00:12:35: Das wusste ich natürlich auch nicht ...
00:12:37: Wusste deine Mutter das?
00:12:38: Ja!
00:12:40: Und sie hat aber gesagt, hätte ich nie zugelassen.
00:12:42: Hätte dich nie dahingehen lassen so.
00:12:44: Genau.
00:12:45: also das sind Sachen... Die können dir dann im Alter oder im Erwachsen sein auch helfen, mit deinen Eltern auf Augenhöhe zu gehen.
00:12:54: Nicht mehr auf diese Kinder-Ebene, sondern zu sagen, das war nie deine Schuld, es war nie dein Problem.
00:12:59: Ich hab jetzt an Ostern in den Arm meines Vaters geweint und hab gesagt, wie scheiße das alles war!
00:13:04: Da kam's doch noch mal so hoch.
00:13:05: Ich find's scheiße keine Mutter zu haben, ich find's Scheiße, wie sie über mich
00:13:09: spricht.".
00:13:10: Und dann lass ich das in seinem Arm raus, das kann nicht.
00:13:12: Dann weint er mit und sagt ... Mann, es tut mir leid!
00:13:15: Dann ist auch für einen Moment wieder gut einfach mal so eine väterliche Schulter zu haben.
00:13:20: Das hat dich halt.
00:13:22: Hab ich deine Frage beantwortet?
00:13:23: Ja.
00:13:24: Gut.
00:13:26: Wenn ich mich jetzt in deine Mutter hineinversetze und mein Kind bricht die Beziehung zu mir ab und liefert mir Gründe dafür, was hast du wahrscheinlich gemacht, dann ist vielleicht die Initialreaktion ... Nee, also die spinnt doch.
00:13:39: Das kann ich auch nachvollziehen, weil es wahnsinnig schmerzhaft ist für deine Mutter.
00:13:43: Für jedes Elternpaar die Erkenntnis zuzulassen, dass man seinem eigenen Kind geschalt hat.
00:13:49: Das will ja niemand.
00:13:50: Niemand is ja per se so böse.
00:13:52: Genau.
00:13:54: Und dann baue ich diese Schutzmauer auf als seine Mutter und irgendwann über die Jahre vielleicht könnte ich mir vorstellen, das sie bröckelt ... Die Tochter hat den Kontakt zu mir abgebrochen.
00:14:06: Wir sehen uns nicht mehr, vermisst die vielleicht?
00:14:09: Da muss doch in einem Geist irgendwie wirken ... Okay ich schaue mir das vielleicht doch mal an und ich suche vielleicht doch das Gespräch.
00:14:19: Und ich denke vielleicht über die Möglichkeit nach dass sie irgendwie recht hat auch wenn es schmerzhaft ist und begeht mich selbst in Therapie oder versucht mit meiner Tochter noch einmal darüber zu reden.
00:14:26: hat das irgendwie stattgefunden oder nicht?
00:14:29: Nee.
00:14:30: Und ich glaube, wovon du auch sprichst ist einfach ein Wunschdenken von Kindern und das höre ich immer wieder.
00:14:35: Ich mach ja diesen Content nicht ohne Grund.
00:14:38: also bin viel im Austausch mit eben diesen Kindern solche Kinder wie ich es bin.
00:14:44: Gibt's
00:14:44: dafür ein Netzwerk?
00:14:46: oder über deinen Social?
00:14:47: Über meinen Social genau!
00:14:48: Und ich überlege ob man da vielleicht mal einen Netzwerk weiß.
00:14:51: wir sind wirklich viele und ich habe mich viel alleine gefühlt in dieser Situation.
00:14:54: ich hab immer gedacht ich bin die einzige.
00:14:57: Es geht nur mir so, alle anderen haben diese Dille von Familie und so weiter.
00:15:02: Und was ich da für Sachen bekomme sind wirklich noch mal zehnmal härter als das, was ich erlebt habe.
00:15:09: Da geht es bis in den Tod!
00:15:11: wie nahin das Elternmütter auf dem Sterbebett liegen und immer noch manipulieren.
00:15:15: Und immer noch versuchen ihre Kinder irgendwie manipulativ mit ihren nazistischen Fängen einzufangen, das ist wirklich wild!
00:15:24: Ich habe eine Freundin da ging es über den Tod des Opas hinaus dass die Mutter die Tochter die Beerdigung des eigenen geliebten Opas voranhalten hat weil sie wusste, es wird sie so verletzen.
00:15:36: Er hat gewusst, die ist an der Zeit im Urlaub und genau da hat sich die Beerdigung ausgerichtet.
00:15:41: Kannst
00:15:41: du das aus deiner eigenen Erfahrung irgendwie für Lein erklären?
00:15:48: Was in Eltern vorgeht, die ihre Kinder so behandeln ... Du hast jetzt Nazismus angebracht!
00:15:56: Das ist jetzt ein Ferndiagnose, weiß ich
00:15:57: nicht.
00:15:57: Ja voll!
00:15:58: Es ist ja immer schnell gesagt, ne?
00:15:59: Ach das ist ein tatsächsisches Toxisch blablablas.
00:16:03: Ich kann keine Ferndiagnose geben beziehungsweise ich kann auch nichts sagen woran es liegt.
00:16:06: Ich sehe nur sehr deutlich dass das ein Generationsproblem ist.
00:16:12: Dass viele meiner Generation, ich bin millennial sich so fühlen und dass die Boomer, sag' ich jetzt klingt immer so abwertend.
00:16:19: da passiert dann die Boomageneration so handelt in dieser Opferrolle.
00:16:23: Die sind ja auch, und das ist diese Mutterwunde, die zieht sich durch eine Ahnenreihe sehr.
00:16:29: jetzt nicht so.
00:16:30: Da kommt meine Mutter und es ist auf einmal so, sondern sie ist geprägt durch.
00:16:34: Sie hatte ne Mutter oder ein Großmutter, die kriegstraumatisiert ist.
00:16:39: Dann gab's noch mal ganz andere gesellschaftliche Glaubenssätze in Bezug auf ... Wie erziehe ich mein Kind?
00:16:45: Da gibt's dieses fürchterliche Buch, die Mutter und mein erstes Kind
00:16:48: usw.,
00:16:50: Das kann man ja heute noch kaufen, wo dann wirklich diese emotionale Unverfügbarkeit gepredigt wird.
00:16:58: Und wir müssen starke Kinder ziehen und wir müssen sie alleine lassen und so ... damit die Arbeiter-Kinder werden, damit sie durch den Krieg kommen.
00:17:06: wie auch immer.
00:17:07: Ich glaube, dass wir fangen jetzt an das zu heilen.
00:17:10: Deswegen wollen wir es anders machen.
