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Tigges trifft Lili Vogelsang in Nancy

Shownotes

Diese Folge ist schon vor 4 Wochen als Videoepisode bei Podimo erschienen. Dort bekommst du zusätzlich kostenfreie Zusatzfolgen. Dafür einfach kostenlos die Podimo-App downloaden: https://podimo.de/tiggestrifft_open

In dieser Folge reist Sebastian an einen Ort, der für Lili Vogelsang ein echter Wendepunkt war: die französische Stadt Nancy. Fernab von Leistungsdruck und dem Zwang zu performen, hat Lili hier während ihres Studiums zum ersten Mal gespürt, was echte Verbindung und bleibende Freundschaften bedeuten. In dieser Folge sprechen wir über Lilis Weg von der Politikwissenschaftlerin und Konfliktmediatorin hin zur „CEO of Questions“ auf TikTok. Es geht um die Kunst des Fragenstellens als radikaler Akt von Nähe und warum wir gerade in unseren 30ern lernen müssen, Freundschaften aktiv zu pflegen.

tigges trifft“ ist ein Podcast produziert von Podimo. Host: Sebastian Tigges (@tigges)

Jeden Dienstag gibt es eine neue Folge. Folge dem Podcast jetzt bei Podimo, um keine neue Folge zu verpassen!

Der Podcast auf Instagram: https://www.instagram.com/tiggestrifft_podcast/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute reisen wir an einen Ort, der auf keiner klassischen Bucket List steht.

00:00:04: Aber für Lilly Vorgesang ein Wendepunkt war.

00:00:07: Wir stehen in einer kleinen Stadt namens Nancie in Frankreich Kopfsteinpflaster, warme Luft Irgendwo den Geruch von Kaffee.

00:00:14: Es ist ruhig hier fast so als würde die Welt einmal kurz leiser werden.

00:00:17: Ein Ort an dem man nicht performen muss sondern einfach nur sein Und vielleicht zum ersten mal merkt Freundschaften können bleiben und man selbst auch.

00:00:29: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Texas Trift.

00:00:32: heute zu Gast Lilly Vogelsang.

00:00:35: Hi, Lilly!

00:00:36: Hallo Herr Teges!

00:00:37: Na wie geht's?

00:00:38: Schon sehr gut und selbst?

00:00:40: Ja mir geht es auch gut danke das ist der letzte Termin heute.

00:00:43: wir haben freitag nachmittag und du hast dich bereit erklärt noch zu kommen vom wochenende.

00:00:47: vielen dank

00:00:47: kriege ich jetzt so.

00:00:48: deinen resten gehören ab.

00:00:50: ja mal gucken was da noch so übrig bleibt.

00:00:52: ich trinkt noch in diesen kaffee hier vor allem ja ich war gerade im raum habe mich auf die vorbereitet ein kurzen bisschen eingenickt.

00:00:58: ich glaube es hilft.

00:00:59: Das ist

00:00:59: jetzt aber kein Kompliment, wenn du mir sagst, dass du nicht vorbereitet hast.

00:01:02: Es war so

00:01:05: langweilig ... Nein!

00:01:06: Überhaupt nicht.

00:01:06: Ich bin einfach ein bisschen müde gewesen.

00:01:08: Ich hab schlimme Nächte hinter mir.

00:01:10: Ja okay, fair

00:01:11: enough.

00:01:12: Kurze Nächten?

00:01:13: Das waren die Kinder.

00:01:13: Keine Party.

00:01:15: Lili, wir fangen an mit dem Ort wie immer.

00:01:20: Wo genau sind wir?

00:01:21: Wir sind in Nancy im schönen Departement Mörd-Émuselle, in dem es leider nicht immer so warm war.

00:01:29: Das ist schon ein bisschen zu nah an Luxemburg dafür, aber hey.

00:01:33: Was

00:01:33: hast du da gemacht?

00:01:34: Ich hab dort studiert!

00:01:36: Ich bin da zwei Jahre zur Uni gegangen und das war so'n Bachelorprogramm.

00:01:40: Man war zwei Jahre in Frankreich und dann eine Jahr im Ausland.

00:01:43: Und diese Ort und diese zwei Jahre haben mich einmal von links nach rechts gekrempelt oder also habe ich einfach zu einer komplett neuen Person gemacht Best Time of my life.

00:01:54: Wer warst du vorher?

00:01:56: Also ich mein Vorher war... Halt ein Schulkind, ne?

00:02:00: Ich war ein Schulkind.

00:02:01: Ich bin in Köln zur Schule gegangen und hab da Abitur gemacht.

00:02:04: Ich hatte dann meinen Freundeskreis.

00:02:05: Mir war es immer relativ wichtig so dazu zu gehören.

00:02:11: Und ich bin in der Zeit der Schule gegangen, in der das jetzt nicht mega cool war, so schlau zu sein oder sich für Geschichte zu interessieren, so'n bisschen geeky.

00:02:20: Dann bin ich halt da angekommen an so einer Uni wo alle ultra viel Spaß hatten und megacool drauf waren, aber es halt auch alle cool fanden.

00:02:27: Dass man sich für Themen begeistert hat, dass man irgendwie gerne gelernt hat, das man ambitioniert war.

00:02:33: Und da hab ich dann so richtig gelernt was mich eigentlich interessiert und wer hier eigentlich bin.

00:02:39: Das war sehr toll!

00:02:40: Und ich hab französisch gelernt weil shout out an meine Französisch-Stärerin Frau Wegner Graf die hat gesagt Ich werde nie in der Lage sein ließenfranzösische zu sprechen.

00:02:51: Ich hab auch meinen blauen Brief da bekommen und dann habe ich in Frankreich studiert.

00:02:55: Auf Französisch teilweise, und jetzt bin ich fluent wie Take this!

00:03:00: Frau Wegner-Graf.

00:03:02: Okay wenn wir vorher nachher machen, wer warst du denn nach den zwei Jahren in Nancy?

00:03:06: Oder wer bist Du?

00:03:07: Bist Du noch die gleiche Person?

00:03:08: Ja oh

00:03:08: Gott... Das ist über zehn Jahre her.

00:03:14: Ich hoffe ich bin nicht mehr die gleichen Personen.

00:03:16: Ich würde sagen ein bisschen Fortschritt muss ich ja in den letzten zehn Jahren schon abgezeichnet haben Und ich würde sagen, es hat so einen sehr guten Grundstein gelegt für die Personen, die ich heute bin.

00:03:29: Nach meinem Verständnis das was ich dich wirklich gelesen und herausgefunden habe vermeintlich hast du dich vor einigen letzten drei Jahren ganz schön verändert.

00:03:37: Willst du uns da ein bisschen mitnehmen?

00:03:39: Was passiert ist seit zwanzig, dreinzwanzig?

00:03:41: Ja voll gerne!

00:03:44: Also... Du hattest es ja gerade auch so ein bisschen angesprochen, die letzten ... Genau.

00:03:48: Also ich hab da in Nossi Freunde fürs Leben gefunden und die habe ich in den letzten drei Jahren auch ziemlich gebraucht.

00:03:56: Ich weiß nicht ob du das Sprichwort kennst?

00:03:58: Wenn du Scheiße am Schuh hast, hast du Scheißer am Schu?

00:04:01: Ja, genau!

00:04:02: Und so ein bissel waren teilweise meine letzten drei Jahre und gleichzeitig aber auch super schön und aufregend.

00:04:07: Ich hab so ein bischen einen Switch gemacht von... Ich war auf so einem ganz guten Pfad.

00:04:13: Äh, in die Beratung gehen.

00:04:16: Politikberatungen, Unternehmensberatung und ähm ... bin da so ganz gut vorangeschritten.

00:04:22: Ich fand das aber... Also ich bin oft aufgewacht und dachte so irgendwas ist falsch im Leben.

00:04:30: Das irgendwie, das funktioniert so nicht.

00:04:33: Wenn das jetzt in meinem Leben ist die nächsten dreißig Jahre dann weiß ich nicht ob ich darauf

00:04:36: Bock hab.

00:04:37: Warum?

00:04:39: Ähm, weil ... Ich glaube, es ist super schwer den Fingerauffall zu legen.

00:04:45: Wenn eigentlich alles okay ist und du aber einfach merkst in dir drin zieht sich's woanders hin?

00:04:50: Ich könnte das jetzt nicht sagen.

00:04:52: Das waren tolle Kollegen.

00:04:53: Es waren spannende Aufgaben.

00:04:54: Es war alles cool!

00:04:56: Aber irgendwas in mir drin war so... I'm dying!

00:05:01: Und dann sind ein paar äußere Umstände dazugekommen.

00:05:06: Ich wurde relativ überraschend und flott getrennt.

00:05:12: Das war eine Trennung von einer recht langen Beziehung, die ich nicht habe kommen sehen.

00:05:16: Also das war so ein bisschen ... So ein Hit?

00:05:18: Es war ein Dollar-Hit, nicht ein bisschen.

00:05:21: Und dann relativ zeitnah hat meine Mutter eine Diagnose bekommen für ne Lungenfibrose.

00:05:27: Das ist ne unheilbare Autoimmunkrankheit und dann kam schon in der Zeit sehr viel zusammen.

00:05:35: Ich hatte da meinen Job gekündigt um in die Selbstständigkeit zu gehen.

00:05:38: Das ist schon mal eine Herausforderung.

00:05:40: Dann war auf einmal meine wichtigste Bezugspersonen nicht mehr da und auch nicht mehr, nicht mehr dar, sondern einfach so nicht mehr greifbar.

00:05:49: Das war auch nicht ne Trennung wo man sagt okay alles klar wir bleiben irgendwie trotzdem befreundet oder so, sondern es war so ok wow!

00:05:57: Und dann eben auch noch ein enges Familie mit geht sehr krank und ich bin auf der Seite meiner Mutter ein sehr kind.

00:06:05: Und meine Mutter, also meine Eltern sind getrennt und dann sitzt du da auf einmal und bist so... Das ist aber ganz schön ein großer Haufen Scheiße hier.

00:06:13: Da hatte ich gute Freunde die mir da durchgeholfen

00:06:17: haben.

00:06:18: Das war vor drei

00:06:19: Jahren?

00:06:20: Ja das war... Also die Trennung war Sommer, zwanzig, zweinzwanzig.

00:06:27: Und dann wurde es so pöa-pöe hat's dann so reingeregnet.

00:06:33: ja Du hast gesagt, dass deine Freunde dich da rausgeholt haben.

00:06:36: Ähm ... Ja also, rausholen muss man sich glaub ich auch so was immer selber bis zum gewissen Grad?

00:06:41: Also es gibt Leute die einem helfen können und das braucht man auch aber ich glaube so richtig rauskommen muss man schon selbst.

00:06:50: Aber ich hatte Freunde, die's auf jeden Fall nicht akzeptiert haben, dass ich gesagt habe ne nee passt schon.

00:06:57: Ne alles klar!

00:06:58: Ich würde dann mal weiterarbeiten.

00:07:00: ja sondern Freunde gehabt und eben viele auch aus dieser Studienzeit, die gesagt haben.

00:07:08: Ey!

00:07:11: Das sind jetzt aber irgendwie ... Also irgendwie siehst du zehn Kilo leichter aus?

00:07:16: Und auch nicht so gesund?

00:07:17: Wann warst du das letzte Mal vor der Tür?

00:07:20: Sollen wir mal spazieren gehen?

00:07:22: Und soll ich mal vorbeikommen oder vielleicht mal für dich kochen?

00:07:25: Und wollen wir mal?

00:07:27: Und Gott sei Dank auch Freunde, die dann nicht so leicht aufgegeben haben, wenn ich gesagt habe, nee-nee Sorry, too busy.

00:07:36: Also gute Leute?

00:07:38: Hartnäckig!

00:07:40: Und dafür bist du jetzt dankbar, dass sie so hartnäcking waren und es ist dir da nicht so leicht gefallen?

00:07:47: Ich bin heute ultra dankbar.

00:07:49: also ich bin aber auch so eine Person wieso?

00:07:51: ich teile voll gerne mit wenn ich Leute mag.

00:07:55: Also ich bin auch.

00:07:57: zum Beispiel heute habe ich meiner guten Freundin Sarah schaudert geschrieben und gesagt, hey ich wollte einfach noch mal Danke sagen du bist so toll.

00:08:07: Genau für solche Momente.

00:08:09: Und ich denke da wirklich fast noch jeden Tag dran wie toll das irgendwie ist und versuche natürlich auch die Person jetzt für andere Leute zu sein aber ich bin sehr dankbar dafür dass sie da drangeblieben sind.

00:08:22: ja.

00:08:23: Du entwickelst eine App Freddy?

00:08:25: Yes!

00:08:26: Die dabei helfen soll wenn ich es richtig verstehe Freundschaften zu finden, zu pflegen im Social-Life ein bisschen sicherer zu agieren.

00:08:33: Ich hab übrigens gerade einen Kurs gebucht bei dir.

00:08:35: Hast

00:08:36: du?

00:08:37: Hör doch ab, hättest du Bescheid gesagt, hattest du einen Robotcode

00:08:39: bekommen!

00:08:39: Ja, hab ich auch gedacht und wollte dich aber nicht.

00:08:41: Cool!

00:08:43: Ein junges Unternehmen soll man unterstützen... Und machst du das weil du durch deine eigene Vita die Erfahrung gemacht hast wie wichtig es ist oder was treibt dich an?

00:08:58: vielleicht noch ganz kurz zu sagen, zu Friedi.

00:09:00: Weil wir sind ein Großteil von dem was wir eigentlich machen ist gerade einfach eine Warteliste weil wir einen App bauen auf der Menschen ihre sozialen Fähigkeiten trainieren können.

00:09:10: und das ist so sehr stark getrieben von der Erkenntnis dass ich meine persönlichen Erfahrungen geteilt habe auf Social Media.

00:09:22: bei TikTok.

00:09:22: hast du angefangen?

00:09:23: Ich

00:09:23: hab bei TikTok

00:09:27: angefangen

00:09:28: Ja, fast auch.

00:09:29: Aber die Wahrheit ist ich hab dann nicht jeden Tag eine Frage gepostelt weil irgendwann war es langweilig und ich wollte auch ein bisschen jappen.

00:09:35: Ich wollte auch mal ein bisschen erzählen aus meinem Leben und ich habe dann auch ... Ich verstehe gar nicht.

00:09:39: bis heute versteh' ich diese kognitive Dissonanz nicht, die ich anscheinend gehabt haben muss zu sagen ne also meinen besten Freundinnen da weiß ich nicht wie ich meine Gefühle teilen soll aber ich erzähl einfach mal auf TikTok was gerade so abgeht in meinem Leben.

00:09:50: Ich glaube das geht vielen CreatorInnen so dass es irgendwie leichter ist Ultrapersönliche Sachen in eine anonyme Menge zu sprechen als mit einer engen vertrauten Person.

00:10:02: Was glaubst du, wann liegt das?

00:10:07: Naja ... Du bist halt nur Sender, ne?

00:10:10: Mhm.

00:10:11: Du kriegst irgendwie Reaktionen und so, aber die sind ja nicht so nah an dir dran.

00:10:17: Also du kannst dich einfach nur mitteilen und musst gar nicht damit umgehen... wie andere Leute darauf reagieren oder dir vielleicht auch mal ein Tipp geben.

00:10:28: Du kannst ja einfach nur sagen, mir geht's schlecht und dann sagt keine Freundin alles klar, dann lass du mal spazieren gehen.

00:10:36: Aber hilft es dann?

00:10:38: Wenn da nichts zurückkommt?

00:10:40: Aus den Likes!

00:10:42: Ich glaube ich möchte jetzt nicht für alle sprechen.

00:10:45: Was mit dir?

00:10:47: Für mich war das... Also hat mir das geholfen.

00:10:56: Was mir geholfen hat, war wenn ich gesehen hab, dass so ein oder zwei Menschen darauf reagiert haben und gesagt haben sie fühlen sich da gerade gesehen.

00:11:03: Das hat mir das geholften weiß ich nicht.

00:11:05: es hat mir Freude bereitet.

00:11:07: dann habe ich verstanden warum ich das mache?

00:11:08: Warum mich jetzt in so einen digitalen Erdhaarblase und sage hier meine Leidensgeschichte?

00:11:16: Und wenn man dann mir kürzlich eine Person geschrieben die sich auf ein sehr sehr sehr frühes Content-Peace von mir bezogen hat und gesagt damit hast du mein Leben verändert Das ist gut.

00:11:26: Und das war richtig krass, und da war ich so ... okay, well done!

00:11:30: Ähm... Aber eben solche persönlichen Sachen zu teilen und dann drunter aber auch immer wieder von Leuten zu lesen, oh, ich wünschte, ich hätte Freundschaft wie du.

00:11:40: Ich wünsche, ich hätt diese Unterstützung die du in der Zeit ja doch bekommen hast weil ich ihm sehr viel über Freundschaft geredet hab.

00:11:49: Wenn du in so einer Situation steckst, in der du ... in der es dir wirklich nicht gut geht, physisch und mental.

00:11:57: Und du einfach auch nicht weißt wie du aus dieser Nummer rauskommen würdest wenn da nicht zwei drei Leute werden die ständig an dir ziehen würden und sagen okay, wie geht's dir gerade?

00:12:09: Hast du genug gegessen?

00:12:10: hast du genug geschlafen?

00:12:11: das können wir für dich tun.

00:12:13: Und tu dir vorstellt jemand geht durch so was Ähnliches ohne dieses Netzwerk.

00:12:17: Ohne diese warme Freundschaft dann hat mich das schon sehr berührt Weil ich dann nicht richtig weiß, wie viele Leute durch so was kommen könnten.