00:17:11: Wir heilen gerade rückwärts!
00:17:13: Und vorwärts für unsere Kinder.
00:17:15: Das macht es so schwierig auch, weil wir mitunter ... Ich bin auf jeden Fall so ein Fall.
00:17:20: Keine guten Beispiele hat die Mutterschaft aus dem Kander.
00:17:25: Viel Schuldgefühle, viel Hinterfragen, viel Reflektieren, viel Therapie, viel Austausch.
00:17:31: Dass das so anstrengend mit unter, einfach damit man diesen Rucksack nicht weitergibt?
00:17:36: Hast du manchmal Angst, dass du's weitergibst?
00:17:38: Absolut!
00:17:41: Also, ich hab ja spät Mutter geworden.
00:17:42: Ich weiß jetzt nicht spät ... Wenn man die Ärzte fragt, ja!
00:17:46: Ich fand's für mich genau richtig.
00:17:48: Aber ich hab mit Mit- ... Wie alt warst du denn?
00:17:49: Um thirty-six.
00:17:51: Und ich bin ... Ich wollte keine Kinder.
00:17:56: Weil es sich in meiner Familie durchzieht, dass sich die Mütter und die Töchter entzweien.
00:18:02: Wir sind viele Töchter.
00:18:04: Und das dachte ich mir, das kann ich nicht tragen.
00:18:08: Ich kann es nicht weitergehen.
00:18:09: Dann hab ich auch immer wieder zu meiner Therapeuting gesagt, ich möchte kein Kind auf die Welt bringen und diesem Kind das antun, was ich erlebt habe.
00:18:17: Aber vielleicht wird ihr Kind ja total glücklich!
00:18:19: Das hat gar nicht stattgefunden in meiner Gedankenwelt, dass dieses Kind ein glückliches Kind sein könnte mit einer glücklichen Kindheit.
00:18:26: Es hat viele Jahre gedauert und irgendwann hab ich gedacht ... Ja?
00:18:32: Okay, ich werd doch Mutter.
00:18:34: Aber es ist ein Kind und ...
00:18:37: Und erlebst du dich selbst im Alltag manchmal, dass du deine Mutter in dir wiedererkennst?
00:18:42: Nicht mehr!
00:18:42: Also das hatte ich am Anfang, hatte ich das schon, dass ich gerade in so Wut-Situationen, da greift man ja auch oft in so Töpfe alter Sätze die man noch von früher kennt.
00:18:51: So reiß ich zusammen oder ich zähle jetzt bis drei oder setzt was oder so.
00:18:55: Das hab' ich nicht mehr.
00:18:56: Das war am Anfang.
00:18:57: Da musste ich wirklich ganz viel ... auf mich schauen und gucken, was will ich weitergeben?
00:19:02: Was nicht.
00:19:04: Nee, das hab' ich nicht
00:19:05: mehr.".
00:19:05: Also ... Ich glaube klar, man hat immer das Gefühl, man gibt nicht genug.
00:19:10: Es geht dir vielleicht wahrscheinlich auch so.
00:19:12: Man will das Beste möglich mitgehen, spielig genug machen.
00:19:15: Dies fühlt sich mein Kind gesehen.
00:19:17: Gerade wenn man sich trennt wie, was gibt man weiter?
00:19:20: ist es für die Kinder okay, fünfzig-fünfzig, Goddo, Goddogod.
00:19:25: Neues Familienbild, ein Familiensystem.
00:19:28: Aber ich würde schon sagen, dass die Mutter bin, die ich selbst gebraucht hätte.
00:19:36: Ob das für mein Kind reicht?
00:19:37: Das kann ich dir nicht sagen!
00:19:38: Mein Kind bin nicht ich.
00:19:41: Ich würde mich, wenn ich ein Kind wäre mit mir als Mutter sehr zufrieden.
00:19:45: Aber es kann auch sein, dass mein Kind irgendwann sagt, nee, was war denn da los?
00:19:48: und dann reden wir darüber.
00:19:49: Wie darf ich mir das vorstellen?
00:19:50: ist das eine ständige innere Abgrenzung gegenüber deiner Mutter?
00:19:55: oder hast du dir selbst ein Bild geschaffen ... von einer Mutter, die du sein
00:19:59: willst?
00:19:59: Ich habe gute Vorbilder mittlerweile.
00:20:01: Also ich hab mir vor allen Dingen selbst ein Bild geschaffen, ja das auf dann halt eben aus dem Mangel heraus was ich erlebt habe dass sich das genau in die andere Richtung...ich überkompensiere auch ne!
00:20:11: Ich kaufe ja auch alles.
00:20:12: also ich bin dann auch so ach naja Fahrrad kommen..also ich habe das Privileg das zu tun und dann senke ich mir dann Ostern kommen Hauen wir mal richtig rein so.
00:20:21: Das merke ich dann schon auch, das mache ich dann auch bewusst.
00:20:24: Aber ich habe auch gute Vorbilder.
00:20:25: Ich hab tolle Freundinnen die tollen Mutterschaft vorleben wo ich immer wieder so denke ah ja guter Ansatz ist das ja toll und tauschen wir uns auf, guck mal beobachte dich dann auch so Situationen.
00:20:36: Ja das ist ja toll.
00:20:38: also da ich hab ein tolles Netzwerk anmüttern.
00:20:40: Und glaubst du dass deine Mutter reflektiert wie sie aufgewachsen ist?
00:20:46: Woher das also kommt?
00:20:49: Ich bin unsicher.
00:20:51: Wir haben ein bisschen mal drüber gesprochen, ich hab's mir noch in der Familienaufstellung angeguckt ...
00:20:58: Du alleine?
00:20:59: Ich alleine ja!
00:21:01: Aber... Ich glaube es ist sehr schmerzhaft sich das alles wirklich so anzuschauen wenn man so schlimme Dinge erlebt hat.
00:21:09: da muss man reinwollen.
00:21:11: So ein Ereignis dass die eigene Tochter mit einem bricht wäre ja mein Einstieg.
00:21:18: Möchte man nein
00:21:19: Würdest du denn ... wartest du noch?
00:21:21: Nein.
00:21:22: Nee, ich will gar nix.
00:21:24: Nee!
00:21:25: Ich hab da auch mein Frieden, muss ich sagen.
00:21:27: Wirklich?!
00:21:28: Ich habe Momente jetzt so wie gesagt Feiertage wo ich denke ach aber ich weiß ja was mich erwartet.
00:21:37: Aber Menschen
00:21:38: können sich ja...
00:21:39: Ja das möchte man meinen und dann setzt man an uns.
00:21:41: Ich weiß du möchtest so gerne aber es
00:21:43: ist... Ich will da jetzt auch nicht bohren.