00:12:27: Und welche Auswirkungen das auf ein individuelles Leben hat wenn man sich einsam fühlt?

00:12:35: Dann haben wir recherchiert und gemerkt, dass Gen Z große Probleme hat mit sozialen Fähigkeiten.

00:12:41: So haben wir dann Friedi Stückchen für Stück ins Leben gehoben!

00:12:45: Ich habe mich gefragt, glaubst du wirklich, dass die Gen Z da so ein viel größeres Problem hat?

00:12:49: oder reden die einfach auf Natur?

00:12:52: Achso, also ich glaube weder dem was ich glaube noch was die Genzi erzählt sondern wir haben ein Studium dazu angeguckt.

00:13:01: Also bei beides halte ich für fehleranfällig.

00:13:05: Es gibt in der Tat jede Menge Studien die sich eben genau mit diesem Thema auseinandersetzen.

00:13:11: Wir haben gerade so eine Einsamkeit zu.

00:13:12: uuh Es ist leider schon seit vielen Jahrzehnten so dass Menschen am Ende von ihrem Leben einsamt werden einfach weil viele gelebte Strukturen wegfallen.

00:13:24: Und jetzt haben wir aber eben auch am Anfang des Lebens, also so in der Jugendzeit noch mal eine große Welle an Einsamkeit gehabt.

00:13:30: Es war früher schon so, junge Menschen fühlen sich ja manchmal von der Welt komplett missverstanden.

00:13:35: Aber es wird immer doller.

00:13:37: Wo liegt

00:13:39: das?

00:13:40: So ein bisschen der perfekte Sturm aus ... Klar die Pandemie hat ne Rolle gespielt, aber der Trend war vorher da.

00:13:48: Dann... Ist es noch mal so, das Social Media spielt eine riesengroße Rolle dabei?

00:13:54: Einfach weil du die ganze Zeit ... Du simulierst ja die ganzezeit, dass du Kontakt hast mit Menschen.

00:14:00: Du sprichst mit Menschen via WhatsApp-Sprachnachrichten, FaceTime.

00:14:04: Du siehst die ganzen Zeit Menschen aber halt auf deinem Screen.

00:14:07: und das ist ein bisschen wie wenn du den ganzen Tag Pappe isst und du denkst hier, ich ess doch die ganze zeit!

00:14:15: Aber vielleicht wirst du auch erst mal satt Aber dir fallen halt trotzdem irgendwann die Haare und die Zehen aus.

00:14:23: Nee, nicht die

00:14:24: Zehne!

00:14:28: Weil du einfach nicht das ist was dein Körper braucht.

00:14:31: und dadurch simulieren Leute Kontakt und dann wird es schon auch so.

00:14:35: ein super interessantes Phänomen.

00:14:37: aber je weniger Kontakt hast du mit echten Menschen also unfreiwillig.

00:14:41: wenn ich jetzt eine Woche oder so alleine zu Hause gesessen hätte, unfreiwillig.

00:14:46: Alleine!

00:14:47: Und ich komme hier an und du schaust mich gerade so zuhörend, zynierend an... Dann wäre aber die Chance das ich deine grundselte Stirn zum Beispiel jetzt als nicht positives Signal auslege, sondern also nicht als Du hörst mir aktiv zu, sondern was hab' ich denn jetzt gesagt?

00:15:03: Die Tendenz dass sich das Negativ Ausleges viel, viel höher.

00:15:07: Und all solche Sachen und dadurch kommst Du halt in so ein Selbstisolationskreis.

00:15:11: Du simulierst Kontakt, du verlernst Kontakt mit echten Menschen und dann hast du mal Kontakt.

00:15:16: Heißt aber nur deutlich höhere Rejection-Sensitivity.

00:15:20: Du bist viel mehr darauf gepolt negative Signale zu lesen.

00:15:23: Dein Gehirn sieht negative Signalen weil es immer sieht was es erwartet.

00:15:27: Und dann gehst du nach Hause und denkst ja ich hasse Menschen war klar so.

00:15:31: und dann schickst du in diesem Zyklus fest.

00:15:33: Wie kann man da raus?

00:15:35: Es ist nicht ein bisschen absurd pro kannte Frage das mit einer App zu probieren.

00:15:40: Total Aber sagt mir, wie ich tausende an jungen Menschen einen Ort kriege und ihm soziale Fähigkeiten brem.

00:15:48: Wenn es eine bessere Option gibt im echten Leben?

00:15:52: Super!

00:15:52: Olympia Stadium mieten.

00:15:53: Olympia Stadion, das Sie hinstellen und sagen... Hat ja nicht jeder im Olympiastein noch die gleiche Erfahrung.

00:16:00: Das heißt, du musst es natürlich auch personalisieren und dann die Erfolge messen.

00:16:03: Wir arbeiten jetzt mit einer Wissenschaftlerin zusammen, mit der wir so was wie ein Sozialquotienten entwickeln.

00:16:08: Also das sind Intelligenzquotiente, emotionale Intelligenzen.

00:16:11: Und wie machen wir das Ganze eigentlich messbar?

00:16:13: Ich muss ja auch irgendwie die Erfolg gemessen.

00:16:16: Deswegen machen wir es digital plus.

00:16:19: Gen Z ist ja auch... ich nenne die immer so Tutorial Generation.

00:16:23: also weil Hast du mal mit einem Jane Zilla versucht, ein Problem zu lösen?

00:16:28: Nee.

00:16:29: YouTube to the rescue!

00:16:31: Also wirklich alles was du mit diesen Leuten machst ist... Aha ich stehe vor allem im Problem.

00:16:36: Alles klar.

00:16:37: Ich schaue mir ein Tutorial dafür an und google das schnell.

00:16:39: Ich chatchipitier das irgendwie schnell.

00:16:41: Das heißt du hast halt da eine super hohe Offenheit Lösungen oder auch etwas zu lernen in digitalem Raum.

00:16:49: Und deswegen haben wir uns für den App entschieden.

00:16:51: schon aber auch mit dem Ziel Also, die App ist auf verhaltenstherapeutischen Grundlagen entstanden.

00:17:00: Und ich hab die auch nicht selber entwickelt, sondern Therapeutin und Psychologin.

00:17:04: Ich hab da jetzt sich irgendwas zusammengeschustert.

00:17:09: Da gibt's auch immer so genannte Expositionstherapie-Elemente drin.

00:17:12: Dass halt wirklich deine Aufgabe ist, mit echten Menschen in Kontakt zu gehen weil du ja genau das auflösen musst!

00:17:20: Du musst ja auflösen, dass sich die Menschen hinter dem Bildschirm verschampfen.

00:17:24: Und dann sind da so Aufgaben drin wie... Das ist sowieso eine total spannende Aufgabe einfach mal ohne Kopfhörerbahn zu fahren und in so kleine Mikrointeraktion mit Menschen zu gehen.

00:17:35: Versucht das mal!

00:17:36: Ist total schwer.

00:17:38: Das wäre ein First Step?

00:17:40: Ja es ist schon eher ein Second Step sogar.

00:17:41: Also

00:17:41: ich frage jetzt mal für einen guten Freund der so'n bisschen gerade vielleicht in Richtung Socialing-Seite geht und sich ein bisschen mehr zunehmend eingrebt zu Hause.

00:17:53: Und der könnte ja sagen, okay, Social Exposure verstehe ich, dass mir das helfen würde aber wenn ich rausgehe und das mache dann werde ich nur negativ bestätigt weil ich mit der Einstellung schon reingehe.

00:18:08: Das ist gefährlich oder das macht mich angst.

00:18:11: Was sagst du dem?

00:18:17: Ich glaube Erste, um Verhalten und Verhaltensveränderung zu verstehen ist nachzuvollziehen.

00:18:23: Warum ist das gerade bei ihm so?

00:18:25: Du kannst ... Ich würd dem nicht sagen geh doch vor die Tür und lass die Kopfhörer weg!

00:18:30: Um irgendeine Form von Verhaltungs- veränderungen herbeizuführen musst du erst verstehen was da gerade passiert und warum.

00:18:39: Ich weiß jetzt nicht wie ausgeprägt diese Situation bei ihm grade schon isst aber je nachdem reicht einfach Gespräch mit Freunden, sich zu öffnen.

00:18:47: Sich da irgendwie auch mal Feedback zu holen und da so ein bisschen zu spiegeln oder einfach mal zu jemandem zu gehen, der das Thema wirklich tiefer versteht.

00:18:54: Therapeuten oder Therapeutinnen?

00:18:57: Und wenn man dann verstanden hat, woher es eigentlich gerade kommt und vielleicht welche Mechanismen ein davon zurückhalten unter Leute zu gehen ... Dann macht's ja immer Sinn erst mal die erste Übung in eine beobachtende Haltung zu gehen.

00:19:11: Zu sagen okay!

00:19:13: Alles klar, ich verstehe jetzt die Mechanismen.

00:19:14: Ich beobachte erst mal ohne unbedingt eine Veränderung herbeizwingen zu wollen.

00:19:19: Wann kommt das?

00:19:21: Das ist so der zweite Schritt einfach nur Beobachten und dann kann man anfangen darüber nachzudenken.

00:19:28: was würde es einem leichter machen jetzt da eine Verhaltensveränderungen bei zu führen und wenn es ist keine Ahnung sich mit dir alle zehn Tage auf den Kaffee zu treffen Und dann vielleicht noch pöle Leute dazu zu holen.

00:19:40: Oder ist es die regelmäßigkeit, die einem da hilft?

00:19:45: Ist das auch einfach, dass man sagt in meinem sozialen Umfeld fühlte ich mich gerade nicht mehr so wohl.

00:19:49: Ich muss irgendwie mal andere Leute kennenlernen.

00:19:50: Es gibt ganz unterschiedliche Maßnahmen.

00:19:54: Gehen wir zurück zur Frage.

00:19:55: Was war die brutalste vielleicht ehrlichste Frage, die gestellt wurde und hast du sie beantwortet oder bist du ausgewichelt?

00:20:07: Ich muss erst einmal drüber nachdenken was für eine Frage war.

00:20:09: Take your time!

00:20:10: Ähm ... Ich glaube, die vielleicht manchmal härteste Frage war.

00:20:17: Dass mich jemand gefragt, also so ein Warum machst du das?

00:20:24: Kommt jetzt natürlich drauf an was ich dann gemacht habe Let's not go there.

00:20:26: aber ähm So dieses warum machst du dass?

00:20:29: oder?

00:20:30: es kann ja auch einfach wie gehts dir sein?

00:20:32: Also wenn es einem wirklich nicht so geil geht und Du wirst gefragt Wie geht´s Dir?

00:20:36: Ähm

00:20:38: Konfrontation

00:20:39: Ja, konfrontation Das sind, glaube ich so sehr situationsbezogene Fragen.

00:20:48: Meistens im Bereich der W-Fragen – man muss nämlich fragen gar nicht so verkomplizieren!

00:20:53: Was wäre denn die unangenehmste Frage, als ich dir heute stellen kann?

00:20:57: Ja, aber heute kannst du mir wirklich jede Frage stellen und am Zweifel würde ich sagen, den komm!

00:21:04: Halt's Maul auf gar keinen Fall glaub ich, inzwischen wirklich eine große Offenheit einfach über alles zu reden.

00:21:12: Hast du was im Petto?

00:21:14: Hast so ne richtig tolle Frage mitgebracht?

00:21:17: Nee.

00:21:17: Na guck!

00:21:19: Mir fällt auch keiner ein...

00:21:20: Ne es ist glaube ich auch immer ne kontextbezogene Sache.

00:21:25: Was war denn bei dir?

00:21:27: Ich hab das Gefühl du hast auch gerade über tolle Fragen nachgedacht.

00:21:29: Was waren dann bei dir richtig harte Fragen die dir mal geschält wurden?

00:21:32: Du hast gesagt wie geht's dir finde ich schon ne unangenehme Frage.

00:21:35: gerade Wie gehts dir?

00:21:38: Wenn man den nicht einfach nur mit gut beantworten möchte, dann ist das ja schon eine ziemlich komplexe Frage, oder komplexer Antwort.

00:21:44: Ja, total.

00:21:45: Wie geht es dir denn heute?

00:21:48: Heute geht's mir richtig gut!

00:21:52: Ich hatte vor ein paar Stunden Therapie ... Da hat ich einen kleinen therapeutischen Durchbruch und ... Also, Nojok, wir hatten ... Ich hatte einen kleinen HealthScare in der Familie ähm, bei meinem Vater.

00:22:05: Und der hat mich vorhin angerufen aus dem MRT and he is healthy as can be!

00:22:12: Nicht schön?

00:22:13: Ja

00:22:13: das war ein bisschen scary heute.

00:22:15: da hätte ich im schlimmsten Fall noch kurzfristig absagen müssen und ich hätte hier gesessen und du hättest gesagt wie geht's dir?

00:22:21: und ihr hättet gesagt wirklich wirklich scheiße.

00:22:26: ja deswegen ich hab heut einen tollen Tag.

00:22:28: wie ist denn dein tag?

00:22:30: mein tag ist super.

00:22:31: danke Nein, ich sage heute ist ein guter Tag.

00:22:37: Im Moment beantworte sich solche Fragen immer tagsaktuell weil seit einigen Monaten geht es so sehr stark auf und ab.

00:22:43: Ja fair!

00:22:43: Und wenn's nicht so gut geht dann sag' ich ja... Heute ist nicht sogut.

00:22:47: Dann kommt manchmal eine Nachfrage und dann sage ich warum nicht?

00:22:49: Und dann hat das meistens eine größere Dimension und dann steig ins Gespräch oder nicht.

00:22:55: Glaubst du manchmal sind Fragen auch einen Weg.

00:22:57: also stellts zu manchmal fragen.

00:22:59: dass sage ich aus eigener Erfahrung.

00:23:01: vielleicht Wenn ich in Interaktion gehe mit Menschen, stelle ich richtig gerne Fragen.

00:23:07: Vielleicht auch um nicht zuzulassen dass mir Fragen gestellt werden?

00:23:12: Ja!

00:23:14: Also auf jeden Fall selber Fragen zu stellen bedeutet also erstens... Ich stelle auch total gerne Fragen einfach für mich.

00:23:20: andere Leute brennend interessieren Und ich, das wahnsinnig spannend finde in den meisten Fällen was wir heute machen warum Leute so sind wie sie sind und so weiter und sofort.

00:23:31: Das ist schon auch ein genuines Interesse und es stimmt.

00:23:33: aber gleichzeitig je nachdem wer dir gegenüber sitzt wird es ein sehr eindimensionales Gespräch von.

00:23:41: du lernst total viel über die andere Person musst aber nicht zuviel von dir teilen.

00:23:46: Das kann manchmal super angenehm sein weil du irgendwie denkst okay geil ihr habt eh keinen Bock über mich zu reden.

00:23:52: hammer hat teilweise aber bei mir schon auch so richtigen Wütchen geführt.

00:23:58: Wütjen?

00:23:58: Ja, was ist das so?

00:23:59: ein

00:24:00: bisschen ... Ein bisschen

00:24:01: wütend!

00:24:01: So ein Wütje, also richtiges Wütjen.

00:24:05: Weil du dann da sitzt und du stellst die anderen Person Fragen und Fragen... Ich denke jetzt vor allem teilweise an so Dating-Kontexte wo du dann sitzt und Du stellst Fragen und damit antutete die Person die Frage Und dann ist so eine Stelle, weißt du?

00:24:19: Dann hätte die andere Person die Chance zu sagen und bei dir Oder du musst halt wieder das Gespräch weiterführen.

00:24:26: Ja, und das finde ich dann teilweise frustrierend.

00:24:29: Und denken wir so ein bisschen so, hey, pass auf!

00:24:31: Ich interessiere mich für dich und ich fände es eigentlich auch voll schön wenn du mir eine Gegenfrage stellen würdest weil das würde bedeuten dass du nicht nur gerade in Resonanzkörper brauchst, indem du irgendwas erzählst sondern dass du dich auch für mich interessierst.

00:24:44: Das heißt manchmal ist es natürlich ein gutes Versteck... ...und manchmal denkt man sich so ein bißchen Einfaches und bei dir hätt's auch getan.

00:24:56: Was glaubst du, das sind Fragen die man sich regelmäßig selbst stellen sollte?

00:25:01: Ich glaube man sollte sich regelmässig fragen was brauche ich gerade so einfach vor allem wenn es so sehr hektisch ist und viel los einfach kurz einmal Sich hinstellen sagen was brauch ich gerade und wenn es ein kaffee ist oder einmal kurz an die luft oder so dieses kleine, wir dürfen halt auch echt... Wir vergessen viel zu oft.

00:25:26: Wir nehmen uns viel zu wichtig als Menschen und vergessen dass wir einfach nur ein richtig simpler biochemischer Organismus sind.

00:25:32: Und wenn wir uns nicht füttern?

00:25:34: bewässern und nicht genug schlafen, dann geht es uns einfach schlecht.

00:25:38: Und das hat da nichts damit zu tun dass die Welt gerade um uns zusammen kracht sondern wir haben einfach so unsere Grundbedürfnisse nicht gestillt und da bin ich auch absoluter Profi drin.

00:25:47: Zu wenig Schlafen zu wenig Essen zu viel Stress ja was brauche ich?

00:25:52: Eine Banane super!

00:25:58: Das ist eine Frage, die ich mir gerne stelle.

00:26:00: Und?

00:26:00: Ich schreibe sehr viel Taggebuch und dann schreiber ich irgendwas auf... ...und dann frage ich auch einfach immer warum.