00:21:45: Also du wirst auch nicht weiterkommen als das was ich hier sage Nee, weil ich hab ja noch Kontakte über Unumwege mit Menschen, die Kontakt haben.
00:21:56: Wo ich mir denke ... Ah!
00:21:58: Okay.
00:21:59: Hast du eine Schwester?
00:22:01: Oh, kein Kommentar.
00:22:04: Auch
00:22:05: schwierig.
00:22:06: Also ich habe ... Das heißt,
00:22:09: wenn es zu privat wird, sind sie eher auf der Seite deiner Mutter?
00:22:13: Was heißt das auf der Seite?
00:22:16: Wenn man von Familie spricht, hab ich ... aus von genetischen Ecken.
00:22:21: Habe ich zwei, das ist meine Oma und die wird jetzt alles Gute.
00:22:24: Und mein Vater.
00:22:26: Das sind zwei Leute ...
00:22:27: Aber du hast Geschwister?
00:22:29: Ja!
00:22:32: Die haben den Kontakt zu deiner Mutter nicht abgeworfen?
00:22:34: Nein.
00:22:36: Und das ist der Grund, warum ihr keinen Kontakt mehr habt?
00:22:38: Richtig.
00:22:40: Und du wartest nicht... Nein.
00:22:41: Du hast keine Hoffnung.
00:22:44: Das klingt so düster Hoffnung, als würde ich in der Ecke sitzen und warten.
00:22:48: Man kann das ja auch positiv spinnen.
00:22:50: Wer weiß?
00:22:51: Ich hab mich davon befreit und mir geht's gut damit.
00:22:54: Und wenn sie aber in zehn Jahren ...
00:22:56: Das kann sein!
00:22:57: Ich sag niemals nie, das kann alles sein.
00:23:02: Aber das ist doch so... Ich weiß nicht, wie ich dir das erklären soll.
00:23:05: Wahrscheinlich hast du ein gutes Verhältnis mit deinen Eltern.
00:23:08: Ja.
00:23:10: Wenn man das dann so aus dieser Richtung hört, deckt man sich so ... Oh Gott.
00:23:13: Das ist ja fürchterlich und es is's auch!
00:23:15: Nee, also ich will gar nicht dir zu nahe treten.
00:23:17: Ich frage mich nur, ob da noch ein kleiner Teil von dir irgendwie Nicht-Hoffnung hat?
00:23:23: Ist vielleicht das falsche Wort aber so denkt so Ja, viel leicht kommt da ja nochmal irgendwas ohne darauf zu warten sondern einfach zu sagen hier der Tür spalt ist noch offen für dich Mama.
00:23:36: Hast du mir darüber nachgedacht dass du das vielleicht signalisieren?
00:23:41: Nee, weil mir nichts fehlt.
00:23:43: Also ich hab gute ... also Kinder, die ja so aufwachsen haben ja... Die sind nicht blöd als Kinder.
00:23:52: Kinder haben ihre Mechanismen.
00:23:53: Ob sie bewusst waren oder nicht meistens nicht bewusst.
00:23:56: Die erschaffen sich in dem Umfeld, indem sie groß werden.
00:24:01: Die Sicherheit, die sie brauchen.
00:24:02: Und ich hab mir schon immer Mütter geschaffen.
00:24:04: Das heißt ... meine Mutter in meiner Kindheit war die beste Freundin.
00:24:10: Da war ich morgens um sechs Uhr, stand nicht an der Tür abgeklingelt.
00:24:13: Sie hat gesagt, komm rein, setz dich an den Tisch!
00:24:15: Ich schneide ja meinen Apfel
00:24:16: auf.".
00:24:17: So und das hat sich durchgezogen.
00:24:20: Dann war es die Mutter meiner besten Freundin, dann war's die Mutter meines Partners.
00:24:24: Jetzt ist es die beste Freundin von meinem Vater.
00:24:26: also... ...ich hab mütterliche Gespräche, ne?
00:24:29: Ich habe auch eine tolle Therapeutin.
00:24:31: da geh' ich vor allen Dingen auch hin weil das sind wirklich Gespräche für mich wie mit einer Mama.
00:24:35: Klar, ich bezahl sie jetzt dafür!
00:24:37: Aber es ist so ein schönes Miteinander.
00:24:39: und dann setze ich mich hin und sage ... Oh Mann!
00:24:41: Das war aber ja schon wieder so anstrengend.
00:24:42: Ich sag, komm, ist das nicht.
00:24:43: meine Hütte Christoph, redet erst mal einen Kaffee und dann reden wir darüber.
00:24:46: Und das ist dann so meine Stunde Gespräch mit einer von Frau zu Frau.
00:24:50: Die gibt mir nicht ihrs sondern ich gebe ihr Mainz sowieso ein mitteiliges Gespräch einig sein sollte.
00:24:56: Willst du sagen, du bist befreit?
00:24:59: Ja, also ich würde sagen mit Sicherheit... Also ich glaube, so'n Rest Ach, man wär's doch anders gewesen.
00:25:08: Weil diese Beziehung zur Mutter prägt ja alle Beziehungen in deinem Leben und wie ich schon sage auch dieses ist nie genug, ne?
00:25:16: Man gibt nie genug!
00:25:17: Und auch dieses in Beziehungs- sich zu geben, ist ja auch gefährlich.
00:25:21: wenn man so eine gefährliche Beziehion gelebt hat wo man nicht eben sicher aufgenommen wird ... So zu hundert Prozent das Herz zu öffnen fällt mir ja komplett schweres.
00:25:30: immer ein Gefühl von Ich lauf Gefahr.
00:25:33: Das is noch da aber Ich fühl mich schon frei.
00:25:38: Ja, mal mehr, mal weniger.
00:25:39: Momentan hab ich nicht so eine gute Phase, aber es war jetzt auch Ostern.
00:25:42: Hab schon wieder Sachen gehört, die aus der anderen Richtung kamen und ich dachte, ich will's gar nicht wissen.
00:25:46: Aber kannst du das nicht abstellen in diesem Kanal?
00:25:49: Das ist dann immer noch
00:25:50: ein Band von ... Das sind Brückenmenschen, die Kontakt in beide Richtungen haben.
00:25:55: Meine Brückenmenschen sind sehr sensibilisiert und erzählen mir nichts.
00:25:59: Es gab eine Situation, wo mein Brücken Mensch gesagt hat, hä!
00:26:03: Ey, was ist das denn jetzt?
00:26:05: Also hatte selber einen Konflikt und ich dachte mir so ... Okay.
00:26:08: Was ist da bei euch los?
00:26:09: Da gab's doch nie was.
00:26:10: Das hab ich mir kurz angehört.
00:26:12: Brauchte es aber auch für mich.
00:26:13: Der Brückenmensch hat mich gefragt.
00:26:15: Ich brauchte es einfach noch mal zum Abgleich.
00:26:18: Hat sich vielleicht etwas verändert.
00:26:20: Dann hab ich gedacht, nee!
00:26:22: Dann hab mit ihm immer aufgehört, darüber zu sprechen.
00:26:24: Und dann dachte ich mir Gott sei Dank, es ist keiner da.
00:26:27: Liebe das, es is keiner da,
00:26:29: keiner.
00:26:30: Ja, aber das klingt ja schon.
00:26:31: Deswegen frage ich das nach irgendwie so einer Befreiung?
00:26:34: Ja voll!
00:26:35: Aber es ist natürlich... man bleibt auch immer ein Teil noch Kind und denkt so, oh Mann wie wär's wohl gelaufen wenn es anders gewesen wäre?
00:26:41: Dann hätte ich mir viel Arbeit vielleicht auch erspart.
00:26:44: Aber ich wäre halt nicht so wie ich jetzt bin, ne?
00:26:46: Ist das ja auch.
00:26:47: Ich bin ja zufrieden so, wie ich bin.
00:26:50: Wir müssen auch mal in der Mühe den Ort
00:26:51: sprechen, den du mitgebracht hast.
00:26:53: Wir hatten jetzt eine halbe Stunde vorgespräch.
00:26:56: Das war ein grobes Kennenlernen ganz oberflänglich.
00:27:00: Wir sind direkt rein.
00:27:01: Mir war gut, ähm ...
00:27:01: Das ist bei mir immer so tatsächlich.
00:27:04: Sehr gut!
00:27:04: Wir haben versucht den Ort, den du mitgebracht hast ein bisschen szenisch zu beschreiben und das würde ich dir jetzt vorlesen.
00:27:12: Ihr habt mein Ohr?
00:27:13: Ja.
00:27:14: Okay... Es
00:27:14: ist ein Service von uns.
00:27:16: Wow!
00:27:16: Gut
00:27:16: oder?
00:27:17: Jaa!
00:27:18: Also weiß ich nicht ob es gut ist.
00:27:19: Wir werden sehen.
00:27:20: Leider ist es ja auch völlig an den Haaren herbeigezogen.
00:27:22: Ich bin ganz ...
00:27:23: Naja wir haben ja gut recherchiert.
00:27:25: Wir betreten heute einen Raum der sich anfühlt wie eine Umarmung die man sich selbst gegeben hat.
00:27:30: In dieser Berliner Wohnung mischt sich der Duft von frischen Blumen mit der kühlen Morgenluft, die durch die weit geöffneten Fenster strömt.
00:27:37: und dann ist da dieses Geräusch Kinder lachen das durch die Flure rollt.
00:27:40: Man spürt sofort dass sie es kein Zufallsprodukt.
00:27:43: jedes Möbelstück jede Vase scheint hier eine Aufgabe zu haben nämlich Schutz zu bieten.
00:27:47: Es ist ein Ort an dem Svenna ihre eigene Definition vom Familie Stein für Stein aufgebaut hat.
00:27:54: Das ist ja passproethisch.
00:27:56: Ja schön!
00:27:57: Das stimmt
00:27:59: ja
00:28:00: Meine Wohnung.
00:28:01: Willst du ein bisschen erzählen?
00:28:02: Das ist so witzig, als du gesagt hast, dieses jede Vase und jedes ... Und es ist so krass!
00:28:07: Weil wenn mein Kind wechselt im Wechselmodell, dann mach ich alles auf Werks- ... Wie macht
00:28:13: ihr das Woche wochen
00:28:14: oder nicht?
00:28:14: Nicht Woche woche sondern wir teilen auch noch mal die Woche auf.
00:28:17: Mittwoch, Mittwochs, Freitag.
00:28:20: Wir wohnen aber auch ganz nah zusammen und wenn man was is und so, also easy, ganz tolles Miteinander bin sehr dankbar.
00:28:27: Auch ein neues Bild von Familie Ganz anders, als ich eigentlich von mir leben wollte.
00:28:32: Aber diese Elternschaft ist toll!
00:28:36: Wie lange macht ihr das schon so?
00:28:37: Getrennt?
00:28:38: Seit anderthalb Jahren...
00:28:40: Und lief es immer so gut wie jetzt?
00:28:41: Ja.
00:28:42: Echt?!
00:28:43: Ich bin oft auf dich zu sagen, was sind wir und wie geil sind wir eigentlich?
00:28:47: Also ich bin sehr dankbar für stehen uns so gut viel besser als vorher.
00:28:53: also Ich könnte es mir nicht besser vorstellen.
00:28:55: Es gab keine Phase nach der Trennung?
00:28:56: Natürlich!
00:28:58: Ja, wir haben ja noch zusammen gewohnt fast ein Jahr ... Nach
00:29:00: der
00:29:00: Trainung?!
00:29:01: Ja...
00:29:02: Habt ihr noch einen Jahr zu lange
00:29:04: in Berlin?
00:29:04: Na ja, in Berlin eine Wohnung zu bekommen die halt nicht so weit weg ist und so da wo wir wohnen Wie das war?
00:29:11: Sticke ich!
00:29:11: Wie war das so mit neuen Dates und so?
00:29:13: Hatten wir nicht.
00:29:14: Ich nicht also... Ich hatte ... Nee, nee, nee.
00:29:17: Weiß ich nicht, glaub' nicht, ne?
00:29:18: Ich
00:29:18: glaube er hat sie nicht mit nach Hause
00:29:19: gebracht.
00:29:19: Nein natürlich nicht.
00:29:20: Ne, also das war ähm.. Ja, ich glaub für ihn was schwieriger.
00:29:24: Ich war ja schon lange ... Also, wenn Frauen mit Frauen sich trennen.
00:29:26: Das hat aber schon lange weg.
00:29:28: Ja, Frauen trennen sich auch wieder nicht von heute auf morgen.
00:29:31: Das dauert, man macht Therapie.
00:29:32: Nee-nee-nee!
00:29:34: Das hat auch gedauert, aber als es ausgesprochen war, war so okay und ...
00:29:39: Wie ist das dann, wenn wir am nächsten Morgen aufwachten?
00:29:41: Da sitzt der immer noch.
00:29:43: Eigentlich im Prinzip genauso stickig wie vorher nur mit jetzt ist endlich was entschieden worden.
00:29:48: Und wie hat er das empfunden?
00:29:50: Schlimm.
00:29:51: Er ist zusammengebrochen, wollte ... Nee.
00:29:54: Weil er das Bild von Familie behalten wollte und es war auch schlimm.