00:26:07: Und das ist total interessant!

00:26:08: Also ich frage mich dann selber warum oder wieso oder wie auch immer.. ..und dann finde ich auf einmal Antworten über mein Verhalten,... ....die ich so gar nie hätte artikulieren können.

00:26:18: Zum Beispiel?

00:26:19: Okay also ich habe mich zum Beispiel.

00:26:20: letztens habe ich... ...ich hab ne Tendenz,... ...unangenehm Ding aus dem Weg zu gehen So.

00:26:29: Und das ist halt ... Also, ich habe diese Tendenz und gehe die aber aktiv an und gehe gerade gefühlt in alles, was in meinem Leben so unangenehm ist, gehe ich es vollem Möhre rein.

00:26:40: Weil vor allem wenn du ein Unternehmen aufbaust, musst du alle fünf Minuten irgendeine Unangenehme Entscheidungen treffen.

00:26:46: Ich muss irgendwas priorisieren, meine Antwort auf jemanden verspäten, weil ich mich um etwas anderes kümmern muss.

00:26:53: Keine Ahnung.

00:26:54: Partner rausschmeißen, weil das nicht funktioniert wie wir uns das vorstellen.

00:26:59: Da habe ich mich super lange bei beobachtet, dass sich so eine Tendenz hatte.

00:27:03: Ach zum Beispiel wenn irgendwas nicht so richtig geklappt hat.

00:27:07: Dass eher ein bisschen so zu sagen ah ja weiß ich nicht okay dann reden wir da nicht drüber und das ist mir irgendwann aufgefallen, dass es halt das Allerdümste was hier passieren kann.

00:27:15: Das heißt ich hab da jetzt gerade so richtig so ne Alarmglocke drauf gesetzt und jedes mal wenn ich merke Ich schieb da gerade was weg, weil es mir unangenehm ist.

00:27:23: Dann gehe ich da wirklich so volle Lotte rein.

00:27:25: Ich hab grade für meine letzten drei Jahre die Steuererklärung gemacht.

00:27:30: Wir haben uns von Leuten getrennt im Team und bauen alles.

00:27:36: Ich habe einen ganz tollen Co-Foundar.

00:27:38: Gott sei Dank!

00:27:40: Den kann ich derzeit voll ... Weil der so superlogisch ist, der ist mein absoluter Partner für sowas.

00:27:45: Und ich bin dann auch wirklich immer so ... Ich hatte letztens einen Moment, wo ich dachte, ah, primisiere ich gerade richtig?

00:27:51: Dann hab ich einfach fähigs gefragt.

00:27:55: Fähigs!

00:27:57: Was mache ich grade, wo du denkst, warum machst du das?

00:28:00: Dann ist ja diplomat genug zu sagen, wie ich empfische es natürlich nicht.

00:28:03: sagen würde, wenn du mich das nicht fragen würdest.

00:28:04: Aber mir fällt A-B-C-D-E-F-G bei dir auf und da bin ich sehr gut.

00:28:13: Aber D&E würde ich mal reinschauen.

00:28:15: So, ähm ... Das heißt, ich frag mich ganz oft, warum machst du das eigentlich?

00:28:21: Oder wieso?

00:28:22: Kriegst du diese Frage auch von Freundinnen und Freunden gestellt?

00:28:26: Du hast vor ein paar Minuten gesagt, dass du als du mit den Fragen angefangen hast bei TikTok manchmal auch Sachen geteilt hast bei Social Media die du vielleicht im privaten Rahmen gar nicht so geteilteist.

00:28:37: Ich hab die Erfahrung gemacht, wenn ich meinen Podcast über irgendwas gesprochen habe oder bei Instagram dass meine Freunde ein bisschen einen Störgefühl dabei hatten, dass sie über Social Media oder diesen Podcast mehr über mich erfahren als ich ihnen erzähle.

00:28:52: Hast du das auch erlebt?

00:28:54: Ähm ... die Menschen, die am nächsten an mir dran sind haben alle kein Tiktok.

00:29:03: Ja!

00:29:04: Das heißt, ich hatte sozusagen den Kanalvorteil, dass es manchmal Leute nicht mitbekommen haben.

00:29:11: Aber ich hab das schon ab und zu bekommen.

00:29:12: Also ich habe schon auch ab undzu... mal ein Störgefühl gespielt bekommen, auch weil ich da natürlich so n bisschen ... Also, ich hab auch manchmal irgendwas aus meinem Umfeld erzählt und dann hab ich schon auch manchmal eine Nachricht von Freunden bekommen.

00:29:25: So alla hey!

00:29:27: Geht's da um mich?

00:29:28: Es ist so ne gemischte Erfahrung aus voll vielem aber... Ich verstehe deinen Punkt.

00:29:39: Da bekomme ich, da habe ich schon eins, zwei Mal Feedback zu bekommen.

00:29:42: Für das dazu, dass du manchmal das mitdenkst wenn du Content machst Wenn du Videos machst, dass du denkst, wenn die und die Person das sieht könnte ein Problem sein.

00:29:51: Dann würde ich's nicht mehr posten.

00:29:53: Also ich hab einmal wirklich auch kritisches Feedback bekommen von einer ehemaligen Freundin, die sich in einem Video erkannt hat oder das Gefühl hatte es ging halt überhaupt nicht um sie.

00:30:04: also es gingen um eine Erfahrung, die ich mit mehreren Freunden in der bestimmten Phase gemacht habe Und das hat sie total verletzt.

00:30:17: Da war für mich voll klar, dass ich auch nicht diskutiere im Sinne von ... Ich hab einmal erklärt.

00:30:24: Ich verstehe, dass du dich darin wiederfindest.

00:30:25: Es geht nicht um dich.

00:30:26: Es war kein ... Ich pöbel dich irgendwie durch Subtil meine Videos an.

00:30:32: Aber ich hab's untergenommen und das hat schon noch mal ein Filter bei mir reingesetzt, weil sie das glaub ich auch ... in einer Situation getroffen hat, in der es ihr auch nicht so gut ging.

00:30:41: Und ich glaube, wenn's einem nicht so geht, dann sieht man ja auch schneller irgendwo Angriffe und so.

00:30:45: Ich hab's vor allem auch verstanden, dass sie sich darin gefunden hat, wiedergefunden hat ... Das hat schon noch mal ein bisschen mein Verhalten da geändert, sodass man einfach nicht vergessen darf das Leute, das vielleicht auch voll ernst nehmen was man da sagt und dann vielleicht sogar fast eine Sorge vor der Reichweite der anderen Person bekommen?

00:31:05: Ich hab ja nicht das Gefühl, dass ich über irgendwas Einfluss habe oder Macht.

00:31:09: Aber andere Leute sehen das vielleicht anders und da bin ich schon sehr sensibel.

00:31:12: Also wenn ich jetzt ein Steuergefühl hab ... Weil ich denke, ah, das könnte eine Person aktiv verletzen, dann mach' ich's nicht mehr.

00:31:18: Okay...

00:31:20: Also keine Sorge!

00:31:20: Ich werd nicht lästern über dich im Internet nach diesem Podcast.

00:31:25: Folgendes Szenario?

00:31:27: Ich gehe auf ne Party, ich bin eingeladen Und ich kenne da niemanden, vielleicht nur eine Person.

00:31:32: Ja Und geh damit zum unsicheren Gefühl rein.

00:31:37: Was machen wir jetzt?

00:31:39: Erst mal müssen wir in diesem unangenehmen Gefühl arbeiten.

00:31:42: Unsichere Gefühle, ich kenne das so gut und ich möchte einmal kurz eine Disclaimer davor setzen.

00:31:48: Ich gebe dir jetzt Tipps!

00:31:50: Bin ich in den nächsten zwei Wochen sicher auf irgendwelchen Events und denke mir ... Fuckin' ja, jetzt stehe ich hier als Kommunikationsexpertin will eigentlich nur, hab hier niemanden und wie fange ich jetzt Gespräche an?

00:32:04: Und ich fahre eigentlich nur auf mein Handy gucken oder aufs Klo.

00:32:06: Und lass mich das alle nur... Ja natürlich!

00:32:08: Und ist es zusätzlich erdruckt dass die Menschen davon ausgehen, dass du die super social open person bist oder...?

00:32:15: Ähm... Jetzt wo du sagst Ich glaube der Anspruch an mich ist schon auch einfach wirklich so auch so auf Social Media und sodass ich echt rüber komme

00:32:29: Geht das überhaupt?

00:32:33: Ich versuch's.

00:32:34: Ich würd schon sagen, dass das so was Leute sehen.

00:32:40: Also ich bin deutlich weniger hyperaktiv im echten Leben als meine Videos teilweise geschnitten sind.

00:32:47: Aber das ist vielleicht eins der Hauptdinger.

00:32:50: aber ansonsten würde ich sagen kriegen Leute ein ganz gutes Bild, würde ich hoffen.