00:29:58: Es war auch schlimmer.
00:29:59: Ich hab mir auch leid.
00:30:00: Das
00:30:00: ist auch schwer, das loszulassen?
00:30:02: Ja!
00:30:02: Es ist immer noch schwer für mich, muss ich tatsächlich sagen.
00:30:06: Also... Die gesagt hat wie eine tolle Elternschaft und so.
00:30:10: Aber ich habe immer noch in meinem Kopf eingehemmert Mutter, Vater, Kind zusammen.
00:30:16: Und ich hatte, wie gesagt, keine eigene intakte Familie.
00:30:19: Ich hätte sie mir gerne gewünscht als erwachsene Person.
00:30:22: Habe ich jetzt auch nicht bekommen quasi?
00:30:26: Dann übernehme ich wieder die Verantwortung ... Hat ja nicht von meiner Seite aus gereicht, wie es bei meiner Mutter nicht gereicht hat.
00:30:32: Das ist das was ich meine mit diesen Beziehungen, die sich dann wiederholen.
00:30:37: Aber dass da noch jemand anders beteiligt war in dieser Beziehung.
00:30:40: Hallo!
00:30:41: Möchtest du vielleicht, dass da irgendwie ... Kann das sein, dass ihr beide gemeinsam das vielleicht Ich will nicht sagen verkackt, sondern unsere Beziehung hat sich erfüllt.
00:30:49: Also wir hatten uns ... Wir haben alles was wir haben gebraucht und fertig.
00:30:54: Und jetzt haben wir eine wunderbare Elternschaft.
00:30:55: Ich bin ihm unfassbar dankbar!
00:31:00: Ja ich denke mir meine Güte bist du ein toller Papa so?
00:31:04: Und ich bin natürlich wieder voller Schuldgefühle, wie es bei Müttern auch oft ist.
00:31:07: Also das ist viel los.
00:31:10: Glaubst du wirklich, dass es ein Mütterthema ist?
00:31:14: Zählt du es mir, hast du das nicht?
00:31:17: Auch wenn man Elternschaft gleichberechtigt lebt.
00:31:19: Oder ist es eher ein Mütter-Thema, weil Müttern lange Zeit und immer noch hauptsächlich die verantwortlichen
00:31:24: sind?
00:31:26: Wenn ein Vater alle zwei Wochen seinen Kind mal nimmt ... Dann ist er so, der kümmert sich ja!
00:31:31: Wenn er seine Kinder nimmt, dann ist das toll.
00:31:33: Ist das ein toller Papa.
00:31:34: Ist
00:31:34: es so immer noch?
00:31:35: Natürlich.
00:31:37: Ist sehr standard, immer noch so low?
00:31:38: Ja.
00:31:39: Du kannst dir als Vater auch entscheiden, das ist es ja auch.
00:31:43: Willst du Kontakt mit deinem Kind oder nicht?
00:31:45: Wenn du keinen Unterhalt bezahlen willst und muss jemand anders aufkommen, kann der untertauchen, die Mutter übernimmt das, ganz saulopp und oberflächlich angekratzt.
00:31:55: Und wenn er dann auftaucht ... Jetzt hat er sich reflektiert, jetzt will er wieder.
00:32:00: Ist das nicht toll!
00:32:01: Jetzt kümmert er sich um seine Kinder.
00:32:03: Die können wie sie wollen so ein bisschen.
00:32:05: Mütter, wenn wir in einer Fünfzig-Fünftig-Situation Dann bin ich egoistisch.
00:32:11: Also in meinem Umfeld nicht, aber wenn wir jetzt auf die Gesellschaft mal groß raussoumen
00:32:16: ... Weil du dir die Freiheit nimmst?
00:32:17: Fünfzig Prozent deiner Zeit nicht im Kind zu leben.
00:32:19: Richtig!
00:32:19: Ich bin frei fünfzig Prozent meiner Zeit und vielleicht hab' ich da auch noch eine neue Partnerschaft und vielleicht lebe ich dann ein freies Leben, vielleicht habe ich dann auch dies und das... Und rufe vielleicht nicht jede Minute meinen Kind an und frag wie geht's sondern ich lebe mein Leben und dann ist so
00:32:35: krass.
00:32:36: Und dafür kriegst Du Hate
00:32:38: In meinem Umfeld nicht.
00:32:40: Dieser Held passiert auch viel in meinem Kopf durch mich selbst, das ist auch noch mal so und natürlich die ältere Generation.
00:32:46: Ich möchte da niemanden genau ansprechen aber es gibt da auch Menschen aus der Familie, ich hab die Familie kaputt gemacht ...
00:32:56: Deine eigene?
00:32:57: Meine eigene!
00:32:58: Und nicht mehr mit mir reden, gehen nicht mehr an Weihnachtstisch und sagen ... Ich kann nicht mit der nicht am Tisch sitzen.
00:33:04: Ich warte lieber irgendwo anders oder damit dann da nach Hause kommt und noch mal Weihnachten gefeiert wird als mich mit meinem Enkelkind mit dieser Frau an den Tisch zu
00:33:12: setzen.".
00:33:13: Aber das ist jetzt nochmal ein anderes Thema?
00:33:15: Weil
00:33:16: du getrennt erziehend ...
00:33:19: weil wir nicht mehr zusammen sind.
00:33:21: Deswegen haben Teile deiner Familie
00:33:23: gesagt... Nee, ach!
00:33:24: Oder andere Leute geht nicht.
00:33:28: Krass.
00:33:29: Ja, und das macht auch wieder so ein Schuldgefühl auf.
00:33:33: Man hat alles gegeben, man hat irgendwie versucht ... Und man hat ja gekämpft.
00:33:37: für diese Beziehung ist nicht so, dass ich da rausgegangen bin und gedacht hab, es ist jetzt einfach so.
00:33:43: Klar habe ich das ausgesprochen aber es ist nichts was schon unterschwellig mitlief.
00:33:49: Dann bin ich als Frau dann kann ich in der Wohnung bleiben und dann hab' ich das Geld und die E's.
00:33:56: Ich zeige so ein bisschen auf Ja.
00:33:59: Was andere vielleicht auch nicht können oder damals nicht konnten und ... Genau, als Vater bist du halt dann so ja jetzt ist der Fünfzig-Fünfzig toll!
00:34:06: Toll!
00:34:07: Mensch, Fünfzig-Fünftig kümmert er sich?
00:34:09: Wow!
00:34:09: Und sie macht Fünfzyfünfzig einfach, macht sich ein Lockerin.
00:34:12: So.
00:34:13: Genau.
00:34:14: Jetzt hab ich gar keine Ahnung wie wir dahin gekommen sind aber ja... Wir haben's noch zusammen gewohnt.
00:34:19: Das wohl hat es so gefragt wird noch zusammengewohnt wieder
00:34:21: so.
00:34:21: Ein Jahr lang.
00:34:22: Ja knapp ein Jahr.
00:34:23: Und ähm ... Es war Holbrüch.
00:34:28: Aber es war okay, vor allen Dingen schön für das Kind und wir konnten es begleiten!
00:34:34: Es war auch so, jetzt wird eine Wohnung gesucht.
00:34:37: Dann wurden Sachen geparkt ... Also es war ein ganz schleichender Übergang und wir haben halt nie ... nie!
00:34:44: Das war total schön in dieser Situation.
00:34:47: das Wort verändert im Bezug auf den jeweils anderen.
00:34:51: Es war immer noch, ey, geh mal zu Mama, die kann besser Haare kennen als ich oder geh mal zur Papa der kann besser Ligo bauen.
00:34:57: Es waren immer eine Wertschätzung da.
00:35:00: Das ist total schön.
00:35:02: Wir den Respekt ... Ich glaub, dafür haben wir uns auch Gott sei Dank getrennt.
00:35:06: Dass eben nicht dieses ich kann dich nicht mehr angucken oder vernünftig über die Sprechen ohne dass irgendwie mir schlecht wird sondern dein Papa ist ein toller Mann und der ist genau der richtige Mann dafür, dass er dein Papa isst.
00:35:19: aber es hat für uns als Paar halt nicht gereicht.
00:35:24: Du hast mal gesagt das Mutigste was du je gemacht hast war Mutter zu werden.
00:35:29: Wegen deiner persönlichen Geschichte?
00:35:31: Oder hat es noch andere?
00:35:32: Nee, wegen meiner persönlichen Geschichte.
00:35:33: Weil Kinder drücken genau dahin wo's wehtut und die zeigen dir halt einfach auch genau diese Situation auf wo dir vielleicht was gefehlt hat.
00:35:42: Die Trägernsituation also keine Ahnung ich weiß noch einen Gewöhnung war für mich auch schlimm weil Ich saß halt quasi als Mutter in diesem Bild Und hab auf mein Kind geschaut hab mich daran erinnert, wie's andersrum mal war.
00:35:57: Und dass ich eben das nicht hatte, wie ich es begleitet habe und bin aus dieser Eingewöhnung rausgehalten hat.
00:36:03: Ich hab mich und meine Geschichte beweint weil du vieles einfach noch mal siehst und auch denkst okay wow dieses Kind darf frei leben und frei sein und wird begleitet und ist ... Das hat mir gefehlt.
00:36:15: Es wird dann nochmal so bewusst auch.
00:36:17: Das passiert dir wahrscheinlich relativ häufig?
00:36:19: Ja.
00:36:20: Sprichst du da mit deinem Kind darüber?
00:36:22: Ja, also nicht so sehr tief rein.
00:36:25: Aber es gibt halt Situationen ... Also ich bin dann immer meine Gefühle, wenn mein Kind merkt, da ist was, dann war's los und dann erzähl ich das.
00:36:34: Mein Kind fragt auch, hast du gar keine Mama?
00:36:38: Und dann sag ich doch, ich hab ne Mama!
00:36:40: Und isst die
00:36:41: tot?!
00:36:42: Hat deine Mutter nie kennengelernt?
00:36:44: Doch aber da war mein Kind noch sehr klein.
00:36:47: Und ich erinnere mich auch an eine Situation, wo ich gesagt hab, Oma kommt.
00:36:51: Meine Mutter kommt hoch und mein Kind sagt, aber Oma wollt doch
00:36:53: kommen.".
00:36:54: Weil das Kind dachte die andere Seite kommt.
00:36:58: So ist es die Beziehung.
00:36:59: Und so war sie auch.
00:37:02: Dann muss ich halt gucken, wie erklär ich das kindgerecht?
00:37:06: Alles was Kinder fragen kann man ihnen zumuten.
00:37:09: Die fragen dann drei Fragen und sagen okay, ich geh wieder spielen oder so.
00:37:14: Das bringt mich auf eine Frage, weil ich das in meinem Umfeld schon erlebt habe.
00:37:18: Dass mit den Gedanken gespielt wurde, den Kontakt zu der Mutter abzubrechen auch mehrfach und diese Mutter ist aber für das Kind dieser Person eine ganz tolle Oma.
00:37:31: Hast du mal drüber nachgedacht?
00:37:33: Geht das überhaupt?
00:37:35: Kann man das dann ...
00:37:36: Oh, was!
00:37:39: Da müssen Erwachsene sehr erwachsen sein, würde ich sagen Und das gelingt oft Erwachsene nicht, das Ego an die Seite zu packen.
00:37:46: Das Problem was ich jetzt an meiner Stelle sehen würde und das ist halt auch das was ich immer wieder höre dass es gar nicht um die Kinder geht sondern dass der Kontakt versucht wird herzustellen oder am Leben zu erhalten um wieder an das eigene Kind zu bekommen.
00:38:00: also man kriegt Geschenke geschickt.
00:38:02: das war bei uns im Fall so geschenke werden geschickt.
00:38:08: Dann hat mein Partner damals gesagt, was machen wir denn mit dem Geschenk?
00:38:11: Ich such keine Ahnung.
00:38:12: Dann hat er gesagt ich schreibe mal deiner Mutter und sag du kannst gerne vorbeikommen Und halt angeboten dieses geschenk selbst zu bringen.
00:38:20: und ja Was machen wir den dann?
00:38:21: ja dann gehen wir vielleicht am spielplatz um.
00:38:22: und dann aber was ist denn mit zwänja?
00:38:25: Was soll mit zwönja sein?
00:38:26: Ja wie findet die das denn?
00:38:29: Die ist dann wahrscheinlich da.
00:38:30: Egal, wir gehen raus.
00:38:31: Aber Svenja!
00:38:33: Dann hat das drei Monate gedauert und mein Ex-Partner hat das Geschenk zurückgeschickt.
00:38:38: Und jetzt wird überall erzählt ich hätte den Zugang verwehrt weil ich habe das geschenkt zurück geschickt.
00:38:43: Ich hatte damit gar nichts zu tun.
00:38:45: Da ging es in dem Fall um mich.
00:38:47: Wenn der Kontakt abgebrochen wird mit einer bestehenden guten Mutter kann man vielleicht schauen ob es der Partner macht?
00:38:56: Den Kontakt?
00:38:58: Ich finde es aber schwierig, weil
00:39:00: ... Du meinst, wenn der Kontakt abgebrochen
00:39:02: wird.