00:32:54: Es ist auf jeden Fall nicht irgendwas wo ich denke hey, ich zeig diesen einen Teil jetzt nicht oder so ... Und ich rede ja schon auch sehr offen darüber, dass vieles von dem was sich jetzt teile an Wissen ja auch aus einer eigenen Unsicherheit kommt.

00:33:09: Also ... Ich würde sagen, ich hab eigentlich den größten Teil meiner Teenager und auch zwanziger Jahre damit verbracht immer das Gefühl zu haben so ein bisschen...ich bin nicht gut genug, ich gehöre hier nicht dazu.

00:33:24: Ich muss mich im Zweifel ein bisschen anpassen, damit die Leute mich mögen und dann verlernst du ja auch bis zum gewissen Grad du selbst zu sein?

00:33:31: Du wirst richtig gut darin rollen zu spielen.

00:33:34: Und dann fragst du dich auf einmal, wenn du Leute dazu gebracht hast, dich zu mögen?

00:33:39: Ob sie jetzt eigentlich dich mögen oder die Rolle, die du spielst und dann hast du wirklich einen ganz großen zwischenmenschlichen Salat.

00:33:47: Das heißt ich versuch ... Also der Content und das Wissen kommt auch aus einer eigenen Unsicherheit, die ich versuche selber zu bearbeiten.

00:33:55: Deswegen fühle ich mich diesen ganzen Leuten, die Hilfe suchen auch so nahe.

00:34:00: Weil ich genau weiß, wie das ist.

00:34:02: Und weil ... eben auch durch was ich gelernt hab schon aber auch weiß, dass man's eben verändern kann.

00:34:09: Also, man kann seine sozialen Fähigkeiten durchaus verändern.

00:34:14: Ich glaub zum Beispiel Lea Sophie Kramer, die ja wirklich überall immer sichtbar ist und so sagt selber von sich auch, ich war immer ein Schüchter einer Mensch.

00:34:22: Und ich hab selbst so's dann gelernt.

00:34:25: total toll, zu wissen dass man es lernen kann.

00:34:27: Bedeutet aber trotzdem auch das ich ab und zu irgendwo auf einer Veranstaltung in der Ecke stehe und mir denke dann hole ich mir halt jetzt noch mal ein Häppchen weil ich kann ja sowas so dieses überessen und ganz viel zur Bar gehen und so weil man sich einfach denkt wenn ich jetzt hier rumstehe aber du hattest nach nach Tipps gefragt

00:34:47: muss man sich überwinden?

00:34:50: Ich glaube nicht so sehr daran hinter sich selber mit so einer Gärte zu stehen.

00:34:56: Ähm ...

00:34:59: Also Mindset.

00:35:00: Naja, also ich glaube... Was mir hilft ist mir voll oft vor Veranstaltungen auf denen ich unsicher bin oder auch wenn ich irgendjemanden kennenlerne, mir fortzustellen dass mich diese Person schon mögen wird.

00:35:16: Mhm.

00:35:17: Also mir wirklich aktiv vorzustellen und mich zu fragen warum soll die mich den doofen?

00:35:22: Also was zur Helle ja!

00:35:25: Und mir dann auch so ein bisschen.

00:35:27: Also mir das einzureden, dass diese Person oder die Veranstaltung mich mit offenen Armen empfangen wird.

00:35:32: Weil ... Oh mein Gott!

00:35:34: Ich bin schon okay?

00:35:36: Und dann passiert eben das, was ich vorher noch mal beschrieben hab ist unser Gehirn kann ja gar nicht alle Informationen aufnehmen, die es so wahrnimmt.

00:35:42: Sonst würden wir explodieren und das heißt man sieht dann die Signale, die man erwartet.

00:35:49: Das heißt wenn du dir jetzt vor dieser Veranstaltung irgendwie vornimmst Ach, ich werde da sicher ein, zwei super spannende Leute.

00:35:55: Dann kommen noch der!

00:35:56: Mit dem haben wir ja auch so ein paar Überschneidungen.

00:35:58: Das werden wir sicher ein tolles Gespräch führen sich da so ein bisschen reinzusteigern.

00:36:01: man kann sich auch in negative Gedanken reinsteigen aber man kann sie auch in positive Gedanken rein steigern.

00:36:07: So das ist vielleicht so der erste Schritt.

00:36:10: dann sieht man halt all diese positiven Signale und dann darf ich schon auch...das hilft einfach total sich immer wieder daran zu erinnern.

00:36:16: also erstens es gibt Studien die belegen dass es unfassbar positiv für den Menschen ankommt wenn man den ersten Schritt macht.

00:36:22: Es wird wirklich belohnt als sozial belohnd, als mutig und aufgeschlossen.

00:36:28: Und du bringst die Herde mehr zusammen.

00:36:31: Das ist total toll, lohnt sich immer!

00:36:36: Mit dem Wissen fällt einem dein Gefühl einfach leichter.

00:36:39: Und es hat ja auch noch niemand gedacht ... Mensch der hat jetzt freundlich hallo gesagt was ein Wichser.

00:36:45: Also weißt Du?

00:36:47: Außer man hat vielleicht schon vorher irgendwas Gemeines gemacht.

00:36:50: Aber ... und so sind dann Veranstaltungen eigentlich auch ganz gut machbar?

00:36:57: Ich meine, es ist natürlich auch immer herausfordernd, weil man da ja auch steht mit Leuten, mit denen's jetzt nicht von Anfang an klickt.

00:37:05: Und ich versuche mich aber wirklich in diesem Gespräch darauf einzulassen mindestens ein oder zwei interessante Fakten über diese Person zu lernen.

00:37:13: So, und dann... finde ich die jetzt vielleicht nicht mega, mega spannend.

00:37:16: Aber man ist so überrascht, wenn man sich wirklich kurz die Zeit nimmt um jemanden kennenzulernen wie viele Leute irgendwie tolle Hobbys haben oder auch dann doch eine total interessante Geschichte.

00:37:28: und wenn man das sozusagen als Ziel macht was über andere Leute zu lernen auf dieser Veranstaltung und nicht Ich würde da jetzt hingehen und will von allen Teug gefunden werden und nach Hause gehen fünfzehn neue Instagram-Follower oder LinkedIn Connections.

00:37:43: Dann macht sowas, kann sowas schon auch Spaß machen.

00:37:45: Ist Smalltalk unterschätzt?

00:37:48: Total!

00:37:49: Kann man es lernen?

00:37:51: Beides Jahr also.

00:37:53: Smalltalk ist ja schon so ein bisschen das soziale Gewebe, in dem wir uns hier alle bewegen.

00:38:00: Also ich kann ja jetzt hier auch nicht reinkommen im Studio und irgendwie Leute Fragen, die ich gerade kennenlärm.

00:38:06: Und wie ist jetzt das Verhältnis zu deiner Mutter?

00:38:09: Wärenversuch wert oder

00:38:10: ...?

00:38:10: Werenversuch-Wert wäre aber teilweise auch übergriffig und so ein bisschen verstören.

00:38:15: Also würde ich nicht unbedingt Nähe schaffen.

00:38:18: Und Smalltalk vor allem die Möglichkeit durch Smalltalk geteilte Interessen und Gemeinsamkeiten festzustellen.

00:38:26: Das ist eine der Grundlagen von sich gegenseitig mögen!

00:38:30: Was sind gute Top drei Smalltalk-Fragen?

00:38:35: Ich geb dir Konzepte.

00:38:37: Aber alles, womit du rausfindest, was die andere Person interessiert?

00:38:43: Weil du dadurch Gemeinsamkeiten verstellen kannst ... Okay, du interessierst dich auch da und dafür!

00:38:49: Und das ist das Fundament auf dem gegenseitige Sympathie-Berut.

00:38:54: Das nennt sich Similarity of Liking Effect.

00:38:56: Ist auch ein bisschen problematisch, weil es im Endeffekt bedeutet, dass wir einfach Leute mögen, diese sind wie wir.

00:39:03: viel der aktuellen Gesellschaft erklärt.

00:39:05: Aber an sich sind das zu kernten Smalltalk-Fragen oder Fragen, mit denen man feststellen kann so ... Wir sind gerade in den gleichen Situationen.

00:39:14: Also jetzt zum Beispiel du, ich würd erst mal Leute nach ihrem Beziehungsstatus fragen und dann kannst du auch fragen so hey hast du dich auch in letzter Zeit getrennt?

00:39:22: Gut!

00:39:23: Ja, und dann habt ihr dann seit ihr gemeinsam, seid ihr in einem gemeinsamen Boot.

00:39:28: also vielleicht fragst es nicht so.

00:39:32: Was?

00:39:35: Weißt du

00:39:35: mehr als ich?

00:39:37: Du hast so eine richtige Krise aus.

00:39:39: Wer sagt das?

00:39:41: Ich dachte, wir reden doch nicht darüber öffentlich!

00:39:45: Ja also falls jemand diese Frage gestellt bekommt...