00:39:03: Genau, wenn die eine Person mit der Mutter den Kontakt abbricht und da ist ein Enkelkind und noch eine Partnerin, die dann vielleicht guckt, ob das geht.
00:39:11: Ich bin aber so'n bisschen ... Ich bin ein bisschen zwiegespeitert.
00:39:15: Vielleicht bin ich sehr voreingenommen, weil das Kinder spüren, wenn es Spannungen gibt?
00:39:20: Ja.
00:39:20: Ich glaube, dass Kinder genau wissen, wo ist es gut und wo nicht.
00:39:25: Wenn die eigene Mutter oder Oma das eigene Kind so behandelt hat, dass sie sich nicht wohlfühlt wie sicher fühlt sich am Ende des Kindes ... Boah!
00:39:37: Ich möchte da eigentlich gar nicht so, denn das muss man therapeutisch begleiten lassen oder für sich selber entscheiden.
00:39:43: Mein Weg wäre immer zu sagen ... Oder mein Weg ist, für mich funktioniert das nicht.
00:39:49: Weil Kinder spürig sind, die checken das so.
00:39:51: Liebst du deine Mutter?
00:39:55: Mhm.
00:39:58: Bin ihr dankbar!
00:40:00: Bin ihr Dankbar.
00:40:00: Wofür?
00:40:01: Dass sie mir das Leben geschenkt hat.
00:40:03: Ich glaub, sie hat ihr bestmögliches getan.
00:40:05: Das hat sie mit ganz großer Sicherheit und jetzt auch schon wirklich um so viele Prozente.
00:40:11: Und wenn ich grade hundred-undachtzig was weiß ich besser gemacht als bei Unterfüsiva... Das kann zu sehen.
00:40:18: Ja, das kann ich sehen weil ich den Vergleich schon hab.
00:40:21: was ist bei ihr passiert was bei mir passiert?
00:40:23: aber für Liebe braucht es Verbindung und die haben wir nicht.
00:40:28: Ich habe eine ganz große Wertschätzung für sie.
00:40:30: also ich wünsche dir nichts Schlechtes ne?
00:40:31: Also ich wurde auch schon mal gefragt Auch außerhalb der Familie wie ist denn das für dich wenn die sterben würde?
00:40:38: Habe ich mich natürlich auch mit einer Gesetze gesagt Dann wird's mir leid tun für ihre Angehörigen.
00:40:43: Wird mir Leidtun für Ihre Angehöhrigung.
00:40:45: Es ist bestimmt traurig.
00:40:46: dann Ich hab verheiratet, ne?
00:40:48: So aber ... ich fühl da so nix.
00:40:54: Also ich hab diese Verbindungen einfach nicht und ich hab auch zu lange dafür gearbeitet, keine Wut mehr zu empfinden.
00:40:59: Hast du diese Verbindung, ist das ein Erfolgsprozess der Therapie oder deine eigenen Arbeit, dass du die verloren hast?
00:41:05: oder hat's dich schon vorhin nicht
00:41:06: mehr?
00:41:06: Weil unsere Verbindung war Wut, Hoffnung... Und einen Wunsch nach etwas, was nie da war!
00:41:16: Ein Wunsch, ein ganz großer Wunsch und vor allen Dingen diese Wut.
00:41:20: Dieses Warum konnte sie nicht?
00:41:23: Und warum hat sie sich nicht drum gekümmert?
00:41:26: Wenn ich in Kontakt abreche, warum macht die keine Therapie?
00:41:28: Bin ich es nicht wert, dass man für mich Therapie macht?
00:41:31: Was ich aber immer wieder erlebe ist, dass diese Mütter oft auch einfach machen lieber das eigene ... Opferbild, also wo sie Opfer sind und einfach die Person ist, die verlassen ist anstatt in Kontakt mit ihrem Kind zu treten.
00:41:45: Und sie nehmen lieber einen Kauf keinen Kontakt mit dem Kind zu haben als sich mit ihren Themen auseinanderzusetzen.
00:41:51: Das ist traurig und auch schmerzhaft aber vor allen Dingen ist es enttäuschend!
00:41:56: Und das ist gut weil diese Täuschung, die man hat von den Bilden bei meiner Mutter muss und der Mutter ist und ich als Mutter bin doch so... Ist dann einfach ... Das wird quasi ins richtige Licht gerückt und man merkt, ah ja okay.
00:42:09: Da hab ich mich selbst getäuscht.
00:42:10: und so ist aber die Wahrheit, ich muss das loslassen.
00:42:12: Und loslassen ist auch vor allen Dingen klar, ich habe Therapie gemacht und viel aufgearbeitet, viel verstanden, aber auch eine Entscheidung.
00:42:20: D.h.,
00:42:21: du würdest sagen, du hast Abschied genommen?
00:42:23: Ja!
00:42:23: Ich hab Abschiedgenommen.
00:42:25: Ich weiß gar nicht, ob ich das jetzt erzählen kann weil wegen Buch uns noch nicht so klabs rauskommt.
00:42:30: Aber ich hab ein Buch dazu geschrieben Und vor allen Dingen war dieses Buch ein ganz großer Prozess für mich selbst.
00:42:37: Also ich hab da, boah!
00:42:39: Geweint und geweint und nur in meinem Kinderzimmer gesessen und danach habe ich das zugemacht und es war so... Ich bin frei.
00:42:47: Ja dann doch nochmal zurückzukommen, so bist du frei?
00:42:50: Ja, bedingt denke ich ja.
00:42:51: Also es gibt Momente, wenn man so ... Man kennt das selber, wenn's einmal nicht gut geht und man wünscht immer von einer Mama oder von ... Wenn man ist gerade in Phasen wo man ein bisschen instabil ist dann wünscht man sich jemandem mal zurück an die Schulter vom Mama-Papa.
00:43:05: Da hab' ich das auch noch.
00:43:06: aber ansonsten denke ich kann mich ganz gut selber
00:43:09: halten.
00:43:10: Mir kommt nur grade eine Frage.
00:43:12: vielleicht ist das auch
00:43:13: Quatsch?
00:43:14: Aber ist das
00:43:14: irgendwie häufig die Mutter?
00:43:17: Ja!
00:43:18: Warum?
00:43:19: Weil das einfach das Näheverhältnis viel stärker ist.
00:43:21: Na ja, du bist... In deiner Mutter ja groß geworden.
00:43:25: Du bist in der Mutter gewachsen und wenn du rausgehst, hast immer Anteile deiner Mutter ... Du trägst so mit dir.
00:43:32: Da müsste dann eine starke Verbindung sein.
00:43:35: Dann kommt noch gesellschaftlich auch dann Mutterrolle, Muttermuss die Mutter ist.
00:43:39: Es gibt ganz viele Glaubenssätze zum Thema Mutter.
00:43:42: Und es trauen sich viel aber nicht, ihrem eigenen Mutter anzukreiden weil eben genau das sie hat uns das Leben geschenkt.
00:43:48: wir dürfen nicht unlangbar sein.
00:43:49: Jetzt bricht es aber langsam auf Und Menschen sehen und verstehen, ah ja okay auch meine Mutter hat viel falsch gemacht.
00:43:57: Kann man auch wiederum so ein bisschen Patrachial gucken?
00:44:00: Na ja die Väter kommen halt immer besser weg als Mütter auch.
00:44:03: Also ich glaube das ist ein sehr komplexes Thema aber es gibt immer mehr Bewusstsein dazu.
00:44:11: Ich finde es wichtig dass man darf seiner Mutter auch mal sagen Das war beschissen!
00:44:17: Da hast du reingeschissen sag' ich immer.
00:44:21: Und trotzdem aber auch zu sagen ... Ja, genau.
00:44:24: Oder so, ich sag mal reingeschissen.
00:44:26: Aber auch zu sein, ich kann aber dankbar sein für das, was sie mir mitgegeben hat, weil es das Beste war, was ihr mir geben konnte.
00:44:33: und auf dieses Zuhause diesen sicheren Ohr zurückzukommen, da ich den ja nicht hatte?
00:44:40: Gefühlt in meiner Kindheit, wenn du mich fragst.
00:44:42: Ich hatte ihn nicht.
00:44:43: Wenn andere fragen, ich hatte ihn ...
00:44:45: Das musst du ja beurteilen?
00:44:47: Genau!
00:44:48: Ich bin Expertin meines und das ist mein Zuhause weil ich dieses zu Hause so geschaffen habe mit diesen Vasen die alle an Platz- und Ort- und Stelle stehen wie du es eben gesagt hast Werkseinstellung.
00:45:00: alles steht genau da wo es soll als wäre es festgeklebt solange mein Kind nicht da ist.
00:45:07: Das ist für mich einfach dieses Gefühl von Sicherheit.
00:45:10: Da kann ich Leute einladen, die ich einlad'n möchte!
00:45:14: Ich habe einen riesigen Estisch der ist fünf Meter und da setze ich nur Leute die ich möchte Menschen die mich sehen, Menschen die ich liebe wo ich weiß Die machen mir nichts kaputt.
00:45:26: Ja, die setzen sich nicht an Tisch und Reden darüber wie hässlich meine Haare sind oder wie kacke meine Wandfarbe ist sondern sie sitzen da mit mir tauschen sich aus fühlen mich sehen mich Und das es so ein schönes Gefühl zu wissen in meiner Wohnung.
00:45:39: Es sind nur gute Menschen.
00:45:41: Meine Familie meine Herzfamilie die ich mir kreiert habe über viele viele Jahre meine beste Freundin.
00:45:46: seit zwanzig Jahren ist meine Schwester also Da geht nix drüber.
00:45:50: Familie ist vor allen Dingen Gefühl, alles anderes Verwandtschaft.
00:45:53: Und zu sagen ich komme in eine ... Ich fährle etwas reingeboren und verstehe mich mit allem, finde ich so nett gedacht.
00:46:01: Das ist dann vielleicht ne Werbung die wir sehen wo sie sich alle am Tisch begegnen.
00:46:05: Aber es ist selten die Realität und Familie ist ein Gefühl.
00:46:09: Du hast ja auch ne Familie gegründet mit einer erstmals fremden Person.
00:46:14: du hast jemanden getroffen ihr habt euch verliebt den habt ihr geheiratet habt Kinder.
00:46:17: das ist ja auch Familie mit jemandem mit dem du nicht verwandt bist.
00:46:21: Man kreiert sich seine Familie, wenn man eben diese Ur-Familien nicht hatte, kreierte man sie durch Menschen, denen man im Laufe seines Lebens begegnet und das ist total schön.
00:46:34: Besser hätte ich die Folge nicht abschließen können.
00:46:36: Sehen wir schon zu Ende?
00:46:37: Manu!
00:46:38: Wir haben noch mal in der Bonusfolgezeit ...
00:46:43: Wenn
00:46:43: du noch weiterquatschen möchtest ... Machen wir das jetzt oder ne?
00:46:46: Das
00:46:47: machen wir jetzt sofort.
00:46:48: Im Anschluss ja.
00:46:50: An alle, die das hören wollen, müsst ihr in der Pottimo-App auf die Bundesfeuille gehen.
00:46:55: Ich danke dir Svenja für das Gespräch!
00:46:56: Ich hab sehr viel gelernt.
00:46:58: Hoffentlich ist es nicht so schwer und die Leute sind so ... Oh Gott, oh Gott.
00:47:02: Es ist wahnsinnig interessant, ehrlich gesagt, für die Menschen.
00:47:04: Weil das habe ich die ganze Zeit überlegt im Ansatz kennen das wahrscheinlich viele.
00:47:09: Das ist nicht vergleichbar um Gottes Willen aber Probleme mit den Eltern oder in der Kindheit, das kennen wahrscheinlich viele ist es, glaub ich, sehr relatable auch im Ansatz.
00:47:20: Und dann zu gucken, okay ... wie geht's anderen?
00:47:24: Was machen die für Erfahrungen?
00:47:26: Wie extrem kann so eine Erfahrung sein bis zum Kontaktabbruch?
00:47:30: Ich bin nicht alleine
00:47:31: auch.
00:47:32: Danke dir dafür, dass du dich so geöffnet hast!
00:47:34: Gerne.
00:47:35: War gegen ganz leicht.
00:47:37: Ja, das freut mich.
00:47:39: Wir hören uns bei Pottimo wieder nächste Woche Dienstag, wie immer und ... folgt dem Instagram-Kanal von Teges Trift.
00:47:48: Und wenn ihr Fragen, Anregungen und Kritik loswerden wollt, könnt ihr das in der Pottimo App machen.
00:47:55: Das hab ich jetzt auch angemeldet!
00:47:57: D.h.,
00:47:57: ihr könnt da mit mir in Kontakt treten oder eben bei Instagram.
00:48:02: folgt SvenjaFuchs bei Instagram, wenn ihr es noch nicht gemacht habt.
00:48:06: Bis nächste Woche und wir hören uns gleich wieder in der Zusatzfolge von TIGES TRIFT
00:48:12: mit Svenja Fuchs.
00:48:19: Teges trifft ist ein Podcast von Podimo.
00:48:21: Post Sebastian Tegges, Producerin Saskia Braun, Marketing Nina Dreyer, Sound in Video Saskia Brown und Felix Andorff, Coverdesign Christoph Brandis, Exegitivproducerin Maybritt Döge.
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