00:39:47: Würdest du wirklich auf ne Party gehen zu einer Person gehen die du nicht kennst?

00:39:51: Du bist frisch getrennt würdest du sagen na?

00:39:53: Bist du auch gerade

00:39:54: frisch Getrennt?

00:39:57: Es war ja nicht die erste Frage.

00:39:58: Bin

00:39:58: gut Eisbecher

00:39:59: Aber wir haben gestern einen mit Friedin Frellentines Dinner gemacht?

00:40:04: Ja, hab ich gesehen.

00:40:05: War schön, gell?

00:40:08: Und du machst hier keine Vorstellung wie schnell das dann doch kommt.

00:40:12: auf Hey bist du gerade in der Beziehung?

00:40:14: Wie ist gerade dein Dating-Leben?

00:40:16: Bescheiden

00:40:17: wir kurz eine Dinnerparty wo ihr kuratierte Menschen zusammen...

00:40:27: Also es gibt in Kreuzberg das Café Fleur.

00:40:30: Das ist ein ganz, ganz toller Laden geführt von Etienne der wirklich den Traum lebt weil es einerseits im Blumenladen ist und andererseits einen Kaffee.

00:40:39: Und die stellen dann in diesen kleinen Blumenladen eine lange Tafel, machen das Licht aus ne Glitzerkette an und stellen eine schöne Tafele rein und kochen.

00:40:52: Wir haben jetzt nicht alle korratiert, sondern wir haben gesagt, hey, wir machen dieses Dinner so ein bisschen sapperklappmäßig.

00:40:57: Und wer Lust hat auf neue Freundschaften, der soll doch vorbeikommen.

00:41:00: und dann haben wir unser Kartenspiel ausgelegt.

00:41:04: Das ist so'n Mix aus Icebreaker'n und Deep Talk.

00:41:06: Und man muss, apropos Smalltalk eben schon auch immer den Leuten sagen, fangt doch erst mal mit Icebreaker an weil die Deep Talk fragen ja schon auch in Sicht teilweise.

00:41:14: Genau!

00:41:16: Ich würd sagen, dreißig Minuten rein ... haben die Leute über ihren Beziehungsstatus und Dating, sehr persönlich auch geteilt.

00:41:26: Sag mal eine gute Icebreaker-Frage?

00:41:30: Ich kann jetzt so ne überraschende Icebreaker Frage oder sowas ... Kann ich sagen... Hast du ein Lieblingsgeräusch?

00:41:41: Ja!

00:41:42: Welches und warum?

00:41:43: Blätter im Wind.

00:41:45: Oder vielleicht Meeresrauschen.

00:41:47: Es gibt ja nichts Schöneres wenn nur Meeres rauschen da ist.

00:41:50: So viel Ruhe Da kann ich gut meinen Gedanken vielleicht freien Lauf lassen.

00:41:58: Kannst du es sonst nicht?

00:42:00: Nein,

00:42:01: weil ich sonst abgelenkt bin von anderen Geräuschen oder Menschen um mich herum und wenn ich allein am Strand sitze und nur den Wellen zuhöre dann macht das so eine... Das macht ganz viel auf.

00:42:13: Spannend!

00:42:14: Und mit dir?

00:42:15: Mein Lieblingsgeräusch?

00:42:18: Kennst du dieses Geräusch?

00:42:21: an Sommertagen und du liegst im Gras?

00:42:23: Und irgendwo hörst du so ein Flugzeugbrummel-Geräusch.

00:42:26: Das ist für mich Ultimate Peace!

00:42:29: Das

00:42:29: Flugzeug?!

00:42:30: Nein, aber... Ich finde Kerosin in der Luft toll!

00:42:39: Also dieses Gefühl von irgendwo, so'n leises Brumm im Hintergrund, aber du liiegst im Graß das es so leise ist dass du sowas hörst.

00:42:50: Ja, es ist ein sehr spezifisches Bild.

00:42:52: Aber das ist für mich so Kindheitssommer irgendwo im Gras liegen.

00:42:59: Wo legst du da?

00:43:05: Die Wiese dieser Welt!

00:43:07: Hast du eine Lieblingswiese?

00:43:08: Hab ich ne

00:43:09: Lieblungswiese?!

00:43:13: Selten dämliche Frage oder was?

00:43:14: Nee, füll' ich gar nicht.

00:43:15: Wir haben ja über Wiesen geredet... Also mein Vater lebt in Bayern Da gibt's viele Wiesen.

00:43:24: Und da gibts so einen ganz schönen Weg zum Hofleiden und da hab ich mich schon in viele Wiesn gelegt, und hab wirklich alle Wiesen am besten hüglich.

00:43:33: Weißt du?

00:43:33: So dass du ...

00:43:35: Okay, warte!

00:43:36: Wir

00:43:36: haben eine kleine Kategorie, die wir in diesem Format manchmal bemühen.

00:43:40: Die Lieblingswiese?

00:43:41: Nee, die Google-Rezensionen.

00:43:44: Du kannst jetzt diese Wiese bewerten.

00:43:46: Ja.

00:43:47: Geil.

00:43:48: Also fünf von fünf Sterns.

00:43:54: Perfekter Liegekomfort aufgrund von angenehmer Steigung.

00:43:59: Also, das kleine Hügel und dadurch liegst du angenehm den Kopf über deinem Körper.

00:44:06: So kannst ... Schauen!

00:44:09: Blick fantastisch.

00:44:10: Wohin?

00:44:11: Auf einer kleinen See.

00:44:17: Ähm ja so lautmalerische Untermalung durch Kühe irgendwo bimmelt eine Glocke Das ist ganz gut.

00:44:25: Und eben dann das Flugzeug, das Rauscht.

00:44:29: Obacht ... dass man sich in keine Kuhfladen legt.

00:44:33: Gerne wieder!

00:44:34: Ist

00:44:34: das der Abzug?

00:44:35: Mhm.

00:44:35: Ja aber trotzdem fünf auf fünf.

00:44:37: Also, fünf von fünf Sternen, einfach nur so der kleine Hinweis, passen sie gut auf.

00:44:41: So wie wenn wir eine ganz tolle, bei einem Restaurant ein ganz toller Review da lassen, sag ich abends vorher reservieren.

00:44:47: Sonst klappt's nicht.

00:44:47: Weißt du, ist ja nicht schlimm.

00:44:49: Man muss halt wissen, dass man dich in keinen Kuh-Laden legen soll.

00:44:53: Dass wir heute über Kuhladen reden hätte ich auch nicht gedacht.

00:44:55: Nee, ich auch nicht.

00:44:57: Unexpected.

00:44:59: Wir haben noch eine Kategorie?

00:45:00: Oh Gott!

00:45:01: Welches mentale Gepäckstück hast du von deinem Ort, den du ursprünglich reingeben hast, nämlich Nancy

00:45:08: mitgenommen?

00:45:10: Mentales Gepackstück kriegt jetzt so ein bisschen wie emotional baggage.

00:45:13: also ist es was negatives?

00:45:14: Kannst du

00:45:15: auch was nennen, was du dargelassen

00:45:16: hast?!

00:45:18: Also... Ist jetzt nicht ganz emotional, sondern eher körperlich.

00:45:22: Ich hab mir eine Gehirnerschütterung in Aussie eingefangen.

00:45:24: Ja

00:45:24: wie?

00:45:25: Weil das waren ja meine ersten Studienjahre und wir wissen alle dass die geprägt sind von exzessiven Konsum von Spaßgetränken zumindest damals noch.

00:45:36: Damals hat ihr... Weil sie,

00:45:38: die

00:45:39: verweichlicht trinken ja kein Alkohol.

00:45:42: Damal

00:45:42: hat.

00:45:42: auf jeden Fall war ein großer Bestandteil des sozialen Gefüges Unmengen an Spassgetränkonsum.

00:45:49: Und du musst dir diesen Ort vorstellen, das gibt so einen großen Platz.

00:45:53: Der heißt Plastanislas und der ist schon sehr majestätisch.

00:45:58: Also da steht in der Mitte irgendwie eine Statue von einem dicken König und dann hast du da ein großes Hotel ... Ich glaub auch das Rathaus und es ist alles so sandsteinig und golden und also schon sehr fancy!

00:46:16: Über diesen Platz führen sehr oft leicht angeheiterte von Spaßgetränken motivierte nach Hause Wege.

00:46:27: So wie auch dieser, an dem natürlich irgendwann die ganz brillante Idee entstanden ist jetzt doch mal Hebefiguren auszuprobieren und ... Was ist das?

00:46:38: Eine Hebefigur ist, wenn die Leute hochheben.

00:46:41: Und vielleicht so ein Dirty Dancing-Move dann doch mal ... Das ist eine Hebefigur!

00:46:47: So einen Dirty-Dancing-Mov auszuprobieren?

00:46:50: Weil man war ja noch nie so leicht und auch noch nicht so sportlich und hatte noch nie viel Körpergeistkoordination wie in solchen Momenten.

00:46:57: Ich ahne, wo es hingeht.

00:46:59: Genau, ich hab das ausprobiert mit einem jungen Mann der, glaub ich, Captain des Basketballteams war.

00:47:05: Also fit.

00:47:06: Ungroß!

00:47:08: Bist du

00:47:10: Voraussetzungen für die Hebefigur?

00:47:13: Ich würde sagen, ich finde ...

00:47:14: Zu viel Spaß getränken konsumiert.

00:47:16: Man weiß nicht was passiert ist aber ich bin dann aus zwei Meter Höhe mit meinem Betrunk nach Hammerglück.

00:47:26: Aber es hat schon geklappt!

00:47:28: Auf dem

00:47:28: Kopf?!

00:47:30: Auf jeden Fall so dass der Kopf am nächsten Tag sehr weh getan hat und mir dann auch übel war.

00:47:34: und alles drum und dran.

00:47:36: Meine, das war wirklich so eine erste Woche in der Orientierungswoche.

00:47:40: Und dann am nächsten Tag bei Französische Uni anwesendheitspflicht zwar auch noch unter der Woche.

00:47:45: Schrecklich!

00:47:47: Wurde mein Name aufgerufen und dann meine gute Freundin Lolo aufschienen musste vor der versammelten Mannschaft unsankend, Lilly ist notiertoday.

00:47:56: Chihase Konkashima.

00:48:01: Also ich nehme körperliche Gute Erinnerungen und ein bisschen körperlichen Knacks nehme ich mit.

00:48:09: Ich habe eine Frage vergessen am Anfang, die mir gerade kommt... Du hast gesagt du warst in einer Beratung, politische Beratungen?

00:48:16: Und den Job hast du dann immer inkündigt weil du dich da nicht richtig gefühlt

00:48:21: hast.

00:48:23: Das ist ja ein Prozess.

00:48:24: aber gab es einen Moment der Auslöser war zu kündigen?

00:48:36: Also ich hatte zwei echte Jobs sozusagen, also ich hab in zwei Beratungen gearbeitet.

00:48:44: Und der erste war echt mega cool eigentlich.

00:48:47: Ich bin auch heute noch in Kontakt mit dem Team und so.

00:48:49: aber ... Und ich war da in Räumen mit Menschen die wirklich, wirklich spannend und interessant waren.

00:48:57: Wirklich auch im Räum wo du gemerkt hast, ah hier werden gerade Hebe gelegt!

00:49:02: Die werden das Leben von Menschen verändern.

00:49:07: Und wenn du in diesen Räumen stehst und du merkst, hier passiert was.

00:49:12: Was wirklich eine Bedeutung hat!

00:49:14: Ich bin einer der wenigen Menschen in diesem Raum die komplett austauschbar sind.

00:49:18: Weil ob ich jetzt die Namensschildchen auf die Stühle lege oder irgendwer anders?

00:49:26: Dann muss man sagen, habe ich vielleicht ein bisschen zu viel Geltungsbedürfnis gehabt... um zu akzeptieren, dass das jetzt für immer meine Rolle sein soll.

00:49:33: Wäre das für immer deine Rolle geblieben?

00:49:36: Das ist ein total langsamer Prozess und ich glaube schon ... Ja also ich glaube es schon, dass du in so einer Beratungsposition solltest du idealerweise nicht so viel Ego haben, dass Du... Also Deine Rolle ist ja diese Menschen in dem Raum zur Befähigung gute Entscheidungen zu führen oder gute Entscheidungsvertreffen, gute Gespräche zu führen.

00:49:56: Da musst du dein Ego schon zurücknehmen Und du solltest sozusagen proudly austauschbar sein, weil im Zweifel sind ja alle in dem Raum deine potenziellen Kunden und du solltest für alle Potenzial arbeiten können.

00:50:08: Das war so die erste Erkenntnis.

00:50:10: Und beim zweiten Job ... Ich hab ganz frei gesprochen als dann zum dritten oder zum vierten Mal so die jungen Herren auf die Projekte draufgestaft wurden und mir dann auf einmal gesagt haben was ich jetzt zu tun habe.

00:50:28: Da hatte ich gar kein Bock drauf.

00:50:33: Wirklich, da hatte ich keinen Bock drauf und hab für mich so ein bisschen den erkannt, dass ... Ich zumindest zu dem Zeitpunkt nicht unbedingt ein Problem hatte mit alten weißen Männern, sondern gleich als ... Das war sehr, sehr elnboig.

00:50:49: Also das war wirklich das erste Mal, dass sich das Wort Bro-Culture verstanden hat.

00:50:55: Ja, und da ist es darauf gar keinen Bock.

00:50:59: Und hattest du vielleicht auch mal den Impuls, dich dann durchzusetzen?

00:51:03: Weil man könnte ja sagen, da bist du ...

00:51:05: Ja.

00:51:06: Geflogen.

00:51:09: Ja!

00:51:12: Aber dafür war's mir nicht richtig genug.

00:51:13: Mhm.

00:51:14: Also, safe bei mir was wichtig ist und mir Leute auf den Senkel gehen und irgendwas nicht passt, dann kann ich das schon sehr gut gegenboxen.

00:51:22: Hast

00:51:22: du dir in das Feedback?

00:51:24: Ja,

00:51:24: ja.

00:51:25: Wie kam es an?

00:51:29: Ich glaub, ich war für die auch ein bisschen lost cause also so... Ich war relativ kurz da.

00:51:35: Es war relativ klar, dass ich schon irgendwie mit meinem Kopf und dann so ... woanders auch bin.

00:51:43: Und ja, wahrscheinlich haben die das schon aufgenommen.

00:51:48: Kannst du denen auch dankbar sein?

00:51:49: Weil es dich da geführt hat, wo du jetzt

00:51:50: bist?

00:51:51: Voll!

00:51:53: In diesem Konstrukt gab's richtig tolle Leute.

00:51:55: Gab wirklich zum Beispiel einen Chef, der in einem Buch auftaucht, weil er im richtigen Moment das Richtige gesagt hat Und mega, mega toll war.

00:52:05: Also gibt da unterschiedliche Leute also auch wirklich viele das muss ich vielleicht auch noch mal sagen die wirklich wirklich toll waren.

00:52:11: Ich habe eine meiner besten Freundinnen daraus genommen.

00:52:14: Also jemand bei dem ich irgendwie nachdem ich mich getrennt hab zwei Wochen auf der Couch gepennt haben.

00:52:17: so Die habe ich in meinem Job kennengelernt.

00:52:19: wenn diesem Job kennen gelernt aber es war So all-in-all vom Gesamtkonstrukt dann einfach nicht so meins.

00:52:26: Zum Abschluss was ist der nächste milestone bei fredi?

00:52:30: Wir gehen mit der in zwei bis drei wochen live

00:52:32: Wie

00:52:34: ein Schnitzel.

00:52:38: Ja, ich bin schon sehr aufgeregt.

00:52:39: Hast du

00:52:39: Angst?

00:52:42: Wie viele Monate build up war das jetzt oder Jahre?

00:52:48: Wir haben die Idee das erste Mal getestet mit einem nicht personalisierten Newsletter letztes Jahr im Sommer und dann das Produkt sind so die letzten Monate.

00:53:02: da hatten wir auch ein bisschen Glück weil wir da auf was aufbauen konnten was es schon gab.

00:53:10: Habe ich Angst, ich hab ... guck mal.

00:53:14: Ich habe ein Unternehmen gegründet und verantwortlich für das Gehalt von Leuten.

00:53:18: Ich will ein ernsthaftes Problem lösen, dass mir richtig am Herzen liegt.

00:53:22: I'm terrified all the fucking time!

00:53:27: Und da gibt es diesen großartigen Satz von Feel The Fear And Do It Anyways.

00:53:33: Also, habe ich Angst?

00:53:34: Ja die ganze Zeit meist trotzdem

00:53:36: ja klar.

00:53:39: Viel Erfolg.

00:53:40: Danke schön.

00:53:43: Danke schön.

00:53:44: Vielen Dank für die schönen Fragen!

00:53:46: Ich danke dir für deine Fragen!

00:53:47: Ja schau...

00:53:48: Du musst gleich noch zwanzig Minuten dich ja zum kleinen Fragenhang

00:53:52: stellen,

00:53:54: aber das war's erst mal.

00:53:56: Folgt den Podcast gerne bei Instagram, Tegistrift Podcast.

00:53:59: dort könnt ihr mir eure Fragen an die Gäste innen schicken, die ihr gänisch stellen wollen würdet.

00:54:05: und hört nächste Woche Dienstag wieder rein bei Ponymo.

00:54:07: Ciao ciao!

00:54:15: Tschüss!

00:54:16: Producerin Saskia Braun Marketing Nina Dreyer Sound und Video Saskia Brown & Felix Andorff Coverdesign Christoph Brandes.

00:54:26: Executive Producerin Maybritt Döge.

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